Intel im Oktober: Core i9-9900KS mit echten 5 GHz und Cascade Lake X mit doppelter Performance pro Dollar

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Intel im Oktober: Core i9-9900KS mit mit echten 5 GHz und Cascade Lake X mit doppelter Perfromance pro Dollar (1)
Quelle: PC Games Hardware

Intel hat den Core i9-9900KS und Cascade Lake X für Oktober versprochen. Beim 9900KS spricht man von echten 5 GHz und stichelt damit gegen AMDs Ryzen 3000. Bei Cascade Lake X verspricht man indes bis zu über doppelter Performance pro Dollar.

Intel hat bestätigt, dass der Core i9-9900KS sowie Cascade Lake X im Oktober verfügbar werden. Beim Core i9-9900KS handelt es sich um einen "scharfgemachten" 9900K, der dann durchgehend Boost-Taktraten von 5 GHz erreichen soll - auch dann, wenn auf allen 8 Kernen und 16 Threads Last anliegt. Dabei kann sich Intel auch einen kleinen Seitenhieb auf AMD nicht verkneifen und schreibt "5 GHz bedeuten 5 GHz". Es ist eine Anspielung auf Ryzen 3000 (Matisse), wo sich herausstellte, dass die versprochenen Boost-Taltraten nur selten erreicht werden. AMD versprach nun UEFI-Updates zur Besserung. Bei Intel ist aber auch nicht alles Super, denn der Core i9-9900KS ist weiterhin ein Coffee Lake Refresh in "14 nm ++" und damit wird die TDP der Plattform von 95 Watt bei Vollgas auf allen Kernen nicht nur knapp fallen. Preis und TDP sind nach wie vor Intels Betriebsgeheimnis.

Cascade Lake X mit mehr Performance pro Dollar

Intel hat auch die HEDT-Plattform um Cascade Lake X für Oktober versprochen und obendrauf sogar eine bis zu über doppelte Performance pro Dollar. Kling sperrig, aber auf dem Diagramm, dass die Runde macht, redet Intels Marketing von 1,74-2,09-facher Leistung eines Skylake X. Auf der gleichen Folie sind auch Threadripper-Prozessoren der zweiten Generation gelistet, die sich in der Messung mit 1,30-1,61-facher Performance von Skylake X einsortieren (alles jeweils pro Dollar). Cascade Lake X wird bei den Kernzahlen die der Vorgängerreihe übernehmen - bei 18 Kernen ist also Schluss.
Intel im Oktober: Core i9-9900KS mit mit echten 5 GHz und Cascade Lake X mit doppelter Perfromance pro Dollar (2) Quelle: WCCFTech Intel im Oktober: Core i9-9900KS mit mit echten 5 GHz und Cascade Lake X mit doppelter Perfromance pro Dollar (2) Natürlich erwarten wir für den Herbst auch das Update zu Threadripper, dann in der dritten Generation und Zen-2-Basis. Vielleicht schafft es AMD ebenfalls im Oktober und wird dann ohne Frage mehr Kerne anbieten als Intel. Wie sich die Performance im Verhältnis zu Intel gibt, wird sich zeigen. Bei massiv parallelisierten Aufgabenstellungen erwartet man aber Castle Rock vor Cascade Lake X.

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    • Kommentare (195)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Threshold Großmeister(in) des Flüssigheliums
        Zitat von derneuemann
        Du gehst von ideal parallelierster Software aus. Denn abseits davon sieht es für Intel nicht so schlecht aus!
        Na ja, außer Spiele bleibt Intel dann nichts mehr aber mit Gaming Rechnern verdient Intel nicht sein Geld.
      • Von Threshold Großmeister(in) des Flüssigheliums
        Zitat von derneuemann
        Du gehst von ideal parallelierster Software aus. Denn abseits davon sieht es für Intel nicht so schlecht aus!
        Na ja, außer Spiele bleibt Intel dann nichts mehr aber mit Gaming Rechnern verdient Intel nicht sein Geld.
      • Von derneuemann Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Gerwald
        Das braucht man nicht aus nutzen die ärgern sich eh so auch.

        Ja bei INTEL. Oder vielleicht bei Spielen. Da muss man erst sehen was der 10 Kerner im Takt hinbringt. Jetzt wird der 9900KS schon der gleiche Hitzkopf sein wie ein übertakteter 9900K. Da muss man sehen wie viel Takt dann da noch gehen.
        Bei all Core Anwendungen wird aber auch der 10 Kerner wohl eher nicht die Nummer 1 sein. Glaube kaum das er den 3950X auf Grund der 6 Kerne mehr schlagen wird. Wenn sie mit dem Takt hin kommen wird er vielleicht ca beim 3900X liegen. Leicht darunter oder leicht darüber. Und das zu einen wahrscheinlich hören Preis. Wobei ich mich noch frage wenn die bei den Board bei AMD schon so aufreiben ob sie dann das bei INTEL nicht auch machen wenn die Gelegenheit günstigf ist.
        Warten wir bis das Ding mal da ist und dann gucken wir. Mit Zeitpunkt jetzt ist das sonst nur eine Blick durch die Glaskugel

        Ja manchmal mag mal glauben INTEL hat mit den Mainboard Hersteller einen eigen Vertrag oder Abkommen.
        Du gehst von ideal parallelierster Software aus. Denn abseits davon sieht es für Intel nicht so schlecht aus!
      • Von Contragen Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Ich möchte mal was aus der realen Welt posten. Ich habe für 450€ ein kleines Ryzen 3600 System gebaut und meine SSD aus dem 9900K Produktivsystem mit 4.8Ghz geklont.
        In den Ryzen eingebaut, letztes Projekt geöffnet und siehe es läuft gleich gut wenn nicht sogar besser.
        Hier geht es um Cubase mit etlichen geöffneten Plugins und kurzer Latenz von 64 Samples.
        Multithreaded sticht der kleine Ryzen 3600 also ganz sauber den 9900K.
        Hätte ich nicht gedacht. So sieht die "real world performance" von Intel bei mir aus.
        Das teure 9900K-System ist quasi obsolet.
      • Von bisonigor Freizeitschrauber(in)
        @gerX7a
        Super alles analysiert und zusammen gefasst.

        Wie eine Doktorarbeit
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von DaPopCOH
        am ende gibt es 2 marschrouten ....
        Beide Marktteilnehmer agieren hier gemäß ihrer aktuellen Möglichkeiten. Intel kann aufgrund des älteren Fertigungsverfahrens derzeit nicht sinnvoll mehr Kerne anbieten und daher verbleibt nur die Ausnutzung des höheren Taktes, was einigermaßen funktioniert, denn Game-Engines und aktuelle Games nutzen hochkernige CPUs nur unzureichend aus.
        AMD hat mit Zen2 aufgeschlossen (oder liegt eine Nasenspitze vorn), kann sich damit aber nicht wesentlich von Intel absetzen, sodass man mehr Kerne ins Spiel bringt, was überhaupt erst durch TSMCs 7 nm-Verfahren (N7) sinnvoll möglich wird. Zudem nimmt man eine geringere Marge in Kauf, damit man mit einem besseren P/L-Verhältnis aufwarten kann. (Wie ich schon mehrfach erwähnte, das hat nichts damit zu tun, "dass AMD Gamer liebt", sondern es ist schlicht eine markttechnische Notwendigkeit.)

        Beide Bewegungsrichtungen werden sich in 2020 ändern. Intel wird vielleicht im 2HJ20 (spätestens in 1HJ21) 10 nm auf den Desktop bringen, dann voraussichtlich bereits in einer optimierten Variante. Dennoch wird diese beträchtliche Strukturverkleinerung für eine Taktreduktion sorgen, was unvermeidlich ist (auch wenn bspw. AMD Taktbeschränkungen in Verbindung mit TSMCs N7 so gut wie möglich zu kaschieren versucht). Und parallel wird man die Kernzahlen leicht anheben.
        AMD wird im Consumer-Segment mit Zen3 die Kernzahlen voraussichtlich nicht mehr erhöhen, denn hier hat man mit 16 Kernen bereits jetzt schon ein sinnvolles Maximum erreicht (oder gar überschritten). Zen3 Ryzen's werden einige architektonische Verbesserungen bieten und damit bspw. die IPC etwas steigern (ein HBM-L4-Cache erscheint bei Consumer/Ryzen-Produkten vorerst eher unwahrscheinlich). Darüber hat man die Möglichkeit kleine Taktsteigerungen ins Auge zu fassen. Architektonische Anpassungen können hier zu einem kleinen Teil flankieren, im Wesentlichen wird jedoch der Fertigungsprozess die notwendigen Möglichkeiten beisteuern müssen. Ursprünglich war in Verbindung mit Zen3 der N7+ im Gespräch; für die Consumer-Produktlinie könnte man jedoch auf den N7P umsatteln, der etwas mehr Schaltgeschwindigkeit bei ansonsten unveränderten Prozessparametern liefert.

        Zu Intel's Produktstrategie: Der 9900KS ist nur eine ergänzende, stark selektierte Version des 9900K (Coffee Lake Refresh). Intel optimiert seine Fertigungsprozesse ständig, hängt dies jedoch nicht an die große Glocke und ab und an liest man mal vielleicht was von 14nm+++ anstatt nur 14nm++, aber auch das kommentiert Intel vielfach nur verhalten. Entsprechende, interne Optimierungn können nun hier die Verteilung für das Binning etwas verschieben, sodass ein 9900KS wirtschaftlich sinnvoll wird, aber natürlich sind von dem keine revolutionären Umwälzungen zu erwarten. Insgesamt wird er ein paar Prozentpunkte schneller werden, weil er halt über alle Lastszenarien im Schnitt ein paar MHz mehr fahren kann.
        Für Comet Lake-S war eine Kernzahlerhöhung unvermeidlich (nun bis zu 10 Kerne), weil man das Produkt ansonsten nicht sinnvoll bewerben und abgrenzen könnten ggü. der 9th Gen, denn die architektonischen Verbesserungen ggü. dem Coffee Lake Refresh werden minimal sein. Man kann aber davon ausgehen, dass diese 10th Gen vergleichbar gut takten wird wie der 9900KS (bei gleicher Kernzahl natürlich), sodass man den Bestandkunden mit dem 9900KS noch eine Upgrademöglichkeit offeriert, bspw. ausgehend vom i5-9600K oder i7-9700K und gleichzeitig mit Comet Lake-S eine neue Plattform anbietet, die für weiterhin Intel-treue Kunden, bspw. ausgehend von Gen7 oder Gen8, dann die bessere Wahl sein wird.

        Dass praktisch nahezu kein Spiel den 10-Kerner auslasten kann, weiß auch Intel, aber man muss nun mal vertriebstechnisch "etwas Neues" bieten können. Diese Strategie ist vergleichbar mit nVidia's "Super"-Refresh, denn schlicht einfach Preissenkungen der bestehenden Grafikkarten hätten nicht die angestrebte Medienaufmerksamkeit erzeugt und auch zu keiner nennenswerten Belebung von nVidia's Absatzzahlen geführt (auch wenn sich das P/L-Verhältnis in gleicher Weise verbessert hätte mit einer Preissenkung). Absehbar werden aber auch bei Comet Lake-S der 6- und 8-Kerner die interessanteren CPUs sein.

        In Anlehnung an bisonigor: Cascade Lake-X richtet sich nicht primär an Gamer und ein nennenswerter Teil der Käufer wird dessen CPU-Kerne auch irgendwie sinnvoll einsetzen können. In vergleichbarer Art sind ja auch nicht pauschal alle bishereigen Threadripper-16+Kern-Käufer Idioten. Etliche davon werden bspw. auch ContentCreation, VideoSchnitt/Transcoding, Game-Streaming und arbeitsbezogene Tasks im Auge haben oder wollen ein 4-Kanal-Speicherinterface, vielleicht mehr PCIe-Lanes haben oder wollen sich nicht mit der inoffiziellen ECC-Unterstützung der Ryzen's zufrieden geben.
        Hinzu kommt, dass sich gemäß Intels aktuellen IFA-Infos (mindestens) bei Cascade Lake-X das P/L-Verhältnis deutlich verbessern soll. Ein Schritt, der mit Blick auf Castle Rock (TR 3000) aber auch zwingend erforderlich ist.
        Weiterhin bleibt aber auch hier für vereinzelte Gamer ein gutes Taktverhalten, wenn nur wenige Kerne beansprucht werden. Bereits der 18-Kerner i9-9980XE (Skylake-X) taktet bis zu 4,5 GHz und stand in damaligen Spieletests einem 9900K nur geringfügig nach.

        Are Quad-core CPUs Finally Dead in 2019? - TechSpot

        Hier testen Sie Zen/Zen+ von 2C(4T, Athlon 200GE) Kernen bis hoch zu 8C(16T, Ryzen 2700X) Kernen in Verbindung mit einer RTX 2080 Ti in den Auflösungen 1080p/1440p zumeist bei Ultra-ähnlichen Settings. Abseits der eigentlichen Fragestellung des Artikels ist in diesem Kontext primär der Zugewinn des 2700X ggü. dem 2600X interessant.
        Anmerkungen: Der Artikel erwähnt keine Taktanpassungen, sodass die CPUs hier offensichtlich mit ihrem Stock-Takt laufen, d. h. ein paar MHz mehr sind zudem im Hinterkopf zu behalten (3,2 GHz für den 200GE, ... 3,6/4,2 GHz für den 2600X und 3,7/4,3 GHz für den 2700X). In vergleichbarer Art kommt noch hinzu, dass die APUs noch Zen-basierende Raven Ridge-APUs sind, wobei man aber auch diesen Punkt nicht überbewerten darf, da die zwei zusätzlichen Kerne des 2600X hier gegenüber dem 2400G (3,6/3,9 GHz) deutlich mehr Gewicht haben dürften.
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