Call of Juarez: Gunslinger - Leistungsanalyse, Detailvergleich und Downsampling - Update: Anti-Aliasing für Geforce-Karten

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Call of Juarez: Gunslinger - Spielimpressionen mit maximalen Details und Downsampling (1)
Quelle: PC Games Hardware

Ubisoft Western-Shooters Call of Juarez: Gunslinger ist seit dem 23. Mai im Handel erhältlich. Welche Technik hat der der spielbare Spätwestern mit Comic-Look zu bieten? Wie detailliert fällt die Optik aus und mit welcher Hardware laufen die Duelle und Schießereien des von Techlands Chrome Engine 5 in Szene gesetzten Shooters flüssig? PC Games Hardware liefert Antworten, heute aktualisiert.

Update vom 30. Mai: Tüftler haben die richtigen AA-Bits für Geforce-Grafikkarten herausgefunden. Falls Sie also eine Nvidia-Grafikkarte besitzen, dann müssen Sie lediglich das Nvidia Inspector-Tool aufrufen und im Profil von CoJ Gunslinger die AA-Kompatibilitäts-Bits 0x000010C0 eintragen (siehe Bild unten). Anschließend dürfen Sie hochwertiges SGSSAA oder einen anderen AA-Modus wie 16xS einschalten. In unserem Fall war es außerdem nötig, die korrekt benannte Ausführungsdatei des Spiels zu hinterlegen; suchen Sie dafür einfach die Exe auf Ihrer Festplatte. Falls Sie mit SGSSAA Grafikfehler haben (siehe Bildergalerie), dann tragen Sie entweder ein hier genanntes "Korrekturbit" ein oder weichen auf einen Modus wie 16xS, 2x2 oder 4x4 SSAA aus. In diesem Fall bleibt die Bildschärfe gegenüber keiner Kantenglättung vollständig erhalten.

Radeon-Besitzer können Anti-Aliasing (auch als Supersampling) einfach im Treiber einschalten; die Option "Anwendungseinstellungen überschreiben" ist dabei von primärer Wichtigkeit. SGSSAA nutzt, muss sich aber auf dieselben Streifenfehler wie auf Geforce-Karten ohne Korrekturbit einstellen. Dazu gibt's einen Schärfeverlust des Bildes, auch werden nicht alle Objekte (wie Gras) ordentlich geglättet. Kurz: SGSSAA ist in diesem Fall nicht empfehlenswert.

Was sowohl auf Radeon- als auch Geforce-Grafikkarten das beste Ergebnis liefert, ist Downsampling (siehe unten) in Kombination mit SMAA. Wer Letzteres nutzen möchte, installiert am besten SweetFX, da diese Shader-Sammlung draüber hinaus in der Lage ist, das Bild nachzuschärfen.

CoJ Gunslinger: Im Nvidia Inspector 4x SGSSAA einschalten Quelle: PC Games Hardware CoJ Gunslinger: Im Nvidia Inspector 4x SGSSAA einschalten ____________

Das erste Call of Juarez sowie der zweite Teil Bound in Blood spielten im Wilden Westen und konnten sehr gute Wertungen einheimsen. Nachdem Techland mit dem in der Neuzeit angesiedelten The Cartel einen Flop ablieferte, wenden sich die Polen mit Call of Juarez: Gunslinger wieder vertrautem Terrain zu und lassen den Spieler als Kopfgeldjäger Greaves stilecht mit zwei Revolvern und einer Winchester seinen ganz eigenen Wild-West-Film spielen.

Technisch setzt Techland erneut auf die mittlerweile fünfte Version der hauseigenen Chrome-Engine, die schon in dem gefloppten The Cartel für eine anständige Optik sorgte. Die Chrome Engine 5 des polnischen Entwicklers (u.a.Dead Island und Dead Island Riptide) ist eine vor allem für die Cross-Plattform-Entwicklung geeignete Basistechnologie. Obwohl für den PC auch ein DX10-Renderpfad zur Verfügung steht, kommt dieser in der PC-Variante von Call of Juarez: Gunslinger nicht zum Einsatz - sowohl Fraps als auch der MSI Afterburner melden nur den DX9-Pfad. Zumindest sieht der Western-Shooer dank höher aufgelöster Texturen sowie der Möglichkeit auch Auflösungen jenseits der 720p-Grenze einzustellen am PC besser aus als an der Konsole.

Schöne Optik trotz DX9-Rendertechnik
Das auffälligste an der Grafik von Call of Juarez: Gunslinger ist der leichte Comic-Look. Der wird durch die mit leichtem Cell-Shading verzierten Texturen sowie dem schwarzen an alte Foto oder Filme erinnernde Rahmen um das gesamt Bild erzielt. Gerade letzteres nervt anfänglich, wirkt aber nach kurzer Eingewöhnung authentisch und verleiht den Schießereien das Flair der Protagonist in einem typischen Wild-West-Film zu sein. Da der Render-Part der Chrome Engine 5 Techniken wie Normal-, Virtual-Displacement- sowie Environment-Mapping beherrscht sind die Texturen sind mit vielen Details gespickt. Eine statische und dynamische Beleuchtung inklusive HDR (64 Bit) sorgen für eine stimmige Atmosphäre, deren Lichtstimmungen gut zur Western-Szenerie passen. Die dynamischen Schatten besitzen zwar dank mehrfacher Filterung weiche Kanten, neigen aber in Bewegung zum Flimmern, das wird besonders bei Vegetationsschatten (Blätter/Sträucher) sichtbar.

Zu den Post-Process-Effekten, die wir beobachten konnten, und die sehr gut zu einem Spiel, bei dem Sie ständig über Kimme und Korn blicken, passen, gehören Motion-Blur, Bloom, Glow, Tiefenunschärfe Tone-Mapping und Umgebungsverdeckung (Ambient-Occlusion). Da Call of Juarez einen Deferred-Renderer besitzt ist eine "echte Kantenglättung" nicht möglich. Polygonkannten werden nur leicht per Spatial Anti-Aliasing (Edge Detect) geglättet. Die Charaktere sind mit Feinheiten wie Poren, Bartstoppeln und Adern verziert. Im Vergleich mit dem Pixelpersonal in Crysis 3 oder Metro: Last Light könnten Sie allerdings noch ein paar Dreiecke mehr vertragen, ein gutes Beispiel sind die sehr eckigen Fingerspitzen). Alles in allem holt die Renderer das bestmögliche aus der DX9-API heraus und das kann sich sehen lassen und passt sehr gut zum Setting und der Atmosphäre des Titels.

Mit Einsteiger-Hardware bereit zum Duell
Da die Chrome Engine 5 gerade einmal zwei Prozessorkerne voll nutzt - wir konnten bei Zuschalten der weitere Rechenzentralen beim Test mit einem Phenom II X6 1100T keinen wirklichen Anstieg der Fps-Rate verzeichnen - reicht für alle Detail inklusive der gelungenen Spielphysik eine Einsteiger-CPU wie der Core i3-3220/Pentium G2120 oder Athlon II X4 740K/A6-5400K. Selbst ältere Prozessoren wie der C2D E8400 oder Phenom II X4 940 sollten bei dem Western-Shooter noch nicht an Ihre Grenzen stoßen. Weil in Call of Juarez: Gunslinger noch ein DX9-Renderer für die Optik verantwortlich ist, fallen auch die Anforderungen an die Grafikkarten relativ gering aus. Bereits eine Kombination aus einer GTX 460 und oben schon erwähnten X6 1100T garantiert eine Bildrate von 60 Fps. Auf Seiten AMD reicht eine Karte der unteren Mittelklasse wie die HD 6850 völlig aus. Für Downsampling (siehe unten) ist die GTX 460 allerdings zu schwach. Hier halbiert sich die Fps-Rate dann und der Titel ruckelt zu stark für flüssige, realistisch wirkende Ballereien.

Downsampling statt Kantenglättung
Da der DX9-Deferred-Renderer der Chrome Engine 5 ohne manuelle Modifikationen keine Multi- oder Super-Sampling-Kantenglättung ermöglich, muss virtuelle Westernheld mit dem per Post-Processing gerenderten Edge-Detect-Variante vorlieb nehmen. Die erledigt ihre Aufgabe zwar recht ordentlich, das Blattwerk der Bäume und Sträucher, Äste und Zweige sowie Teile der Bodenvegetation flimmern trotzdem. Der einzige Weg dem unruhigen Bild zu Leibe zu rücken ist Downsampling. Habe Sie per Nvidia-Systemsteuerung eine Auflösung von 2.880 x 1.620 forciert, ist das Bild schon etwas ruhiger (siehe Bildvergleich). Allerdings steigt dann Anforderung an die Grafikkarte, sodass erst eine GTX 560 (Ti) die erhöhte Render-Last stemmen kann. Steckt in Ihrem PC dagegen eine AMD-Grafikkarte müssen Sie einige Tricks anwenden, um auch hier Downsampling einzustellen. Einen Anleitung dazu finden Sie hier auf der Webseite oder in der noch aktuellen PCGH-Ausgabe 06/2013 (S. 32-36).

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Bildergalerie

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  1. Seite 1 Die Technik von Call of Juarez: Gunslinger
  2. Seite 2 Weitere Bildvergleiche zu Call of Juarez: Gunslinger
    • Kommentare (20)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von SphinxBased
        hammer game......top grafik und geniales gameplay...ist durchweg spannend und mal was anders als das shooter einerlei ala cod usw....in den laden oder per steam kaufen...total empfehlenswert!!!!!!
      • Von SphinxBased
        hammer game......top grafik und geniales gameplay...ist durchweg spannend und mal was anders als das shooter einerlei ala cod usw....in den laden oder per steam kaufen...total empfehlenswert!!!!!!
      • Von GinaMaria80 Schraubenverwechsler(in)
        Sieht auf jeden Fall mal nach einer netten Abwecheslung aus.
      • Von Der_Hutmacher Software-Overclocker(in)
        Also ich finds gut, obwohl ich Anfangs auch etwas vom Low Budget Preis abgeschreckt war. Natürlich hätte ich gerne wieder ein "richtiges" CoJ mit dem Umfang vom 1er gesehen aber so ist das nach dem letzten Fail wieder ein Schritt in die richtige Richtung.
      • Von simpel1970 Lötkolbengott/-göttin
        Ein sehr unterhaltsames Western Spiel für den kleinen Hunger zwischendurch. Für den Preis ein leckerer Happen.
      • Von BmwM3 Freizeitschrauber(in)
        es gibt ne Demo: Free Demos
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