Athlon II X4 620: AMDs neue Vierkern-CPU im Test
Bislang waren Quadcore-CPUs der Oberklasse vorbehalten - jetzt bringt AMD mit dem Athlon II X4 erstmals einen Vierkernprozessor für deutlich unter 100 Euro. PC Games Hardware testet den X4 620.
Quelle: PC Games Hardware
Athlon II X4 620
Vierkernprozessoren mögen sich zumindest unter PC-Spielern langsam als neuer Standard durchsetzen, doch für den Massenmarkt sind diese CPUs noch zu teuer: Bei Intel zahlt man für den kleinsten Vierkerner - den Core 2 Quad Q8200 - noch etwa 115 Euro, AMDs Gegenstück - der Phenom II X4 810 - kostet etwa dasselbe. Für unter 100 Euro bekommen Sie bei AMD höchstens drei, bei Intel gar nur zwei Kerne.
Doch damit ist jetzt Schluss: Mit dem Athlon II X4 bringt AMD vier Kerne auch in den Einsteigermarkt. Das erste Modell dieser neuen Reihe, der X4 620 mit 2,6 Gigahertz, wird derzeit für rund 85 Euro angeboten - eine Kampfansage an Intel, deren kommende Core-i3-Prozessoren die gleiche Preisklasse besetzen werden, aber mit zwei physikalischen Kernen plus SMT (Hyperthreading) auskommen müssen.
Athlon II X4 im Detail
Der Athlon II X4 (Codename: Propus) hat vier physikalische Kerne, die über jeweils 512 KiByte L2-Cache verfügen. Damit ist der L2-Cache jedes Kerns nur halb so groß wie beim zweikernigen Athlon II X2 (2 x 1.024 KiByte), auch wenn die Gesamtmenge von 2 MiByte dieselbe ist. Der ebenfalls neue X3 bietet 3 x 512 KiByte L2-Cache, insgesamt also nur 1,5 MiByte. Auf einen zusätzlichen L3-Cache müssen Athlon II X3 und X4 genau wie der kleine Bruder X2 verzichten - dies ist auch das einzige Merkmal, das einen Propus vom Phenom II (Deneb) unterscheidet.
Quelle: AMD
Das Propus-Die im Detail: vier Kerne, aber kein L3-Cache in Sicht
Für AMD liegt es also nahe, Deneb-Prozessoren mit teildefektem L3-Cache einfach als Athlon II X4 zu verkaufen; Berichte einer erfolgreichen Freischaltung des L3-Caches bei ersten Athlon-II-X4-Exemplaren bestätigen dies. Eigentlich soll der X4 auf dem Propus basieren, einem eigenen Chipdesign gänzlich ohne L3-Cache, bei dem eine solche Freischaltung nicht möglich wäre. Auch bei unserem Exemplar des X4 620 gelang uns die L3-Freischaltung nicht, der "AADAC"-Aufdruck weist den Chip als Propus aus. Wahrscheinlich sind auch die meisten ausgelieferten X4-Exemplare echte Propus-Prozessoren, die Freischaltung dürfte also nur in seltenen Fällen gelingen.
Mit dem Athlon II X3/X4 ist AMDs neues Portfolio auf der Basis des 45-Nanometer-Prozesses vollständig, einen Überblick verschafft die folgende Tabelle:
| Prozessorreihe | Kerne | Codename | L2-Cache | L3-Cache |
|---|---|---|---|---|
| Athlon II X2 200 | 2 | Regor | 2 x 1.024 KiByte | - |
| Athlon II X3 400 | 3 | Rana | 3 x 512 KiByte | - |
| Athlon II X4 600 | 4 | Propus | 4 x 512 KiByte | - |
| Phenom II X2 500 | 2 | Callisto | 2 x 512 KiByte | 6.144 KiByte |
| Phenom II X3 700 | 3 | Heka | 3 x 512 KiByte | 6.144 KiByte |
| Phenom II X4 800 | 4 | Deneb | 4 x 512 KiByte | 4.096 KiByte |
| Phenom II X4 900 | 4 | Deneb | 4 x 512 KiByte | 6.144 KiByte |
Den Athlon II X4 600 wird es in vier Varianten geben, vom sparsamen 600e mit 2,2 Gigahertz und 45 Watt TDP bis zum 630 mit 2,8 Gigahertz und 95 Watt TDP. Den Anfang macht der 620 mit 2,6 GHz, der für unseren Test zur Verfügung stand, die übrigen Modelle folgen später in diesem Jahr. Die X3-Reihe umfasst ebenfalls vier Modelle vom 400e (2,2 GHz) bis hinauf zum 435 mit 2,9 GHz. Keiner der Athlon-II-Prozessoren wird als "Black Edition" mit nach oben offenem Multiplikator angeboten, auch wenn dies beim Vorgänger Athlon X2 7750/7850 BE (Kuma) noch der Fall war.
| Prozessor | Kerne | Codename | Taktrate | Multiplikator | L2-Cache | TDP |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Athlon II X2 235e | 2 | Regor | 2,7 GHz | 13,5 | 2 x 1.024 KiByte | 45 Watt |
| Athlon II X2 240 | 2 | Regor | 2,8 GHz | 18 | 2 x 1.024 KiByte | 65 Watt |
| Athlon II X2 240e | 2 | Regor | 2,8 GHz | 18 | 2 x 1.024 KiByte | 45 Watt |
| Athlon II X2 245 | 2 | Regor | 2,9 GHz | 14,5 | 2 x 1.024 KiByte | 65 Watt |
| Athlon II X2 250 | 2 | Regor | 3,0 GHz | 15 | 2 x 1.024 KiByte | 65 Watt |
| Athlon II X3 400e | 3 | Rana | 2,2 GHz | 11 | 3 x 512 KiByte | 45 Watt |
| Athlon II X3 405e | 3 | Rana | 2,3 GHz | 11,5 | 3 x 512 KiByte | 45 Watt |
| Athlon II X3 425 | 3 | Rana | 2,7 GHz | 13,5 | 3 x 512 KiByte | 95 Watt |
| Athlon II X3 435 | 3 | Rana | 2,9 GHz | 14,5 | 3 x 512 KiByte | 95 Watt |
| Athlon II X4 600e | 4 | Propus | 2,2 GHz | 11 | 4 x 512 KiByte | 45 Watt |
| Athlon II X4 605e | 4 | Propus | 2,3 GHz | 11,5 | 4 x 512 KiByte | 45 Watt |
| Athlon II X4 620 | 4 | Propus | 2,6 GHz | 13 | 4 x 512 KiByte | 95 Watt |
| Athlon II X4 630 | 4 | Propus | 2,8 GHz | 14 | 4 x 512 KiByte | 95 Watt |
Wie alle aktuellen AMD-Modelle ist der Athlon II X4 ein AM3-Prozessor und unterstützt DDR3-RAM bis hinauf zu DDR3-1333. Er passt jedoch auch auf AM2+-Platinen, sofern deren BIOS ihn unterstützt; hier ist er auf DDR2-RAM angewiesen. Gefertigt wird der Chip im 45-Nanometer-Prozess, in dem auch der Phenom II entsteht - gute Voraussetzungen also. Wir haben den Neuling durch unseren üblichen CPU-Benchmark-Parcours gescheucht, um festzustellen, wie sehr sich der fehlende L3-Cache auf die Leistung auswirkt und wie sich der 620 gegen die Konkurrenz von Intel und aus eigenem Hause schlägt. Auf der folgenden Seite finden Sie unsere Ergebnisse aus den vier Anwendungs- und vier Spieletests.

Mhhh, ja, das wird wohl für immer ein ungeklärtes Mysterium bleiben
Da gibts höchstwahrscheinlich iwo einen Fehler....
beim fall von gta bin ich mir aber nicht ganz sicher...
anno war aber schon immer mit einen framelock, heisst wenn zb 32 oder mehr fps hätten erreicht werden können begrenzt das gametrotzdem auf 30fps.
cpus die diese schwelle halt nicht erreichen fallen da ein wenig unangenehm auf wenn alle anderen cpus besser zu sein scheinen.