Halbleitermangel: Auch Chip-Maschinen sind betroffen
Wie der Auftragsfertiger TSMC und der Chip-Hersteller Intel erklärt haben, betrifft der globale Halbleitermangel auch die Maschinen selbst, die zur Chip-Fertigung benötigt werden.
Seit Ausbruch der globalen Coronapandemie kämpfen Hersteller weltweit mit einem Engpass an Halbleitern. In Folge von weniger Bestellungen wurde im Jahr 2020 die Fertigung gedrosselt, ehe dann lokale Schutzmaßnahmen vor Infektionen mit SARS-CoV-2 dafür gesorgt haben, dass vielerorts die Bänder stillstehen mussten. Mittlerweile geht etwa Intel davon aus, dass die Chipkrise noch bis zum Jahr 2024 dauern wird. Gegenüber dem Wall Street Journal haben nun sowohl Intel als auch der Auftragsfertiger TSMC erklärt, dass auch die Maschinen zum Bau von Halbleitern vom weltweiten Chip-Mangel betroffen sind.
Bis Ende 2022 gibt es wohl keine Entspannung und weiter hohe Preise
Wie CEO von Globalfoundries, Tom Caulfield, ernüchtert feststellt, glaubt er nicht an eine Entspannung bis Ende 2022. Es gibt zwar auch in der Branche einige Optimisten, doch immer mehr CEOs von Chip-Herstellern oder Auftragsfertigern erklären, dass der globale Halbleitermangel noch mindestens bis zum Jahr 2024 andauern wird, wenn nicht sogar noch länger. So werden wohl auch weiterhin Prozessoren, Grafikkarten, Spielekonsolen & Co. teuer und nur sporadisch verfügbar bleiben.
Obwohl weniger Grafikkarten ausgeliefert werden konnten, feierten Nvidia und AMD hervorragende Unternehmensergebnisse. Schließlich zählt jeder produzierte Chip, völlig egal, an welche Kunden die Chips ausgeliefert werden. Künftig benötigen immer mehr Autohersteller eine größere Menge an Halbleitern, sodass sich noch mehr Abnehmer um das rare Gut streiten. Mit steigender Preisdurchsetzung, also keinerlei Nachlässen für Endkunden, können etwa Autohersteller weiterhin Gewinne einfahren.
Ebenfalls lesenswert: Intel sagt Chipkrise bis 2024 voraus und kämpft mit Laptop-Umsatz
Auch lesenswert: Amazon Deals: Werkzeug von Bosch Professional jetzt bis zu 40% günstiger kaufen
Sammlung zur weltweiten Chipkrise:
- Wenn es nach Intel und dem Auftragsfertiger TSMC geht, betrifft die globale Chipkrise auch die Maschinen, die zum Bau der Halbleiter notwendig sind.
- Intel geht davon aus, dass der Halbleitermangel bis 2024 bestehen bleibt. Globalfoundries nennt das gleiche Datum und schließt nicht aus, dass die Chipkrise sogar noch länger dauern könnte.
- Dank Preisdurchsetzung bei vielen Produkten können Hersteller dennoch Gewinne einfahren, auch wenn zu wenig Chips vorhanden sind. Die Preise für Grafikkarten & Co. dürften aber noch länger hoch bleiben.
Quelle: WSJ

Es gibt immer nur Schuldzuweisungen aber keine Lösungen für diverse Probleme.
Deshalb werden die Probleme immer größer.
Man sollte schon vor Jahrzehnten Recycling ernster nehmen und nicht irgendwo in der Welt Schrott parken. Sehe ich so...
Gruß
Auf Nahrungsmittel - bzw. deren Preise - wird längst spekuliert, was Auswirkung auf deren Preis für die Endverbraucher hat, und somit auch Lebensmittelkrisen zumindest verschärfen kann.
Das einzig "Gute" ist, das Lebensmittel nicht endlos haltbar sind. Daher muss früher oder später verkauft werden, ansonsten muss alles abgeschrieben werden weil die Ware verdorben ist. Es können also nicht einige wenige hergehen und die Weltproduktion mal eben ewig zurückhalten bis der Wunschpreis erzielt wurde.
Will mich nur absichern, falls der Chinese noch durchdreht und Taiwan angreift, dann hat sich das mit den Chips für die kommenden 10 Jahre erledigt.
(duck und weg)