Coffee Lake S: Zweite Runde Prozessoren schon im Handel - ohne Achtkerner und Z390 [Update]
Fast schon erwartungsgemäß kommt die zweite Runde an Coffee-Lake-S-Prozessoren von Intel ohne Achtkerner aus. Intel rundet das seit Oktober verfügbare Angebot ab und ergänzt die günstigeren Controller Hubs. Z390 und ein potenzieller Achtkerner gibt es wohl frühestens im Sommer.
Update vom 01.03.2018
Auf der Embedded World 2018 will nun auch Computerbase in Erfahrung gebracht haben, dass die restlichen Prozessoren von Coffee Lake S Anfang April starten. Das deckt sich auch mit Informationen aus dem japanischen Handel, der ebenfalls als Startzeitraum die Zeit nach Ostern nennt. Neben den schon im Originalartikel erwähnten Modellen soll es außerdem auch eine ganze Armada T-Modelle geben, die für Spieler allerdings meist eher uninteressant sind. Die T-Modelle sind auf Energieeffizienz getrimmt und kommen in der Regel mit einer geringeren TDP aus. Über den Status bei den Chipsätzen hatten wir gesondert berichtet.
Original-Artikel vom 20.02.2018
Während für Spieler das Thema Coffee Lake S bereits zum alten Eisen gehört und man sich eigentlich vor allem fragt, wann Preise und Verfügbarkeit ein normales Niveau erreichen, geht es für Intel jetzt erst richtig los. Zum Start im Oktober 2017 hatte Intel die Modelle i7-8700K, i5-8600K und i5-8400 sowie i3-8350K und i3-8100 zusammen mit dem Z370 veröffentlicht. Nun kommt der Rest des Angebots, wie Händler bereits verraten.
In den USA sind bereits einige Modelle mit Preis gelistet. Darunter der i5-8600 für 220 USD, der i5-8500 für 200 USD und der i3-8300 für 135 USD. Dazu kommen zwei Pentium und zwei Celeron zwischen 51 und 93 USD. Passend dazu wird Intel auch die günstigeren Chipsätze (genauer Controller Hubs) anbieten, namentlich der B360 und der H370. Wie es mit dem Z390 weitergeht, ist derzeit noch ungewiss. Letzten Gerüchten zufolge soll es im Sommer losgehen.
Dann angeblich auch mit einem 8-Kerner für den Mainstream-Bereich, von dem aktuell noch recht wenig zu sehen ist und Intel wird auch keine große Eile haben, solange es für den Sechskerner auf Sockel 1151V2 so gut läuft. Denkbar auch, dass sich Intel erst einmal anschaut, was AMD mit dem Relaunch von Summit Ridge auf die Beine stellt, der Ende März/Anfang April erfolgen soll.
So wahnsinnig spannend wäre ein Achtkerner im Mainstream-Segment von Intel auch nur dann, wenn die Verfügbarkeit stimmt. Wäre das nicht der Fall, muss man nämlich einmal mehr mit hohen Preisen rechnen und dann wird die High-End-Desktop-Plattform mit Sockel 2066 schon wieder interessant, die insbesondere bei den PCI-Express-Lanes deutlich flexibler ist.
Preisverlauf Core i7-8700K über ein ein halbes Jahr
Sinn und Zweck eines solchen Achtkerners im Mainstream-Bereich wäre es schließlich, AMD preislich näher zu rücken, denn derzeit gibt es dort für etwa das gleiche Geld zwei Kerne mehr und die geringeren Folgekosten aufgrund günstigerer Mainboards.
Quelle: Provantage, ConnectionIT, CompSource

Doch noch CL 8Kerner im Sommer/Herbst ?
Irgendwie les' ich immer: Noch keine CL 8Kerner ...
Heißt doch im Umkehrschluss, dass die doch irgendwann noch kommen, oder ?
Wenn du ernsthaft glaubst das Meltdown und Spectre die gefählichsten und einzigen Sicherheitslücken sind , dann Prost-Mahlzeit
Die Prozessor-Generationen, die jetzt erst in der Entwicklung sind, so dass man hinsichtlich Meltdown und Spectre noch etwas daran schrauben kann, werden wieder andere Sicherheitslücken aufweisen, die früher oder später zutage treten.
Vielleicht sollte man sich allmählich mit dem Gedanken anfreunden, dass die hauptsächliche große Änderung in Sachen Prozessorsicherheit nicht in der Hardware stattfand, sondern in unseren Köpfen: Es wurde unsere gemütliche Unwissenheit zerstört, bzw. die Illusion, man könne zumindest diese Komponente grundsätzlich sicher halten. Und diese Illusion kann man nicht nachrüsten. Die Katze ist aus dem Sack: Prozessoren waren schon immer unsicher, sind es jetzt auch und werden es auch in Zukunft sein.
Die Frage ist, wie wir unseren Umgang damit anpassen. Jeder Mensch weiß, dass weder Fußgängerampel noch Zebrastreifen absolute Sicherheit beim Überqueren der Straße garantieren, also schaut man trotzdem nach links und nach rechts, wie man es (hoffentlich) irgendwann einmal gelernt hat. Man wird zukünftig einfach vorsichtiger sein und zusätzliche Maßnahmen ergreifen müssen.
Weder Spectre noch Meltdown sind damit vergleichbar, dass die Haustür offen steht. Eher damit, dass man im verschlossenen Haus einen Safe hat, von den Einbrecher wissen, dass man dessen unzureichend befestigte Rückwand mit vergleichsweise geringem Kraft- und Werkzeugaufwand ablösen kann. Man kann den Safe dummerweise nicht austauschen, aber man kann die Haustür verschlossen und die Augen offen halten und sich ggf. einen Wachhund zulegen.
Es wäre weit sinnvoller (Verwaltungskosten etc), einfach die TDP von den normalen CPUs von 5 bis X herumstellen zu können.
(Notebooks mit T Prozessoren gibt es ja kaum, bzw das sind alle Clevos, und da könnte Clevo einfach die erlaubte max TDP nennen und via Board locken)