GTA 6 mit KI selbst entwickeln: Solo-Entwickler will nicht auf Rockstar warten
Ein Solo-Entwickler hat ein ehrgeiziges Ziel: Er möchte einen GTA-6-Klon mithilfe verschiedener KI-Agenten und der Hilfe der Community entwickeln und noch vor dem offiziellen Release fertigstellen.
Die Wartezeit auf GTA 6 ist für viele wartende Fans schier unendlich. Ein Solo-Entwickler hat nun ein unkonventionelles Projekt gestartet: Er versucht mit Künstlicher Intelligenz sein eigenes Open-World-Spiel im Stil des kommenden Gangster-Epos von Rockstar Games zu programmieren. Fertigstellen möchte er sein GT-Caliber getauftes Projekt, bevor die offizielle Version voraussichtlich am 19. November 2026 auf den Markt kommen soll.
Bei dem Entwickler handelt es sich um Ziwen Xu. Auf der Plattform X dokumentiert er seine Arbeit seit dem Start am 10. Juni 2026 und zeigt stetig neue Videos, auf Github ist er ebenfalls aktiv. Der Entwicklungsprozess basiert dabei maßgeblich auf dem sogenannten Vibe Coding, bei dem Programmierung durch den kontinuierlichen Einsatz von KI-Agenten gesteuert wird.
Ziwen Xu nutzt laut eigener Aussage primär das KI-Modell Claude Max für das Schreiben, Testen und schrittweise Optimieren des Codes in Echtzeit. Die Community gibt unterdessen Feedback und Feature-Wünsche an ihn weiter. Freiwillige unterstützen das Projekt in Bereichen wie 3D-Modellierung, Leveldesign, Musik und der Erstellung der Geschichte.
Trotz des insgesamt eher chaotischen Projekts konnten in den ersten Tagen schnelle Fortschritte erzielt werden: Die KI implementierte bereits Fußgänger (NPCs), fahrbare Autos, Verkehrsregeln, Kollisionssysteme, Waffen, ein benutzbares In-Game-Smartphone sowie ein funktionsfähiges Hauptmenü mit Intro-Videosequenz. Dabei kam es jedoch ebenso zu Fehlern: Die KI generierte etwa fälschlicherweise Wolkenkratzer im Stil von Los Angeles anstelle der für das Setting vorgesehenen Florida-Umgebung.
Nach anfänglicher Nutzung der Godot-Engine wechselte das Projekt am siebten Tag nach Anregung der Community zur Unreal Engine. Ob das ambitionierte KI-Projekt am Ende ein vollwertiges Spiel hervorbringt, bleibt abzuwarten. Es dient jedoch bereits jetzt als praxisnahe Demonstration für das mögliche Tempo und die Möglichkeiten automatisierter, KI-gestützter Spieleentwicklung im Open-World-Spiele-Sektor.
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Quelle: Ziwen, via X (via Tweak Town)
