Günstige Prozessoren im Test
Quelle: Bild: PCGH
Abseits der bekannten Core-2-Duo- und Athlon-64-Prozessoren unterhalten Intel und AMD jeweils eine eigene Reihe mit Billig-Prozessoren. Und die sind, wie der Name schon sagt, vor allem eines: billig. Intel bietet den Celeron ab zirka 25 Euro an, AMD will für niedrig getaktete Sempron-Modelle ebenfalls knapp 25 Euro. PCGH hat die jüngsten Modelle beider Firmen verglichen.
Die billigsten Modelle beider Reihen (Sempron 2600+ mit 1,6 GHz, Celeron 336 mit 2,8 GHz) erreichen eine recht brauchbare Leistung bei Office-Anwendungen. Features wie ein zweiter Kern, viel Cache oder ein schneller Frontside-Bus sind natürlich nicht drin - dafür kosten die Chips aber auch nicht viel mehr als ein CPU-Kühler.
Sempron-Varianten
Quelle: Quelle: PCGH
Wer einen Sempron kaufen will, hat die Wahl zwischen Modellen für den Sockel 754 und den Sockel AM2 - Billig-Prozessoren für den Sockel 939 sind dagegen offiziell nicht verfügbar. Dennoch gab es Rechner mit solchen Prozessoren, im Handel oder auf Ebay sind diese aber heute kaum noch zu bekommen. Die Sempron-Modelle für den Sockel 754 basieren meist auf dem in 90-Nanometer-Technik gefertigten Palermo-Kern und haben eine TDP von 62 Watt. Interessanter sind die Modelle für den Sockel AM2, die zwar auch in 90-Nanometer-Technik produziert werden, von denen aber einige Modelle maximal 35 Watt TDP erzeugen. Die 65-Nanometer-Modelle auf Basis des Sparta-Kerns sollen im zweiten Quartal auf den Markt kommen und ebenfalls mit 35 Watt TDP auskommen - entsprechende Modelle waren bis Redaktionsschluss aber nicht verfügbar. Beachten Sie aber: Nicht alle Semprons beherrschen Cool'n'quiet und ältere Modelle sind nicht 64-Bit-tauglich.
Celeron-Varianten
Quelle: Quelle: PCGH
Intels aktuelle Celeron-Prozessoren erscheinen ausnahmslos für den Sockel 775, Vorsicht ist aber auch hier geboten: Fast alle Modelle basieren auf der ineffizienten Netburst-Architektur. Erst im Juni kommen Prozessoren mit Conroe-L-Kern auf Basis der Core-Architektur auf den Markt; wie unsere Vorab-Benchmarks zeigen, bieten diese eine durchwachsene Spieleleistung, gemessen am Preis ist sie aber in Ordnung. Unser Conroe-L verfügte zudem über 1 MByte L2-Cache, die Serienmodelle werden nur mit 512 kByte bestückt.
Fazit
Für einen halbwegs spieletauglichen Sempron oder Celeron sind rund 40 bis 50 Euro fällig - für 60 Euro gibt es aber bereits einen Athlon 64 X2 3600+, der über zwei Kerne verfügt und mit 65 Watt TDP auskommt. Ein Core 2 Duo E4300 ist bereits ab 95 Euro zu haben. Einzig die kommenden Conroe-L-Modelle (Celeron 4xx) bieten ein wenig mehr Leistung und sind daher eingeschränkt für Office-PCs zu empfehlen. Spieler sollten aber nach wie vor zu vollwertigen Prozessoren greifen.
