Battlefield 4 und Call of Duty: Ghosts im Spielbarkeitscheck: Taugt der Multiplayer nach den Update-Orgien?

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Die beiden großen Ego-Shooter des Jahres 2013 hatten diverse Startprobleme. Zahlreiche Bugs und hohe Systemanforderungen machten vielen Spielern den Spaß zunichte. Beide Entwickler haben diverse Patches nachgeschoben und möchten die Situation damit verbessern. Wir prüfen wie es mit der Spielbarkeit der beiden Titel steht.

Spieler aller Systeme, egal ob PC oder Konsole haben einen heißen Herbst hinter sich und dürfen sich auf einen ebenso heißen Winter einstellen. Auf dem Spielemarkt ist viel geboten zur Zeit: Die neue Konsolengeneration kommt auf den Markt und wie üblich veröffentlichen alle großen Publisher ihre potentiellen Hits in der Zeit vor Weihnachten. Eingeläutet wurde diese spannende Zeit von den zwei wichtigsten Ego-Shooter-Serien: Battlefield und Call of Duty.

Im Hinblick auf die neue Konsolengeneration haben die Jungs von Infinity Ward die Grafikengine von Call of Duty stark überarbeitet um ein entsprechendes Effektfeuerwerk zelebrieren zu können. Obwohl Ghosts durchaus schöne Bilder auf den Bildschirm zaubert, merkt man der Engine weiterhin an, dass sie bereits einige Jahre auf dem Buckel hat. Insbesondere die Texturen wirken an vielen stellen blass und wenig detailliert. Ganz anders bei Battlefield 4: Bereits der Vorgänger sah sehr gut aus, beim Nachfolger hat DICE nochmal eine Schippe drauf gelegt. Am deutlichsten stechen die neuen Beleuchtungseffekte sowie die verbesserte Wasserdarstellung heraus, die sogar fortgeschrittene Kaustiken miteinberechnet.

Schon kurz nach der Veröffentlichung war klar, dass die mit rund sechs Stunden Spielzeit sehr kurzen Einzelspieler-Kampagnen der beiden Spiele nur wenig mehr als ein Vorgeplänkel zu den heimlichen Stars der Titel darstellt: Dem Mehrspieler-Modus. Umso größer war die Enttäuschung als sich ebenso schnell herausstellte, dass ausgerechnet der Multiplayer-Part in beiden Games mit argen Problemen und Unzulänglichkeiten zu kämpfen hat.

Battlefield 4 und Call of Duty: Ghosts im Spielbarkeitscheck (2) Quelle: DICE Battlefield 4 und Call of Duty: Ghosts im Spielbarkeitscheck (2) Lags, Verbindungsprobleme, fehlerhafte Hitboxen und Spielabstürze waren in den ersten Tagen nach der Veröffentlichung an der Tagesordnung. Bei Battlefield 4 störten vor allem die Situationen in denen man sich sicher hinter einer Deckung wähnte, aber dennoch tödliche Treffer kassierte ohne je selbst den feindlichen Schützen vor die virtuelle Flinte zu bekommen. Der Unmut in den Foren ging gar soweit, dass einige Spieler Battlefield 4 als die "größte Fehlinvestition des Jahres 2013" bezeichneten.

Aber auch bei Call of Duty: Ghosts war die Situation keineswegs besser: Viele Spieler berichten, dass es ihnen gar nicht erst möglich sei den Online-Modus zu betreten, obwohl die offizielle Webseite anzeigte, dass alle Services einwandfrei funktionieren. Im Spiel selbst kam es dann zudem häufig zu Spielunterbrechungen, weil die Sitzung auf einen neuen Host migriert werden musste, eine Tücke des bereits aus Modern Warfare 2 bekannten Lobby-Systems. Hinzukommende Lags und Verbindungsabbrüche seien hier gar nicht erst erwähnt.

Seit der Veröffentlichung von Battlefield 4 und Call of Duty: Ghosts sind zum Zeitpunkt an dem diese Zeilen verfasst wurden, bereits mehr als zwei Wochen ins Land gegangen. Sowohl Activision als auch DICE haben in der Zwischenzeit mehrere Patches veröffentlicht, welche die Spielbarkeit besonders im Multiplayer deutlich verbessern sollen. Um das zu prüfen haben wir uns auf die Server gewagt und getestet ob das auch stimmt. Im Video können Sie unsere Spielerfahrung am Besten nachvollziehen.

Battlefield 4 und Call of Duty: Ghosts im Spielbarkeitscheck (17) Quelle: Activision Battlefield 4 und Call of Duty: Ghosts im Spielbarkeitscheck (17) Zunächst haben wir uns in den Mehrspieler-Teil von Call of Duty: Ghosts gestürzt. Gleich zu Beginn werden wir positiv überrascht: Die Online-Services stehen sofort zur Verfügung und obwohl wir Vormittags spielen finden sich schnell ausreichend Mitspieler. Als Spielmodus wählen wir unter anderem Hardcore-Team-Deathmatch. Bis auf wenige, kleinere Lags war das Spielerlebnis zufriedenstellend. Verbindungsabbrüche oder Host-Migrationen traten zu keinem Zeitpunkt auf. Allerdings muss gesagt werden, dass einige Spieler immer noch über Probleme bei der Verbindung zum eigentlichen Call-of-Duty-Netzwerk klagen.

Bei Battlefield 4 haben wir mehrere Spielmodi ausprobiert, unter anderem Rush und Team-Deathmatch. Auch hier haben wir im Gegensatz zu früheren Versionen keine Verbindungsabbrüche oder gar Spielabstürze erlebt. Einige merkwürdige Kills in denen nicht klar ersichtlich war, wie uns der Gegner erspäht hat, kamen aber immer noch vor. Auch vor Lags ist man weiterhin nicht gefeit, insbesondere bei Internetverbindungen mit geringer Bandbreite. Alles in allem ist aber auch bei Battlefield 4 die Spielbarkeit gefühlt besser geworden.

Bitte bedenken Sie, dass unser Spieleindruck subjektiver Natur ist und nicht stellvertretend für alle Spieler gelten kann. Dazu ist die Zahl an Variablen zu hoch: Internetverbindung, Server, eigene Hardware, Tageszeit und noch vieles weitere mehr haben einen Einfluß auf die Performance und das Spielerlebnis. Insgesamt haben wir aber den Eindruck bekommen, dass sich die Situation seit Release verbessert hat. Teilen Sie uns Ihre Erfahrungen in den Kommentaren mit.

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    • Kommentare (62)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von semimasta
        Zitat von Birdy84
        Das mit den Lag-Hitboxen ziehts sich ja durch bis zu BF4, wird sich wohl auch nicht ändern...
        Und das die Kugeln aus dem Kopf des Schützen kommen...

        Ich finde der Fortschritt geht da in die falsche Richtung.
        Alleine wenn ich sehe das Kollegen ruhig dastehen, aber ihre Charaktermodelle irgendwelche Bewegungen
        machen müssen (hin und hergucken, z.B.)... Kotzt mich halt echt an...Hitboxen haben halt nix mit dem zu tun
        was man am Bildschirm sieht, traurig aber wahr.

        Cya Yakup
      • Von semimasta
        Zitat von Birdy84
        Das mit den Lag-Hitboxen ziehts sich ja durch bis zu BF4, wird sich wohl auch nicht ändern...
        Und das die Kugeln aus dem Kopf des Schützen kommen...

        Ich finde der Fortschritt geht da in die falsche Richtung.
        Alleine wenn ich sehe das Kollegen ruhig dastehen, aber ihre Charaktermodelle irgendwelche Bewegungen
        machen müssen (hin und hergucken, z.B.)... Kotzt mich halt echt an...Hitboxen haben halt nix mit dem zu tun
        was man am Bildschirm sieht, traurig aber wahr.

        Cya Yakup
      • Von Birdy84 Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Turican
        Bis Bad Company2 hatten wir immer serverseitigen Netcode,der war Top und alle waren zufrieden
        Nicht immer: BC2 R9 hitbox test - YouTube
      • Von Turican Freizeitschrauber(in)
        Zitat von BigBubby
        Serverseitig kannst du einen Shooter nicht machen. Da sind die Latenzen zu groß.
        Das muss Clientseitig. Funktioniert ja eigentlich auch ganz gut.

        .
        Bis Bad Company2 hatten wir immer serverseitigen Netcode,der war Top und alle waren zufrieden
      • Von BigBubby Lötkolbengott/-göttin
        Serverseitig kannst du einen Shooter nicht machen. Da sind die Latenzen zu groß.
        Das muss Clientseitig. Funktioniert ja eigentlich auch ganz gut.

        Warum das für schnelle Shooter nicht geht, zeigt z.B. World of Tanks. Dort ist es Serverseitig und wenn man sich dort das Servercrosshair anschaut, dann weiß man, warum das bei schnellen Spielen nichts bringt.
      • Von Turican Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Hardwarelappen
        Ist der Netcode (spez. das Deckungsproblem) immer noch so im Arsch?

        Und dass wird auch so bleiben,bei BF3 ist es nach 2 Jahren auch noch so.

        Solang DICE auf den schlechten Clientseitigen und nicht auf Serverseitigen Netcode setzt.

        Zitat
        Im Allgemeinen kommt es mir auch bei Youtubern, die über BF4 berichten, so vor, als hätten die von EA einen Maulkorb bekommen.
        Logisch,sie werden von EA bezahlt,sie gehören zur Marketingmaschine.
      Direkt zum Diskussionsende
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