Bulldozer FX und Battlefield 3 im Benchmark-Test: Wie gut skaliert die Frostbite-2.0-Engine mit der Modul-Architektur? [Test des Tages]

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Die Frostbite-2.0-Engine ist zwar ein optisches Meisterwerk, aber wie steht es um die inneren Werte? PC Games Hardware prüft mithilfe eines Bulldozer FX und dessen Modul-Architektur, wie gut Battlefield 3 mit steigender Kernanzahl skaliert und wie viele Rechenherzen Sie benötigen.

Wie Sie als aufmerksamer Leser von PC Games Hardware - egal ob Online oder Print - sicherlich wissen, skaliert die Frostbite-1.5-Engine aus Bad Company 2 hervorragend mit vielen CPU-Kernen. Selbst der Sprung von vier auf sechs wird mit einem gehörigen Leistungsplus belohnt, wie beispielsweise der Vergleich von Phenom II X4 und Phenom II X6 im Test des Bulldozer FX-8150 zeigt.

Warum gab es bisher keine CPU-Benchmarks?
Bis dato haben wir nur Grafikkarten-Benchmarks von Battlefield 3 publiziert und das aus gutem Grund: DICE legte bei der Entwicklung der Frostbite-2.0-Engine das Augenmerk darauf, die CPU zu entlasten und diverse Aufgaben auf die Grafikkarte auszulagern - dies steigert die Leistung des kompletten Systems. Wie Sie dem Battlefield 3 im Technik-Test: Die Frostbite-2.0-Engine erklärt entnehmen können, nutzt DICE beispielsweise DirectX 11 um den Overhead beim Prozessor zu mindern und statt diesen Unmengen an Polygonen zu berechnen zu lassen, setzen die Schweden auf Tessellation.

Denn Battlefield 3 frisst in großen Multiplayer-Schlachten mit bis zu 64 Spielern, etwa auf Caspian Border im Conquest-Modus, Unmengen an CPU-Leistung. Damit hier kein Engpass entsteht - die Map und die Spieler sind schließlich zwingend nötig - ging DICE den Weg der Parallelisierung und der CPU-Entlastung. Im Singleplayer-Test von Battlefield 3 erwähnen wir unter anderem die mäßige künstliche KI und die schlauchigen Level, auch das Destruction-Feature kommt kaum zum Zuge (im Gegensatz zu unserer Benchmark-Szene von Bad Company 2). Da sich Multiplayer-Gefechte aber faktisch nicht reproduzierbar vermessen lassen, testen wir seit Tagen diverse Levels und Savegames der Einzelspieler-Kampagne, um einen geeigneten Punkt zu finden.

Ein guter Run ist die halbe Miete
Eine brauchbare Mission etwa ist "Thunder Run", in der deutschen Version "Donnerlauf": Als Panzer-Kommandant Jonathan Miller steuern Sie hier einen M1 Abrams Richtung Teheran. Die weitläufige Map in der Wüste samt hoher Sichtweite, Streaming und Co. produziert zwar vergleichsweise hohe Fps, erreicht aber nie die von DICE gesetzte Grenze von 200 Bildern pro Sekunde. Dadurch lässt sich sehr schön aufzeigen, wie viele Kerne noch ein Plus an Leistung bringen. Da ein Bulldozer FX-8150 acht solcher besitzt (ja, wir meinen die Integer-Cluster) und ohnehin technisch interessant ist, nutzen wir einen solchen Chip und schalten komplette Module ab: So simulieren wir einen Acht-, einen Sechs-, einen Vier-, einen (fiktiven!) Drei- sowie einen (ebenfalls fiktiven) Bulldozer-Zweikerner. Auf einem Singlecore-Chip startet Battlefield 3 übrigens erst gar nicht, daher sprechen die Systemanforderungen auch von mindestens einem Dualcore.

Vier Kerne sollt ihr sein
Battlefield 3 kann - wenn man es denn lässt (sprich im CPU-Limit) - durchaus mehr als sechs Kerne respektive Integer-Cluster nutzen um höhere Fps zu erzielen. Ab einem Vierkerner ist die Skalierung allerdings vergleichsweise gering und selbst als fiktiver Dualcore erreicht der Bulldozer FX-8150 noch über 60 Fps. Allerdings gibt es durchaus Stellen im Singleplayer, bei dem sich die Fps CPU-seitig gegenüber "Thunder Run" halbieren, weswegen unsere Empfehlung für gute 40 Fps (ungeachtet der Grafikkarte und bei Ultra-Details) ein Quadcore mit rund 3,0 GHz ist. Damit sind Sie auch Multiplayer gut gewappnet, mit einem verbreiteten Dualcore (Core 2 Duo oder Phenom X2) müssen Sie mit stellenweisen heftigen Einbrüchen rechnen. Etwas anders sieht das bei einem Core i3 samt SMT aus (2 Kerne/4 Threads), ein Prozessor Marke i3-2100 (Sandy Bridge) stemmt die Action so gut wie ein kleiner Nicht-SMT-Quadcore um 3 GHz.

Noch eine Anmerkung: Fall Sie sich wundern, warum zwischen zwei und drei "Kernen" die Differenz recht gering und der Sprung auf vier Integer-Cluster gewaltig ist, sollten Sie ab dem 02. November die PC Games Hardware 12/2011 kaufen: Denn auf einer Geforce-Grafikkarte verhält sich die Skalierung von einem Zwei- auf einen Dreikerner anders als auf einer Radeon - spannend!

Bulldozer FX und Battlefield 3: Wie gut skaliert die Frostbite-2.0-Engine mit der Modul-Architekur?

PCGH 12/2011: Ausgabe bestellen
Die Ausgabe 11/2011 erscheint am 2. November. Sie können die Ausgaben auch im Aboshop bestellen. Außerdem lässt sich im Onlineshop von Pubbles zum EVT die aktuelle Ausgabe als digitale Kopie beziehen. Diese ist auf dem Desktop, auf dem iPad und auf Ebook-Readern lesbar. Die PCGH Premium ist ebenfalls bestellbar.

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    • Kommentare (51)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von spionkaese Software-Overclocker(in)
        Zitat von "PCGH_Marc"
        Für Sockel 1567, extrem teuer und praktisch eine reine Server-Geschichte.
        Aber man konnte die Teile kaufen.
      • Von spionkaese Software-Overclocker(in)
        Zitat von "PCGH_Marc"
        Für Sockel 1567, extrem teuer und praktisch eine reine Server-Geschichte.
        Aber man konnte die Teile kaufen.
      • Von PCGH_Marc Lötkolbengott/-göttin
        Für Sockel 1567, extrem teuer und praktisch eine reine Server-Geschichte.
      • Von Superwip Lötkolbengott/-göttin
        Westmere-EX?
      • Von PCGH_Marc Lötkolbengott/-göttin
        Hexacore.
      • Von evosociety PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Erquicken
        Denn laut Crytek unterstützt die CryEngine 3 CPU´s mit bis zu 8 Kernen.
        Obwohl seiner Zeit noch keine 8 Core CPU´s auf dem markt wahren.

        Westmere?
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