Intel Core i9-10850K: Leicht abgespeckter Zehnkerner wohl OEM-CPU
Es gibt eine erneute Sichtung zum Intel Core i9-10850K. Der Zehnkerner tauchte als Option in einem Fertigrechner auf, was die Annahme unterstreicht, dass es diese Version von Comet Lake-S nicht in den regulären Handel schafft. Nennenswert langsamer als der Core i9-10900K scheint er jedoch nicht auszufallen.
Datenbankeinträge hatten ihn bereits sichtbar gemacht. Nun wurde erneut ein Intel Core i9-10850K erspäht, sogar in deutlich aussagekräftiger Form als beim letzten Mal. Digital Storm offeriert die CPU als Option für einen Fertigrechner - und das legt nahe, dass dieser Zehnkerner speziell für OEMs konzipiert wurde. Damit ergeht es dem Core i9-10850K voraussichtlich so wie AMDs Ryzen 9 3900 (ohne X). Letzterer ist allerdings mit deutlich geringeren Taktraten unterwegs als sein "Vollausbau" für den Endkunden und hat auch nur eine TDP von 65 Watt. Dagegen scheint sich der Core i9-10850K vom Core i9-10900K nur geringfügig zu unterscheiden.
Offenbar beträgt der Basistakt des Neulings 3,6 GHz, was gerade mal 100 MHz unter dem des Comet-Lake-Flaggschiffs liegt. Mit 5,2 GHz fällt der maximale Boost-Takt beider Prozessoren, so weit man das anhand der Listung sagen kann, sogar identisch aus. Allerdings verzichtet er offenkundig auf den Thermal Velocity Boost (TVB). Dieser Umstand erklärt vermutlich auch, warum der Prozessor - obwohl ja eigentlich oberhalb des Core i9-10900 (Non-K) angesiedelt - nicht in die 109xx-Reihe eingegliedert wurde. Beim Core i9-10900K ermöglicht TVB bis zu 5,3 GHz.
Laut Geekbench nur wenig langsamer als Core i9-10900K
Man wird freilich Tests abwarten müssen, um fundiert festhalten zu können, welchen Einfluss das Fehlen von TVB hat. Zahlen, die bereits im Geekbench kursieren, lassen auf einen eher zu vernachlässigenden Unterschied schließen. Die Single-Core-Werte liegen fast auf dem Niveau eines Core i9-10900K; beim Multicore-Ranking fällt der Core i9-10850K gute fünf Prozent zurück.
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Was ein Core i9-10850K im Einzelhandel kosten würde, bleibt natürlich offen. Digital Storm verlangt 42 US-Dollar mehr, wenn es statt des Core i9-10850K ein Core i9-10900K im Fertigrechner sein soll. In unserem Preisvergleich startet ein Intel Core i9-10900K bei 520 Euro - ist aber nach wie vor nicht lieferbar. Ein Intel Core i9-10900 wechselt ab 464 Euro den Besitzer.
Quelle: Tom's Hardware

