Weitere Benchmarks und Fazit: X3 8750
Ein Gefühl von Inflation beschwingt die Prozessortester dieser Tage: Nach den Vorstellungen des Phenom X4 9100e und Core 2 Duo E7200 steht heute mit dem Phenom X3 8750 die dritte Neuankündigung auf der Matte. PCGH macht den Test beim ersten erhältlichen Triple-Core.
AMD Phenom X3 8750: Call of Duty 4 (Bild: PCGH)
AMD Phenom X3 8750: NfS Pro Street (Bild: PCGH)
AMD Phenom X3 8750: World in Conflict (Bild: PCGH)
AMD Phenom X3 8750: Winrar Benchmark (Bild: PCGH)
Im Windows-Leerlauf zieht der X3 8750 bereits 179 Watt aus der Steckdose, bei Volllast im Cinebench R10 sind es 210 Watt . Der 9100e ist sparsamer, braucht er doch 151 respektive 175 Watt (1,1 Volt Standardspannung). Ein Phenom X4 9850 BE genehmigt sich 195 Watt im Idle-Betrieb und 245 Watt unter 2D-Last (1,3 Volt Standardspannung).
Doch Undervolting hilft: Unser X3 bewältigt seinen Standardtakt noch mit 1,05 Volt und verbraucht damit etwa genauso viel wie der 9100e bei Standardeinstellungen. Mit 1,0 Volt bricht bereits der Bootvorgang unsanft ab.
Übertaktungspotenzial
Das B3-Stepping des Phenoms scheint etwas taktfreudiger als die B2-Ausgabe zu sein: Wie der Phenom X4 9850 Black Edition (PCGH-Test Phenom X4 9850 Black Edition) schafft auch der X3 8750 rund 3,1 GHz (258x12). Dafür genügen ihm 1,3 Volt; mehr Spannung veranlasst ihn auch nicht zum Starten mit 260 MHz Referenztakt. Wegen des nach oben fixen Multiplikators ist das Anheben des Referenztaktes der einzige Weg, um den X3 zu übertakten.
Fazit: Triple-Core
Unser Preisvergleich listet den kleinsten Dreikerner mit 2,1 GHz ab 130 Euro. Doch schon für zehn Euro mehr bietet sich der Kauf eines Phenom X4 9500 (4 Kerne, 2,2 GHz) an. Dieser ist zwar noch ein Spross des B2-Steppings, spielt seine Vorteile aber schon jetzt aus, sofern Sie nicht nur spielen. Für Prozessoren des B3-Steppings sprechen die Fehlerfreiheit und die Tendenz zu besserer Übertaktbarkeit.
Gesicherte Praxisaussagen existieren dazu noch nicht, allem Anschein nach erreichen aber viele B3-CPUs die 3-GHz-Marke. Mit diesem Takt lassen sie auch Intels Q6600 bzw. Q9300 hinter sich, sofern man diese wiederum nicht übertaktet.
