Clarkdale im CPU-Test - OC, Plattform und Fazit
Die neuen Clarkdale-CPUs mit Core i3 oder Core i5 im Test: Auf Bloomfield und Lynnfield folgt nun Clarkdale: Intel präsentiert eine neue Einsteiger-CPU. Was sie taugt, klärt PC Games Hardware im Test.
Quelle: http://www.intel.de
Clarkdale: Turbo-Modus
Clarkdale: Übertaktung
Die geringe Leistungsaufnahme kommt offenbar dem Taktpotenzial zugute. In einem kurzen OC-Test - ohne den automatisch übertaktenden Turbo-Modus - erreichte unser Clarkdale-Muster eine Taktfrequenz von mehr als vier GHz. Der Standardtakt unseres Testmusters betrug 3,46 GHz, der Chip wurde dabei knapp 56 Grad Celsius warm. In einem ersten Schritt konnten wir den Clarkdale mit 148 statt 133 MHz Referenztakt betreiben (3,85 GHz); die Leistung im Cinebench stieg um sechs Prozent, die Temperatur um drei Grad Celsius. Bei leicht erhöhter Spannung (1,250 Volt statt 1,175 Volt) waren schließlich auch bis zu 4,01 GHz stabil möglich (154 MHz Referenztakt). Die Cinebench-Leistung stieg um knapp neun Prozent, die Temperatur lag dann bei 63 °C.
Clarkdale: Die Plattform
Zusammen mit dem Clarkdale bietet Intel entsprechende Chips für Sockel-1156-Mainboards an: Bei H55, H57 und Q57 handelt es sich - wie bei dem bereits verfügbaren P55 - um Single-Chip-Modelle, von "Chipsätzen" aus North- und Southbridge kann man also nicht mehr sprechen. Die neuen Mainboard-Chips unterstützen neben Clarkdale-Modellen natürlich auch die bekannten Lynnfield-CPUs; umgekehrt laufen P55-Boards zudem mit Clarkdale-Prozessoren. Allerdings kann hier die integrierte Grafikeinheit nicht genutzt werden - das geht nur mit den neuen Chips H55, H57 oder Q57.
Quelle: http://www.intel.de
Clarkdale: Blockdiagramm mit Serie-5-"Chipsatz"
Der zweite wichtige Unterschied zum P55: Bei H55, H57 und Q57 können die PCI-Express-Lanes des in den Prozessor integrierten PCI-E-Controllers nicht mehr aufgeteilt werden. Es stehen also stets 16 Bahnen für eine Grafikkarte zur Verfügung. Auf P55-Boards ab etwa 120 Euro werden hingegen die PCI-E-Lanes des Prozessors per Switch unterteilt: Zwei Grafikkarten bekommen dann jeweils acht Lanes, wird nur eine Karte eingesetzt, stehen ihr 16 Bahnen zur Verfügung. Da die neuen Chips zusätzlich sechs (H55) bis acht (H57, Q57) PCI-Express-Lanes liefern, ist theoretisch der Einsatz von zwei Grafikkarten im SLI- oder Crossfire-Modus dennoch möglich, bisher sind allerdings noch keine Boards mit einem der neuen Chips und SLI- oder Crossfire-Unterstützung angekündigt. Ob sich die zusätzlichen Lanes von H55, H57 oder Q57 für eine Geforce als reine Physx-Karte eignen, muss ein Test zeigen. Mainboard-Chip und CPU sind nämlich nur über den vergleichsweise langsamen DMI-Standard miteinander verbunden.
Quelle: PC Games Hardware
Clarkdale im CPU-Test
Clarkdale: Preise und Fazit
Für die neuen Clarkdale-Modelle verlangt Intel zwischen 113 und 284 US-Dollar bei Abnahme von 1.000 Stück. Die Euro-Preise dürften zu Beginn auf ähnlichem Niveau liegen, werden erwartungsgemäß aber schnell in den Bereich von ca. 90 bis 240 Euro fallen. Für Spieler bleibt der rund 150 Euro teure Core i5-750 mit vier echten Kernen die weitaus bessere Wahl. Alternativ bieten die AMD-Prozessoren X4 965 und 975 ebenfalls mehr Leistung als jeder Clarkdale, sind aber noch etwas günstiger zu haben.
Natürlich ist der neue Core i3/i5 technisch gesehen ein Meilenstein: Kein anderer x86-Chip wird derzeit in 32-Nanometer-Technik gefertigt, kein anderer vereint CPU und GPU auf einem Substrat. In der Praxis bleibt dagegen zunächst wohl nur die Aufgabe, das Modellangebot für den Sockel 1156 nach unten hin abzurunden - dort gab es nämlich bislang nur Vierkern-Prozessoren, die mit mindestens 150 Euro zu Buche schlagen.
Hier eine Übersicht der neuen Clarkdale-CPUs im Geizhals-Preisvergleich:
• Intel Core i3-530, 2x 2.93GHz, boxed (BX80616I3530)
• Intel Core i3-540, 2x 3.06GHz, boxed (BX80616I3540)
• Intel Core i5-650, 2x 3.20GHz, boxed (BX80616I5650)
• Intel Core i5-660, 2x 3.33GHz, boxed (BX80616I5660)
• Intel Core i5-661, 2x 3.33GHz, boxed (BX80616I5661)
• Intel Core i5-670, 2x 3.46GHz, boxed (BX80616I5670)
Quelle: PC Games Hardware
Clarkdale-Test in PC Games Hardware 02/2010
Weitere Benchmarks und einen Praxistest der integrierten Grafikeinheit finden Sie ab 5. Januar in PC Games Hardware 02/2010.
Links zum Thema
• CPUs: Übersicht und Empfehlungen
• Gulftown: zuerst im Mac?

@über mir
Also die Zeit der Spiele-CPU's mit nur 2 Kernen ist definitiv abgelaufen. Fast alle neueren Spiele profitieren von den 4 Kernen.
Kann das Teil nun 1080p (x264 Codec) über den Grafikkern beschleunigen oder muss da die CPU helfen? Habe bis jetzt keine eindeutige Aussage darüber gefunden.
Ich find die Core i3 nicht schlecht, vor allem weil der 530er nur 100 Euronen
kostet.
die meißten Games unterstützen ja noch nicht mal 4 Kerne und ich denke das man so durch übetaktung die Leistung eines i5 750 bekommt und dabei 60€ spart
bekommen die Quadcores heuer auch eine Strukturverkleinerung verpasst, oder ist das nur auf die dual cores, und dem gulftown beschränkt
die nächst größeren Core2Quads wären der QX9650 (ist aber glaube auch nur ein Q9650 mit freiem Multi) und der QX9770
und bei den i7s find ich das da die der 8xx Reihe total reichen da die i7 9xx ehh noch ein wenig schneller sind.
für Leute die sich natürlich darin bestätigt fühlen das ihre CPU eine Einsteiger CPU locker stehen lässt ist das vorhandensein der i7 9xx in den Benchmarks Lebensnotwendig
http://extreme.pcgameshardware.de/alben/thumbs/17/feff4e4caf7a25611ae47d073575f206_17423.gif?dl=1243968532 http://extreme.pcgameshar...
man hat aber hier keinen echten Vergleich ,
es fehlen die schnelleren Intel I7 und Q9xxx ganz
der QX9500 glaube so heißt der fehlt auch .