Call of Duty Modern Warfare 3 im Test: Radeon-Dominanz trifft auf Nvidias Frame Generation

Nach dem Reboot der Modern-Warfare-Reihe 2019 und dem Nachfolger vergangenes Jahr warten Captain Price und Co. auch 2023 mit bleihaltigen Abenteuern auf. In Modern Warfare 3 geht es gegen terroristische Finsterlinge der Vergangenheit. Wir öffnen die PCGH-Arsenale, rüsten uns mit Hardware verschiedensten Kalibers und stürzen mit Messwerkzeug zwischen den Zähnen ins Benchmark-Gefecht.

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Call of Duty Modern Warfare 3 im Test: Radeon-Dominanz trifft auf Nvidias Frame Generation
Quelle: PC Games Hardware

Die richtige Hardware für Call of Duty Warzone und Modern Warfare 3: PCGH hat zahlreiche Grafikkarten- und Prozessor-Benchmarks durchgeführt, um zu klären, mit welchen GPUs und CPUs flüssiges Ballern möglich ist. Das offiziell seit dem 10. November erhältliche Call of Duty Modern Warfare 3 ist erneut eine Zusammenarbeit mehrerer Activision-Studios und bietet unter anderem eine neue Singleplayer-Kampagne, dieses Mal entwickelt von Sledgehammer Games. Die Story greift die Geschichte der von Infinity Ward geschaffenen Vorgänger auf, bietet allerdings mit einem neuen, altbekannten Bösewicht einen frischen Ansatz, Vorkenntnisse sind also nicht wirklich erforderlich.

Neben einem von Raven Software beigesteuerten Multiplayer samt einer Neuauflage beliebter Karten bietet Call of Duty Modern Warfare 3 außerdem einen von Treyarch beigesteuerten Zombie-Modus, zum ersten Mal in der Geschichte von Modern Warfare. Besitzer der Vault-Edition (Kostenpunkt 99,99 Euro) können bereits seit dem 2. November in die Kampagne ziehen. Die reguläre Edition respektive Modern-Warfare-3-Kampagne ist für 69,99 Euro erhältlich. Falls Sie bereits in Modern Warfare 2 Zeit und/oder Geld in Skins und Operatoren investiert haben, können Sie diese für Modern Warfare 3 übernehmen.

Um die Entstehungsgeschichte von Call of Duty Modern Warfare 3 drehen sich diverse Gerüchte und Kontroversen. Im Kern geht es um einen Beitrag des weltbekannten Medien-Journalisten Jason Schreier respektive um Gerüchte, dass ein vollwertiges, voll bepreistes Call of Duty erst im Jahr 2024 erscheinen sollte. Für 2023 war demnach lediglich ein Add-on beziehungsweise eine Erweiterung für Call of Duty Modern Warfare 2 geplant. Es gibt Berichte für und wider diese These, auf die wir an dieser Stelle mangels stichhaltiger Informationen nicht weiter eingehen werden. Wie dem auch sei: Call of Duty Modern Warfare 3 wird als Vollpreis-Produkt gehandelt, es sollte demnach auch wie ein solches bewertet werden.

Neben dem Frühzugang enthält die 100 Euro kostende Vault-Edition von Call of Duty MW3 auch den Battlepass. Die Inhalte sind auf Warzone übertragbar. Der Pass lässt sich allerdings nochmals für 29.99 Euro upgraden, was wir durch die extrem prominente Platzierung des Shops erfahren haben: Um ein Haar hätten wir den Inhalt versehentlich erworben ... Quelle: PC Games Hardware Neben dem Frühzugang enthält die 100 Euro kostende Vault-Edition von Call of Duty MW3 auch den Battlepass. Die Inhalte sind auf Warzone übertragbar. Der Pass lässt sich allerdings nochmals für 29.99 Euro upgraden, was wir durch die extrem prominente Platzierung des Shops erfahren haben: Um ein Haar hätten wir den Inhalt versehentlich erworben ... In CoD Modern Warfare 3 (2023) erleben Sie das Geschehen aus dem Blickwinkel mehrerer Serien-Veteranen, liebgewonnene Mitstreiter aus früheren Teilen sind wieder mit an Bord. Modern Warfare spielt sich gewohnt zackig, das Gunplay ist flott, unkompliziert und befriedigend. Die Geschichte der Kampagne samt eingestreuter Flashbacks und Perspektivwechsel führt Sie um die halbe Welt und in aus vorherigen MW-Teilen bekannte, fiktive Gebiete wie Verdansk oder Urzikstan. Trotz vieler Gemeinsamkeiten zu den Vorgängern spielt sich die Kampagne allerdings zu weiten Teilen anders als frühere Call-of-Duty-Titel: Zwischen die bekannten, linear gestalteten und aufwendig inszenierten Missionen streut das neue Modern Warfare 3 relativ offen gestaltete "Sandbox"-Level, die stark an Warzone-Karten mit KI-Gegnern erinnern. Diese Art der Kampagnen- und Missionsgestaltung stößt nicht überall auf Gegenliebe, der Grundtenor zur Modern-Warfare-3-Kampagne ist verheerend. So mancher PCGH-Redakteur hatte jedoch viel Spaß mit dem neuen Ansatz, denn die offene Gestaltung bringt eine spielerische Freiheit, die man so nicht von Call of Duty kennt. So lassen sich Gegner entweder klassisch frontal angreifen, alternativ flankieren Sie die Bösewichte, fahren sie mit einem herumstehenden Vehikel über den Haufen, beharken sie aus sicheren Entfernung mit einem Scharfschützengewehr oder einer Drohne - die Möglichkeiten sind klasse, nur eben nicht klassisch Call of Duty. Wenn Sie mehr zum Gameplay erfahren möchten, legen wir Ihnen den Test unseres Schwestermagazins PC Games ans Herz.

Call of Duty Modern Warfare 3 - Grafik und Performance

Wir wollen stattdessen Technik und Performance ins Fadenkreuz nehmen. Das Call of Duty Modern Warfare 3 von 2023 nutzt die IW-Engine 9, die erstmals für den Modern-Warfare-Reboot im Jahre 2019 und auch im direkten Nachfolger zum Einsatz kam. Technisch hat sich nicht viel getan, einzig beim Support bestimmter Features unterscheiden sich die Teile. So gab es in Modern Warfare 2019 erstmals Support für Raytracing-Schatten und DLSS-Upsampling. Modern Warfare 2 verzichtete auf die kostspielige Strahlenpracht, bot dafür zusätzlichen Support für FSR 1 und Intels XeSS. In Modern Warfare 3 ist die große technische Neuerung der Support für Nvidias Frame Generation (DLSS 3.0), das wir uns selbstverständlich angesehen haben. Die Systemanforderungen sind mit jenen der Vorgänger identisch, allzu viel technischer Fortschritt ist demnach nicht zu erwarten:

  Modern Warfare (2019) Modern Warfare 2 (2022) Modern Warfare 3 (2023)
Minimal      
Windows Windows 10 x64 Windows 10 x64 Windows 10 x64
CPU Intel Core i3-6100 / Core i5-2500K oder AMD Ryzen 3 1200 Intel Core i3-6100 / Core i5-2500K oder AMD Ryzen 3 1200 Intel Core i3-6100 / Core i5-2500K oder AMD Ryzen 3 1200
RAM 8 GiByte RAM 8 GiByte RAM 8 GiByte RAM
Grafikkarte Nvidia Geforce GTX 960 oder AMD Radeon 470 Nvidia Geforce GTX 960 oder AMD Radeon 470 Nvidia Geforce GTX 960 oder AMD Radeon 470
Festplatte 125 GiByte verfügbarer Speicherplatz 125 GiByte verfügbarer Speicherplatz 125 GiByte verfügbarer Speicherplatz
API Direct X 12 Direct X 12 Direct X 12
       
Empfohlen      
Windows Windows 10 oder 11 x64 Windows 10 oder 11 x64 Windows 10 oder 11 x64
CPU Intel Core i5-6600K / Core i7-4770 oder Ryzen 5 1400 Intel Core i5-6600K / Core i7-4770 oder Ryzen 5 1400 Intel Core i5-6600K / Core i7-4770 oder Ryzen 5 1400
RAM 12 GiByte RAM 12 GiByte RAM 12 GiByte RAM
Grafikkarte Nvidia Geforce GTX 1060 oder AMD Radeon RX 580 Nvidia Geforce GTX 1060 oder AMD Radeon RX 580 Nvidia Geforce GTX 1060 oder AMD Radeon RX 580 oder Intel Arc A770
Festplatte 125 GiByte verfügbarer Speicherplatz 125 GiByte verfügbarer Speicherplatz 125 GiByte verfügbarer Speicherplatz
API Direct X 12 Direct X 12 Direct X 12

Beim Spielstart empfängt Sie die aus Modern Warfare 2 bekannte Nutzeroberfläche inklusive des konkurrenzlos umfangreichen Optionsmenüs. Hier können Sie nicht nur die üblichen Grafik-Optionen tunen, DLSS und Co. zuschalten oder das Bild nachschärfen. Sie können außerdem Steuerung, Field-of-View (FoV) und Interface anpassen, Effekte wie Filmkörnung und Bewegungsunschärfe konfigurieren oder die Multiplayer-Settings verändern, denn diese gelten nun sowohl für Modern Warfare 3 als auch den Vorgänger sowie Warzone.

Grafisch bietet Modern Warfare 3 (2023) die seit 2019 gewohnte Qualität - abzüglich der Raytracing-Schatten. Wie schon in den Vorgängern sind insbesondere die Gesichter der Protagonisten und ihrer Widersacher besonders eindrücklich gestaltet, die digitalisierten Schauspieler agieren sehr überzeugend und zeigen eine Vielzahl feiner Details und Animationen. Leider kommt dieser wirklich ansehnliche Aspekt der grafischen Präsentation oftmals nur in den vorgerenderten und krümelig komprimierten Zwischensequenzen zum Tragen, schicke Echtzeit-Sequenzen sind in Modern Warfare 3 dünn gesät.

Bei der Präsentation der Umgebungen sowie der Charakteranimationen ergibt sich ein zwiespältiges Bild. In den linearen Missionen, die sich an früheren Serienteilen orientieren, sind diese auf gewohnt hohem Niveau. In den offenen, an Warzone erinnernden "Open Combat Missions" fällt die grafische Präsentation allerdings stark ab. Die Charaktere bewegen sich nicht wie gewohnt geschmeidig und aufwendig animiert durch die Umgebungen, sondern tendenziell ruckartig durch die offenen Gebiete. Hier fällt außerdem die Asset-Qualität nochmals merklich niedriger aus als in den serientypisch engen, aber dafür detaillierten Korridoren. Textur-Auflösung und Detailgrad wirken generell etwas in die Jahre gekommen, oft sind matschige oder von starken Kompressionsartefakten verunzierte Pixeltapeten zu beklagen.

Schmerzlich vermisst haben wir die großen, explosiven Set-Pieces, für die Call of Duty berühmt ist. Hier und dort schimmert ein wenig des früheren Bombasts durch: Wenn wir etwa in einem Fußballstadion auf Terroristenjagd gehen und Horden von Fans in ihren farbigen Trikots panisch durcheinander laufen, so fühlt man sich dunkel an Modern Warfare 2 und die damals schockierende Mission "No Russian" erinnert. Dieser Einsatz endet jedoch so abrupt und unspektakulär, dass man sich fragt, ob den Entwicklern das Geld für Explosionen ausgegangen ist - oder schlicht die Entwicklungszeit zu knapp ausfiel. Es gibt einige interessante Schleich- und Infiltrierungsansätze, die optisch und spielerisch ein wenig Spannung aufkommen lassen, allerdings ist die KI mit den großen, offenen Gebieten überfordert, steht oft dumpf in der Gegend herum oder scheint von kollektiver Blind- und Taubheit gezeichnet. Kommen wir nun zur Performance, denn hier gibt es hauptsächlich Gutes zu berichten.

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  1. Seite 1 Übersicht und Technik
  2. Seite 2 Benchmarks
  3. Seite 3 Fazit
    • Kommentare (56)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von V3CT0R PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Cleriker
        Deinstalliert weil oben Werbung für den neusten Teil eingeblendet wurde und das Spiel einmal neustartet? Krass!

        Wie gehst du erst ab, wenn du im Spiel mal getroffen wirst???
        Hat doch nichts miteinander zu tun.

        Aber kanns doch nicht sein, dass ich MW3 starten soll obwohl ich das gar nicht besitze.
      • Von V3CT0R PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Cleriker
        Deinstalliert weil oben Werbung für den neusten Teil eingeblendet wurde und das Spiel einmal neustartet? Krass!

        Wie gehst du erst ab, wenn du im Spiel mal getroffen wirst???
        Hat doch nichts miteinander zu tun.

        Aber kanns doch nicht sein, dass ich MW3 starten soll obwohl ich das gar nicht besitze.
      • Von regginblack PC-Selbstbauer(in)
        Glaube du verwechselst mich? Ich habe kein cod gekauft seit Cod 3. Das ist schon lange her. Warzone mal probiert aber da Menü ist ja das selbe. [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Bin kein Shooter Typ.

        Klang halt wie eine verteidigung einer der frechsten versuche in jüngster Zeit was spiele betrifft. Viel dreister als Activison/blizzard ist ja kaum wer.
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von regginblack
        es reicht nicht das es ein 70€ dlc ist und quasi kein eigenständiges spiel nein es wird sogar verteidigt das es werbung gibt darin. nicht zu vergessen diese menüs in modernen cods ist rotze selten so eine scheiss gesehen.

        also wegen typen wie [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] geht das locker durch. dann viel spaß bei mw 4 dem nächsten vollpreis dlc mit werbung
        Oder aber... du bleibst mal bei dem was du selbst geschrieben hast. Nämlich dass du CoD:MW2 deinstalliert hast, ausschließlich deshalb, weil es Werbung für MW3 angezeigt und neu gestartet hat.

        Der Umfang von MW3 war da nicht drin. Mir ist übrigens kein Store bekannt bei dem du weniger Werbung siehst auf dem Weg MW2 überhaupt zu erwerben. DAS ging aber scheinbar. Deshalb meine Verwunderung.

        Was deine Theorie betrifft: Nö. Ich hab keins der "neuen" MW"s.
      • Von RX480 Lötkolbengott/-göttin
        Bei Konsolenports würde ich mir wünschen, das auch zusätzlich das "Originalpreset" auswählbar ist.
        Da hätte man ganz einfach den Vgl. zw. PS5 und XboxX vs. RX6600.

        Könnte mir vorstellen das Sony mit eigener API+Betriebsystem deutlich besser auf die Hardware optimiert ist.
        (bei nem PC-Port gehen dann u.U. einige dieser speziellen Eigenschaften verloren, falls nicht@VLK noch erhalten)

        btw.
        Generell bleibt die Frage, ob bei nem PC-Port dann schon ausreichend für DoubleIssue optimiert wird, oder
        einfach nur die "alte" RDNA2-Wavefront läuft, wo dann ne RX7800xt schlechter aussieht als ne RX6800xt.
        Da könnte sich nach m.E. AMD gerne nochmal zur Anwendung/Implementierung von OREO etc. äußern.

        Evtl. kommt ja 2024 ne PS5-Pro mit RDNA4@4nm+GDDR7 und Optimierung auf DoubleIssue, = nice to have.
      • Von Gurdi Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von blautemple
        Ahhh, deswegen sind die AMD Karten auch in jedem Konsolen Port schneller als das Nvidia Pendant.

        Ist klar
        Tatsächlich hat das keinerlei Bedeutung, wo man wieder sieht wie viel so Dinge wie Treiber, API und Betriebssystem auch heute noch ausmachen.
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