Intel Cascade Lake-SP: Neue Xeon-CPUs mit 240 Watt TDP und bis zu 15.460 Dollar
Intel hat kürzlich seine Produktdatenbank um drei neue Xeon-Prozessoren für Server auf Basis von Cascade Lake-SP ergänzt. Das neue Topmodell kostet dabei für 300 MHz mehr Basistakt bei erhöhter TDP gut 5.500 US-Dollar mehr als der Vorgänger.
Der neue Xeon Platinum 8284 verfügt über 28 Kerne, wobei im Vergleich zum bisherigen Xeon Platinum 8280 der Basistakt von 2,7 GHz auf 3 GHz steigt, während der Boost-Takt von 4 GHz unverändert bleibt. Die TDP klettert derweil von 205 auf 240 Watt. Preislich werden hier 15.460 US-Dollar aufgerufen, statt 10.009 US-Dollar beim Xeon Platinum 8280. Unterstützt werden weiterhin lediglich maximal 1 TByte RAM pro Sockel, während mehr Speicher den M- oder L-Varianten vorbehalten bleibt. So etwa dem mit 17.906 US-Dollar noch teureren Xeon Platinum 8280L, der bis zu 4,5 TByte per Optane DC Persistent Memory unterstützt.
Beim ebenfalls neuen Xeon Platinum 8274 gibt es unterdessen 24 Kerne, wobei der Basistakt 3,2 GHz und die TDP ebenfalls 240 Watt beträgt. Dieses Modell ist entgegen dem Namensschema weniger ein Nachfolger des bisherigen Xeon Platinum 8270, der zwei Kerne mehr bietet, sondern des Xeon Platinum 8268. Hier gibt es ebenfalls durch die TDP von 240 Watt erkauft 300 MHz mehr Basistakt und 100 MHz mehr maximalen Turbo-Takt zum Preis von 7.563 US-Dollar gegenüber 6.302 US-Dollar.
Auch neu ist der Xeon Gold 6269Y mit 22 Kernen bei 3,2 GHz sowie 240 Watt. Das Y-Suffix steht hier für die Speed-Select-Technik, über die sich der Takt der Chips dank vorgefertigter Profile genauer auf spezielle Workloads anpassen lässt. Alle drei neuen Prozessoren sind für den Server-Sockel LGA 3647 und können hoch bis zu einer 8-Sockel- (Platinum) oder einer 4-Sockel-Plattform (Gold) eingesetzt werden.
Die neuen Modelle dürften laut den Kollegen von Golem.de eine Reaktion auf AMDs neue Epyc-Prozessoren mit Codenamen "Rome" auf Basis von Zen 2 in 7 nm-Fertigung sein, die kürzlich in Form von Ryzen 3000 Einzug in den Desktop-Bereich gehalten haben. Die Server-Versionen sollen bis zu 64 Kerne sowie acht DDR4-Speicherkanäle unterstützen und werden im kommenden August erwartet, wobei sie voraussichtlich günstiger ausfallen.

Die realen Preise liegen eh extrem drunter bei den Servern in Firmen, vll dann sogar unter Ryzen.
HT wird dort abgeschaltet für maximale Single-Core-Performance.
Je mehr kerne, desto geringer der Takt der einzelnen Kerne.
Zumindest früher.
Das sind dann teil 1GHz unterschied.
Höherer Takt? Mehr Cache? Besser I/O-Anbindung?
Du kannst hier durchaus recht haben, das sich Intel erstmal auf besondere Märkte spezialisiert, wo ihnen das Lizenzmodell + hochtaktende Kerne (Performance) entgegen kommt. Bei Oracle, habe ich gelernt, kostet z.B. ein Kern 17000€ Lizenzgebühren, da ist dann der Preis und Verbrauch der CPU eher zweitrangig.
Die Frage ist halt, ob AMD nicht auch auch hochtaktende CPU Reihen, mit weniger Kernen im Serverbereich auflegen kann und vor allen dingen wie sich die ausgemerzte Numa/Uma Problematik positiv auswirken wird.
Mit den ZEN 2 Server CPUs, können wieder alle Admins nach Schema F vorgehen und es muss wenig bis sehr sehr sehr wenig neu valdiert werden, da alles indentisch funktioniert und keine großen Performance Tests und Herumprobiererei wegen Numa/Uma stattfinden muss. Das wird sich eher auf die Peripherie und den Storage Bereich beschränken.
Stichwort Terminalserver und wie von dir angeführt Datenbanken.
Man wird sehen welche Bereiche Intel noch "behaupten" (objektiv; Lizenzmodell, Performance, Kosten etc) kann, bei VMs sehe ich allerdings mit den Informationen die wir haben und dieser Meldung ziemlich schwarz.