Die Duron-Alternative
Celeron-Prozessor: Intel entwickelt vermutlich bis Ende des Jahres neue und schnellere Celeron-Prozessoren.
Intels Celeron 1.300 MHz ist nun flächendeckend verfügbar und nimmt den Kampf mit der Duron-Konkurrenz auf. Wer wird gewinnen?
Der neue Celeron verfügt bis auf die höhere Taktfrequenz über dieselben Features wie sein Vorgänger mit 1.200 MHz. Er wird mit einem Bustakt von 100 MHz und dem Multiplikator "12" betrieben. Der Kern dieses Celeron entspricht dem des Pentium III "Tualatin", der in einem kleineren Fertigungsprozess (0,13 Mikron) hergestellt wird.
Im Vergleich zum Celeron-Vorgänger mit Coppermine-Kern, verfügt der neue Celeron über den doppelten L2-Cache (256 KB) und einen 8fach-assoziativen Cache. So ist der interne Datendurchsatz ähnlich gut wie beim großen Tualatin-Bruder. Im direkten Vergleich zwischen Celeron und Duron fällt auf, dass der 100-MHz-Front-Side-Bus der AMD-CPU mit "Double Data
Rate" arbeitet. Hier werden zwei Datenpakete pro Takt transportiert, während beim Celeron nur eines versendet wird. Der Duron erreicht bei gleichem Takt zwar nicht die doppelte Leistung, trotzdem gibt es ihm einen kleinen Performance-Vorteil. Eines hat der Celeron dem Duron jedoch voraus: Die CPU besitzt eine großflächige Metallabdeckung (Integrated Heat Spreader, IHS). Daher ist das Risiko weitaus geringer, dass bei der Lüftermontage Ecken des Die beschädigt werden - was eine weit verbreitete Krankheit bei AMD-CPUs ist.
In unseren Benchmarks zeigte der Celeron 1.300 MHz eine gute Leistung, auch wenn diese etwas schlechter bzw. gleichauf mit der eines Duron 1.300 MHz ist. Die beiden CPUs lieferten sich bei Unreal Tournament ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Bei Wolfenstein (dt.) sah die Sache anders aus. Hier liegt der Duron einige Prozentpunkte vor dem Celeron. Allerdings ist die Grafikarte dem Spiel unter 32 Bit Farbtiefe nicht mehr gewachsen, was durch die ähnlichen Ergebnisse der bei- den Kontrahenten widergespiegelt wird.
Der Celeron 1.300 MHz ist für seine Gewichtsklasse leistungsstark, aber mit rund 170 Euro kein Schnäppchen. Wenn Sie einen komplett neuen PC zusammenstellen, sollten Sie lieber zu einem deutlich schnelleren Athlon XP greifen, da dieser in derselben Preisklasse rangiert. Zum Aufrüsten für eine ältere Sockel-370-Plattform ist er jedoch erste Wahl.
