TSMC im Gewinnrausch: Chipfertigung "kein Milchkauf" - und Neid auf Samsung
TSMC-CEO C.C. Wei hat klargestellt, warum Chip-Designer trotz Kapazitätsausbau der Konkurrenz nicht einfach die Foundry wechseln können - und dabei zugegeben, auf Samsungs Gewinne neidisch zu sein.
TSMC hat am 16. Juli seinen Bericht für das zweite Quartal 2026 vorgelegt. Im anschließenden Gespräch mit Analysten lieferte CEO Dr. C.C. Wei eine ungewöhnlich plastische Erklärung dafür, warum der Kapazitätsausbau bei der Konkurrenz nichts an TSMCs Marktstellung ändert - und gab nebenbei ein Geständnis ab, das selten aus Vorstandsetagen zu hören ist.
Der Auslöser: ASMLs 30-Prozent-Kapazitätsausbau
Der Hintergrund für die Frage des Morgan-Stanley-Analysten Charlie Chan war ASMLs Quartalsbericht. Dort hatte ASMLs Finanzvorstand Roger Dassen angekündigt, die Produktionskapazität für EUV-Maschinen mit niedrigem numerischen Aperturwert - also den Standard-EUV-Belichtungsanlagen, auf denen heute die meisten fortschrittlichen Chips weltweit entstehen - um 30 Prozent zu erhöhen, da man "nahezu vollständig mit Aufträgen bedeckt" sei. Chan wollte wissen, wie TSMC auf einen potenziellen Kapazitätsausbau bei Intel und Samsung reagiert.
Wei antwortete mit einer Analogie, die er nach eigenen Angaben von einem seiner Kunden gehört hat:
"Eine Technologie auszuwählen und hochzufahren ist kein Milchkauf beim 7-Eleven [Supermarkt-Kette in den USA, Anm. d. Red.]. Man wählt eine Art Technologiepartner. Es gibt keine Abkürzung. Man muss die Technologie verstehen, sie mit einem Test-Chip wirklich nutzen, zusammenarbeiten, dann die Kapazitäten vorbereiten und hochfahren.
Deshalb sage ich, das dauert ungefähr fünf Jahre. Es ist nicht so, dass ihr heute denkt, diese Milch ist besser, also geht ihr in den nächsten Laden - einen 7-Eleven. Gefällt sie euch dort nicht, geht ihr in einen anderen. Nein."
Der Kern von Weis Argument: Für Chip-Designer - ob AMD, Apple oder Nvidia - geht es bei der Foundry-Wahl nicht um verfügbare Maschinen, sondern um den Aufbau einer Technologiepartnerschaft über Jahre. Mehr EUV-Kapazität bei ASMLs Kunden verändert daran nach Weis Einschätzung nichts.
Neidisch, aber unbesorgt
Eine Aussage zu Samsung dürfte indes für etwas Überraschung sorgen. Chan hatte gefragt, wie TSMC mit einer Samsung-Foundry konkurriert, die hohe Gewinne erwirtschaftet. Wei antwortete: Samsung scheffle "eine enorme Menge Geld", worum er den südkoreanischen Konkurrenten beneide. Trotzdem sieht Wei langfristig nicht die verfügbare Kapazität als entscheidend an, sondern das Kundenvertrauen und die technologische Überlegenheit.
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Quelle: via WCCFTech

Trotzdem sieht Wei langfristig nicht die verfügbare Kapazität als entscheidend an, sondern das Kundenvertrauen und die technologische Überlegenheit.
Zudem Wechsel von amd ist ausgeschlossen nvidia möglich apple und co ausgeschlossen.
Also baut samsung zu 90% sram dram vram nand Zellen und dafür braucht es kein euv, duv reicht hier völlig.
Womit es sich andeutet das samsung mit nvidia redet.
euv werden ab 7nm notwendig samsung eigener sf8 basiert auf sf10 was noch duv nutzte
Der aktuelle sf4 wird gar nicht genutzt liegen also nur testsamples rum für samsung eigene arm chips
Es wäre schön wenn mehr chiphersteller produzieren würden insbesondere intel wäre gut aber die haben nicht die teams um wirklich von anderen firmen ihre chipdesign zu machen.
geht es bei der Foundry-Wahl nicht um verfügbare Maschinen, sondern um den Aufbau einer Technologiepartnerschaft über Jahre.