Call of Duty Ghosts: 14 Grafikkarten im Benchmark-Test [Artikel des Monats November 2013]
Als das erste "Next Gen"-Call-of-Duty stellt sich Ghosts mit kräftig aufgebohrter 64-Bit-only-Engine, sinnvoll eingesetzter Tessellation, HBAO Plus, schicken Licht- sowie aufwendigen Partikel-Effekten und einem klasse animierten vierbeinigen Begleiter dem Technik-Check. 14 Direct-X-11-Grafikkarten versuchen sich an dem Grafik-Spektakel.
Anmerkung: Dieser Artikel hat im November 2013 die meisten Seitenaufrufe bei unseren Usern gehabt und war entsprechend extrem populär. Aus diesem Grund veröffentlichen wir ihn heute erneut - vielleicht finden Sie den Artikel ja heute ebenfalls spannend.
Quelle: Nvidia
Call of Duty: Ghosts - Aufmacher
Call of Duty: Ghosts bringt einige Neuerungen ins Spiel: Dieses Mal wird Amerika nicht von Terroristen oder dem ehemaligen kommunistischen Block angegriffen, sondern von den fiesen Gauchos aus Südamerika. Dabei erzählt Ghosts eine action-geladene Familiengeschichte um zwei Brüder und ihren Vater. Die Inszenierung ist gewohnt gelungen, ruppige Gefechte wechseln sich mit spannenden, wenn auch anspruchslosen Schleichpassagen ab, in denen wir auch stellenweise die Kontrolle über unseren vierbeinigen Gefährten Riley übernehmen können. Die Addition von dem Deutschen Schäferhund in das Spiel war eine sehr gute Idee und ist blendend umgesetzt: Riley bewegt sich meist sehr geschmeidig durch die überwachsenen Häuserruinen, bleibt stehen um zu schnüffeln und erklimmt mit Behändigkeit überraschend lebensecht verschiedene Hindernisse. Selbst auf Hundebesitzer wirkt das Verhalten beeindruckend realistisch.
Call of Duty: Ghosts - Die Technik
Doch auch bei der Technik hat sich so einiges getan. Die Engine setzt nun zwingend ein 64-Bit-Windows voraus, ebenso eine Direct-X-11 fähige Grafikkarte. Im Gegensatz zu Black Ops 2 sieht man Ghosts aber auch an, dass die Engine moderne Features unterstützt: Gerade Tessellation und HBAO+ werten die Optik deutlich auf. Neben Tessellierung sind viele Oberflächen auch mit Parallax-Occlusion-Mapping versehen und wirken dadurch sehr plastisch. Leider sind die Texturen nicht übermäßig hoch aufgelöst, hier und da gibt es außerdem kräftige Qualitäts-Ausrutscher nach unten, die wir in einem aktuellen Blockbuster-Spiel eigentlich nicht mehr sehen wollen. Auch die Explosions- und Blend-Effekte sehen bei der Konkurrenz (namentlich Battlefield 4) deutlich besser aus. Doch das Gesamtbild ist durchaus sehr ansprechend, besonders die Beleuchtung, Partikel- und Physik-Effekte konnten einen großen Schritt nach vorne machen. Zudem haben die Level-Designer auch dank des fiktiven Szenarios einige sehr überzeugende Kulissen schaffen können.
Das Grafikmenu ist recht umfangreich, einige Optionen wie Schatten und Terrain-Details können allerdings nur ein- oder ausgeschaltet werden. Eine Option für GPU-PhysX gibt es übrigens nicht, das APEX-Modul Turbulence läuft momentan über die CPU. Ein GPU-PhysX-Patch wird aber in Kürze nachgereicht, inklusive dem neuen Fur-Modul, durch das der Schäferhund ein animiertes Fell erhalten wird. Die Partikeleffekte sind aber dennoch ansehnlich in Szene gesetzt. HBAO+ und TXAA sind dagegen implementiert und bringen durchaus grafische Vorteile. TXAA glättet das Bild sehr effektiv, läuft aber nur auf Nvidia-Karten. Man kann die Option zwar auch mit einer AMD-Grafikkarte aktivieren, der temporale Aspekt der Glättung wird aber nicht verwendet, nur Multisampling kommt zum Einsatz. HBAO+ funktioniert dagegen auch mit einer Radeon-GPU. Neben Nvidias Temporal-AA stehen auch FXAA, SMAA und MSAA als Kantenglättungsmodi zur Verfügung.
Call of Duty: Ghosts - Die Benchmarks
Was die neue Grafikpracht kostet, testen wir mit 14 Grafikkarten, darunter auch die neuen AMD-Karten Radeon R9 290 und 290X. Dazu laden wir unsere Benchmark-Szene "Ruined City". Dort stehen wir in einem großräumigen Außenbereich, Vegetation und von einem Hubschrauber aufgewirbelter Staub bringen neben einem Haufen Gegnern die Grafikkarten zum Schwitzen. Auf unserer Position stehen wir relativ sicher, die meisten KI-Gegner erfassen uns aufgrund der Entfernung nicht. Zudem ist die Szene ein typisches Abbild des Gameplays und ist gut reproduzierbar. Wir messen mit vollen Details und aktivierter, vierfacher Multisampling-Kantenglättung.Wie immer fixieren wir Geforce-Grafikkarten mit Kepler-Architektur auf einen festen GPU-Boost-Takt, welcher dem von Nvidia angegebenen "typischen Boost bei typischen ASICs" entspricht. So läuft die GTX Titan mit 876 MHz, die GTX 780 mit 902 MHz, die GTX 770 mit 1.084 MHz, die GTX 760 und GTX 660 mit 1.033 MHz und die GTX 670 mit 980 MHz. Herstellerdesigns, insbesondere mit werkseitiger Übertaktung, laufen gewöhnlich mit höheren Taktraten. Für die Radeon R9 290X im Quiet-Modus haben wir einen Durchschnittstakt von 860 MHz ermittelt.
Wollen Sie ihr eigenes System testen, finden Sie den passenden Spielstand (im Anhang). Öffnen Sie den Ordner Ihr Steamordner/common/Call of Duty Ghosts/players2/ und sichern Sie Ihren Spielstand! Entpacken Sie dann den Inhalt des Archivs in diesen Ordner. Nun können Sie das Spiel fortsetzen und gelangen zu unserer Benchmarkszene. Stellen Sie die Benchmark-Funktion von Fraps auf 20 Sekunden und positionieren Sie sich wie im Video gezeigt. Lassen Sie zunächst einen wertungsfreien Benchmark durchlaufen, um sicherzugehen, dass die benötigten Streaming-Prozesse abgefertigt wurden. Laden Sie den Spielstand für den nächsten Anlauf erneut, nach drei Messungen ermitteln Sie den Schnitt.
Durch die neuen Effekte und die erweiterte Engine sind die Systemanforderungen gegenüber den Vorgängern etwas gestiegen. Trotzdem ist flüssiges Spielen auch mit einer Mittelklasse-Grafikkarte möglich. Radeon-Karten performen dabei unter Erwartungen. Die Karte sollte aber mit 2 GiB Videospeicher ausgerüstet sein, ansonsten gibt es häufige Nachladeruckler. Warum Call of Duty: Ghosts bei der Installation 66 Gigabyte Speicherplatz verlangt, wenn auf der Festplatte nur knapp 30 Gigabyte belegt werden, ist dagegen ungewiss. Den Großteil des Platzes nehmen übrigens die Texturen ein, die kurzen Video-Schnipsel in Full HD sind kaum der Rede wert. Die Forderung nach 6 Gigabyte Arbeitsspeicher erscheint auch etwas seltsam, ein Blick in den Taskmanager verrät, dass das Spiel nur etwa 2 GiB belegt, per "RamFix" läuft das Spiel auch mit nur 4 GiB.Call of Duty: Ghosts ist seit dem 05.11. erhältlich, zum Beispiel hier:
Was halten Sie von Call of Duty: Ghosts, der aufgebohrten Engine und den recht hohen empfohlenen Systemanforderungen? Die Beleuchtung ist hübsch, das Leveldesign schlauchig, aber ansprechend gestaltet. Hinzu kommt unser vierbeiniger Freund, der ein nettes neues Element in die konservative Shooter-Reihe bringt. Ist Call of Duty: Ghosts damit gut genug aufgestellt, um gegen ein Battlefield 4 zu bestehen? Nutzen Sie unsere Kommentarfunktion. Zum Abschluss haben wir noch einige Screenshots mit besonders augenfälligen Details für Sie.



Die GTX 780 Ti wurde erst am 07. November veröffentlicht.
PS: Mit den Video Sound Aussetzer hab ich auch.
Das was das menü an Optionen vorgibt. MSAA (die anderen Modi kenn ich nisch so) und ja VSync ist an. ... Nichts ür ungut, man sollte den Tests bei PCGH und co nicht so viel beachtung schenken.
Demnach müssten alle 2012/2013 games bei mir mit 20-30 FPS laufen. Könnte es sein das bei euch zuviele Hintergrund Tasks aktiv sind.
Toll sind ja auch diese Tuning Tools die im Hintergrund den Speicher automatisch aufräumen
http://extreme.pcgameshar...
Was ist da passiert. Das LOD auf +10 geschoben und dann Bilder gemacht um zu sagen das sieht schlecht aus?
So sah die Texture Auflösung bei mir überhaupt nicht aus... haben wir alle das gleiche Ghosts
Der Speicher füllt sich bei mir auch zu 70% (hab 8gb drin). Und.. banane. Viele Prollen doch eh durch die Foren mit ihren 16gb in der SIG und nun wird gemeckert wenn ein game mal ein paar GB mehr schlucken.
...Man sollte PNGs statt JPGs nutzen ...
...Wie hast du es geschafft, TXAA auf einer AMD-Grafikkarte zum laufen zu bringen?...
...Oha, interessant. Hab's gestern auf ner HD 7970 GE laufen gehabt und bin sicher, die Option gab's nicht ... vll werde ich aber auch einfach nur alt...
Sag mal Marc, ich lese da ein wenig Frust heraus...Diese Besserwisserische Art hat mich schon zu PCGH Zeiten genervt - egal ob man´s drauf hat oder nicht, ein respektvoller Umgangston zeugt von Größe und sollte gerade in deiner Ex-Position eine Selbstverständlichkeit darstellen.
Kommt der Frust daher das du nicht anständig verabschiedet (man könnte meinen viele seien nicht unglücklich darüber), gegangen wurdest oder deine Videoblogs im Gegensatz zu Phil´s einfach unsympathisch und unnatürlich rüber kommen?