Zen-Chefarchitekt Jim Keller wechselt von Tesla zu Intel
Der leitende Architekt von AMDs erfolgreicher Zen-Architektur, Jim Keller, hat nach seinem Abgang von Tesla nun bei Intel angeheuert. Dort wird er als Senior Vice President an der Entwicklung von Halbleitern arbeiten. Nach Raja Koduri ist damit nun der zweite Chefarchitekt von AMD bei Intel gelandet - die entsprechenden Positionen besetzt AMD jedoch wiederum mit ehemaligen Architekten von Intel und Nvidia.
Wie Intel Donnerstag bekannt gab, wird Jim Keller das Unternehmen ab morgen als Senior Vice President (SVP) unterstützen. Sein Aufgabengebiet ist die Leitung der Entwicklung von Halbleiterprodukten, darunter auch von SoCs.
Keller hat bei der Entwicklung von AMDs K7 mitgewirkt und war Chefarchitekt des AMD K8 (Sledgehammer), der als erste Architektur AMD64 einführte - das später auch Intel übernahm. Später arbeitete er bei Apple. Dort war er für die Entwicklung der iPhone-ARM-Prozessoren verantwortlich.
Im August 2012 kehrte er schließlich zu AMD zurück und leitete dort die Entwicklung von zwei Architekturen: Die x86-Architektur Zen, die die Bulldozer-Architektur inzwischen abgelöst hat, und die nie erschienene ARM-K12-Architektur. Bereits vor dem Release der (Ry-)Zen-Prozessoren verließ er das Unternehmen wieder und wechselte zu Tesla, um dort die Hardware für den entsprechenden Autopiloten weiterzuentwickeln.
Quelle: Intel
Jim Keller
Bereits vor der offiziellen Ankündigung gab es Gerüchte, dass Keller nach dem Abgang von Tesla zu Intel wechselt. Die Ankündigung des Unternehmens bestätigt das nun. Damit arbeiten nun zwei ehemalige leitende Architekten von AMD bei dem Hauptkonkurrenten Intel: Raja Koduri, Leiter der Radeon Technologies Group, wechselte vergangenen November.
Während Keller AMD jedoch aufgrund der vollendeten Arbeit an der Zen-Architektur verließ, sind die Gründe bei Koduri bislang noch nicht endgültig geklärt. Koduri hat zwar selbst gekündigt, doch Gerüchte für die entsprechende Begründung gibt es zuhauf. Einer davon ist, dass Vega angeblich hinter den Erwartungen zurück geblieben ist.
Eine interessante Parallele zeigt sich bei beiden Personen insofern, dass beide schon ein mal bei AMD arbeiteten, dann (auf Umwegen) zu Apple wechselten, wieder zu AMD kamen und nun - ebenfalls über Umwege - bei Intel arbeiten.
Die entsprechenden Positionen bei AMD werden inzwischen von Mike Rayfield (Leiter der Radeon Technologies Group, Januar 2018) und David Wang (Leitender Architekt der Radeon Technologies Group, Januar 2018), sowie Nazar Zaidi (Prozessoren, März 2016) besetzt. Rayfield wechselte vom Halbleiterhersteller Micron zu AMD und arbeitete vorher als Leiter von Nvidias Tegra-Entwicklung, Wang kehrt nach sechs Jahren bei Synaptics zu AMD zurück. Zaidi hingegen arbeitete vorher für Broadcom als Leiter der Entwicklung von ARM-Serverprozessoren und davor als Chefarchitekt an Intels Itanium.

Ist die Zen2-Architektur, also die 3000er-Generation, die für Q1/Q2 2019 erwartet wird eigentlich eurer Meinung nach schon fertig, oder wird da noch drann gearbeitet?
Das größte Problem für Intel ist wohl eher das die 10 nm Fertigung nicht so läuft wie gewollt und bei GloFo die 7nm sehr gut mit sehr wenig Fehlern, 10nm wurde ja nun schon oft verschoben und wenn die jetzt erst 2019 kommt sind bis 2021 keine 7nm in sicht eher später.
Gruß
Johnny05
Wieso ist das der Beste? Woran macht ihr das fest? Wieviele andere kennt ihr die den Job machen? Das ist eben der Bekannteste! Das alleine ist doch kein Kriterium. Intel hat bislang auch keine schlampigen Prozessoren entwickelt und wird das mit oder ohne ihn sicher auch in Zukunft nicht. Samsung, Apple, Nvidia, Qualcom usw haben ebenfalls sehr gute CPUs am Start, deren Entwickler sind also offenbar auch keine Pfeifen...
Es wird auch gerne der Einfluss einzelner Personen an solchen Entwicklungsprojekten überschätzt. Da werden zig, wenn nicht hunderte von Leuten dran arbeiten, wie der Chef heißt ist da fast egal. Wichtig, ist, dass die Leute die Möglichkeit und das Umfeld haben um ihre Arbeit zu tun. Das ist keine Ein-Mann-Show, sondern Teamwork - oder sind alle AMD Patente aus seiner Zeit dort von ihm? Wohl kaum! Ist überhaupt eines von ihm? Vermutlich nicht - was ich aber nicht weiß.
Von Arsch auf Grundeis erkenne ich da nix. Oder geht den Bayern der Arsch auf Grundeis, wenn sie einen guten Spieler einer anderen Mannschaft kaufen? Bei Intel gibt es ja auch keinen Grund, nur weil es jetzt nach x Jahren endlich wieder Konkurrenz auf Augenhöhe (zumindest technisch) gibt, für Panik.
Abgesehen davon ist ja völlig unklar zu welchem Zwecke man den geholt hat. Klar die nächste x86 Arch fällt einem als möglicher Grund ein, Bloß, an der arbeitet Intel schon seit geraumer Zeit, da dürften die Prämissen schon festgezurrt sein und die Basisarbeit erledigt. Intel macht ja auch andere, zukünftig vlt. sogar wichtigere Prozessortypen... u.U. gehts da um was ganz anderes als ne x86 Architektur?! Ich weiß es nicht...
der8auer hat auch mal was dazu gesagt in seinen video YouTube
Das zeigt mir das Intels A.... auf Grundeis geht .
Der 10nm Prozess bereitet Probleme, weil Intel sich immer mehr den Grenzen der Physik nähert, das wird in den nächsten Jahren noch zunehmen. Beim 7nm Prozess von GlFo werden, wenn ich mich richtig erinnere, große Teile noch genauso wie im 14nm Prozess gefertigt, nur das wichtigste wird mit 7nm erledigt, logisch dass da weniger Probleme auftreten. Intel ist da etwas weiter und wird wohl aus dem 10nm Prozess einen größeren technologischen Vorsprung rausholen.
Im Moment ist Intel noch die Nr. 1, diesen Vorsprung gilt es zu halten oder gar auszubauen und wenn jemand wie Jim Keller dabei helfen kann, dann gehört er eingestellt. Jim Keller ist nicht, wie Peter Zwegat, von Beruf Schuldnerberater, sondern er entwickelt CPUs u.ä., das geht auch in einem gesunden Unternehmen.