Civilization 7 in der Kritik: Alters-System sorgt weiterhin für Frust
Trotz zahlreicher Updates sinkt die Steam-Bewertung von Civilization 7 weiter. Vor allem das neue Alters-System stößt vielen Fans sauer auf.
Seit Jahrzehnten gilt die Civilization-Reihe als Maßstab im 4X-Genre. Mit Civilization 7 wollte Entwickler Firaxis neue Wege gehen - doch dieser Versuch könnte nach hinten losgegangen sein. Im Zentrum der aktuellen Kritik steht das sogenannte Alters-System, das offenbar auf breiter Front für Enttäuschung sorgt. Trotz mehrfacher Patches und Updates kippt die Stimmung unter den Spielern zunehmend. Auf Steam zeigt sich dies in einem deutlichen Rückgang der kurzfristigen Bewertung.
Alters-System als Innovationsbremse?
Die Mechanik der "Ages" wurde als zentrale Innovation von Civilization 7 eingeführt. Sie soll gleich mehrere Probleme adressieren, die im Endgame klassischer 4X-Spiele auftreten: zu viel Mikromanagement, eine zu frühe Festlegung auf Siegbedingungen und eine zu lineare Spielererfahrung. Die Idee: Bei jedem Übergang in ein neues Zeitalter wird das Spielfeld gewissermaßen zurückgesetzt, was Flexibilität fördern und Dynamik ins Spiel bringen soll.
Allerdings zeigt sich, dass diese Neuerung nicht bei allen gut ankommt. Zahlreiche Spieler kritisieren, dass das Spielgefühl darunter leide. Eine der häufigsten Beschwerden: Die Zeitalter-Resets unterbrechen den Spielfluss und sorgen dafür, dass langfristige Strategien kaum noch greifen.
Firaxis hat zwar bereits mehrere größere Updates veröffentlicht, zuletzt am 27. Mai, doch die erhoffte Trendwende bleibt bisher aus. Die aktuelle Bewertung der letzten 30 Tage auf Steam ist auf "größtenteils negativ" gefallen - ein Tiefpunkt für die traditionsreiche Serie. Nur 28 Prozent der zuletzt abgegebenen Rezensionen sind positiv. Zum Vergleich: Civilization 6 erreicht im selben Zeitraum deutlich bessere Werte und auch ältere Teile wie Civilization 5 schneiden besser ab.
Laut Steam DB liegt die Spitzenzahl gleichzeitig aktiver Spieler von Civilization 7 bei knapp über 11.500 - ein Wert, der im direkten Vergleich mit Civilization 6 (etwa 47.000) eher blass wirkt. Insgesamt ist Civ 7 laut aktueller Daten das schwächste Firaxis-Spiel auf Steam, zumindest gemessen an der Bewertung.
Ob und wie Firaxis auf die Kritik reagieren wird, bleibt offen. In der Vergangenheit zeigte sich das Studio bereit, auf Community-Feedback einzugehen. Allerdings könnte der Umbau eines so grundlegenden Systems wie der Ages-Mechanik einen weit größeren Eingriff bedeuten, als ihn ein einfacher Patch leisten kann.
Fans der Serie stehen nun vor einem Dilemma: Abwarten in der Hoffnung auf grundlegende Änderungen - oder doch lieber zurück zu den Vorgängern? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln. Folgen Sie uns außerdem für Neuigkeiten in der Hardware-Welt oder unsere exklusiven Inhalte gern auf Whatsapp und X. Unsere Video-Inhalte finden Sie bei Youtube, Instagram und Tiktok.

Im Gegensatz zu den üblichen Meckerern bei jedem neuen Release bin ich für alle möglichen Änderungen aufgeschlossen. Aber das Einzige, das ich mir mit jedem neuen Teil wünsche, ist eine bessere KI. Leider steht die für Firaxis in der Priorität anscheinend weit unten, warum auch immer.
Dass es auch viel besser geht, zeigt Old World. Obwohl das insgesamt weniger Umfang und Abwechslung als Civ bietet, macht es mir mit seinen frischen Ansätzen und hervorragenden KI deutlich länger Spaß als Civ.
Wie man sowas verpfuscht kann man an C&C4 sehen. jahrelang wurde gemeckert, dass es nichts neues gäbe und dass das ganze altbacken wäre. Die Entwickler haben auf die Stimmen gehört und etwas so richtig innovatives abgeliefert, das am Puls der Zeit war (spritzige, kurzweilige Multiplayerparteien.
Es stellte sich dann heraus, dass die allermeisten Fans C&C wegen dem Basenbau usw. gemocht haben und einfach relativ still waren. Damit wurde es ein Flop.
Bei neuen Anno kann man es auch sehen. Da wird ja immer gemeckert, dass es zu wenig Militär gibt. Nun könnte man glauben, das wäre ein Problem, ist es aber überhaupt nicht. Gut 90% der Annospieler nehmen keine KI Gegner, sondern bauen nach Lust und Laune. Auch ich liebe es, die Welt vollzupflastern. Die Leute, die mehr Millitär fordern, sind nur eine sehr kleine, laute Minderheit. Zum Glück wissen das die Entwickler und wenn das ganze optional ist, dann habe ich auch kein Problem, wenn man das ganze wieder kriegerisch spielen kann.