Zen-5-Architektur: AMD geht jetzt noch deutlich tiefer ins Detail
Unter dem Titel "Next Generation Zen 5 Core" hat AMD ein Tech Day Update zur neuen Zen-5-Mikroarchitektur ("Nirvana") sowie den darauf basierenden Zen-5-Prozessorkernen ("Eldora") verraten und geht dabei deutlich tiefer ins Detail.
Unter dem Titel "Next Generation Zen 5 Core" hat AMD in Person von Mike Clark, seines Zeichens Corporate Fellow Silicon Design Engineer, und Mahesh Subramony, SoC Architect, ein "Tech Day Update" zu der neuen Zen-5-Mikroarchitektur ("Nirvana") sowie den darauf basierenden Zen-5-Prozessorkernen ("Eldora") veröffentlicht. Das Unternehmen aus Santa Clara geht dabei noch einmal deutlich tiefer ins Detail.
Quelle: AMD
Während AMD im Rahmen des Zen 5 Tech Days in Los Angeles, Kalifornien, weiterhin nicht alle Karten auf den Tisch gelegt und sich hinsichtlich der Zen-5-Architektur und den darauf basierenden Zen-5-Prozessorkernen und Zen-5c-Prozessorkernen noch bedeckt gehalten hatte, gehen die beiden CPU-Spezialisten noch stärker auf die Verbesserungen am Frontend und Backend ein. Beides ist für Zen 5 deutlich verbreitert worden, um noch vorhandene Flaschenhälse zu umgehen.
Auch der Aufbau der beiden wichtigsten neuen Produkte, die Desktop-Prozessoren der Serie Ryzen 9000 ("Granite Ridge") und die mobilen Zen-5-APUs der insbesondere auch für KI-Systeme ausgelegten Serie Ryzen AI 300 ("Strix Point") wird ganz ausführlich von den beiden Experten beleuchtet und im Detail erläutert.
Eine spannende Neuerungen ist das bessere SMT ("Simultaneous Multithreading"), welches jetzt über eine sogenannte "Dual Decode Pipeline" verfügt, die jedem Thread seine eigene Pipeline zuweist und damit den möglichen Interferenzen bereits von vornherein vorbeugen soll. Zen 5(c) ist deutlich breiter aufgestellt als Zen 4(c).
AMD verspricht im direkten Generationsvergleich mit Ryzen 7000 ("Raphael") eine um 16 Prozent höhere Leistung pro Taktzyklus. Die höhere IPC ("Instructions per Cycle") soll auch für einen deutlichen Sieg über Intels Core-Prozessoren der 13. und 14. Generation alias "Raptor Lake-S" und "Raptor Lake Refresh" sorgen.
AMD vergleicht seine neueste Generation selbstverständlich auch mit dem aktuellen Intel Core i9-14900K ("Raptor Lake Refresh"), der laut Hersteller-Benchmarks in Spielen zwischen 4 und 23 Prozent geschlagen werden soll.
Quelle: AMD
Auch auf die Unterschiede zwischen Zen 5 und Zen 5c respektive den darauf basierenden Prozessorkernen geht AMD in seinem Update ausführlich ein und verrät beispielsweise, dass die Zen-5c-Prozessorkerne rund 25 Prozent kompakter ausfallen als die Regulären Recheneinheiten. Bei Zen 4c betrug die "Schrumpfkur" im direkten Vergleich zu den Zen-4-Prozessorkernen sogar rund 35 Prozent.
Quelle: AMD
Neben der Zen-5-Architektur wächst auch die XDNA-2-Architektur des integrierten Neuralprozessors, der sogenannten NPU ("Neural Processing Unit"), im Vergleich zu XDNA deutlich in die Breite, was eine KI-Rechenleistung von bis zu 50 TOPS zur Folge hat. Aus vormals 20 KI-Recheneinheiten werden jetzt 32 KI-Recheneinheiten ("Tiles").
Quelle: AMD
Alles in allem nutzt AMD eine um 27 Prozent gesteigerte Dichte für ein Viertel mehr Transistoren im Eldora-CCD ("Core Complex Die") von Ryzen 9000 ("Granite Ridge").
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Quelle: AMD



Ich hab dich durchschaut!
Spaß beiseite, es ist schon irgendwie schade dass AMD da so "merkwürdig" oder garnicht kommuniziert.
Aber für sowas haben wir ja dich und deine Deep Dives und Analysen
Und das war nicht das erste Mal. Ähnliche "sowas sollte in den Spec stehen"-Fragen habe ich auch schon zu SP3 gestellt, beim B450 habe ich meine "Antwort" nur indirekt durch eine Korrektur der öffentlichen Angaben erhalten – gerade wenn es um Plattformen geht, sind Löcher bei AMD eher die Regel denn die Ausnahme. Erst jetzt wieder, zur Computex, stand in der offiziellen Pressemitteilung drin, dass der X870-ohne-E 44 PCI-Express-Lanes hat. Wetten das nicht?
Das eine Mal dagegen, wo Intel gepatzt hat, wusste ich ein Jahre vor Erscheinen exakt, was der Z790 bringt. Und dann wundern sich die Leser, warum wir über deren Produkte manchmal mehr erzählen. 'cause we got sth to tell, duh.
Unschöner sind die Fälle, in denen sich technische Aussagen widersprechen, da man das als Redakteur nicht korrigieren kann – und AMD selbst die Antwort bei weniger wichtigen Dingen in der Regel auch schuldig bleibt. Mir konnte bis heute niemand die SATA-Ausstattung von TR5-Prozessoren nennen oder auch nur die PCI-E-Lane-Anzahl und -Geschwindigkeitsverteilung abschließend bestätigen.
Auf der einen Folie steht rechts im Schaubild "RDNA2 (1 CU)" und links in der Auflistung steht "1 WGP (2 CU)"
Natürlich ist zweiteres richtig, aber irgendwie peinlich
Unschöner sind die Fälle, in denen sich technische Aussagen widersprechen, da man das als Redakteur nicht korrigieren kann – und AMD selbst die Antwort bei weniger wichtigen Dingen in der Regel auch schuldig bleibt. Mir konnte bis heute niemand die SATA-Ausstattung von TR5-Prozessoren nennen oder auch nur die PCI-E-Lane-Anzahl und -Geschwindigkeitsverteilung abschließend bestätigen.
Auf der einen Folie steht rechts im Schaubild "RDNA2 (1 CU)" und links in der Auflistung steht "1 WGP (2 CU)"
Natürlich ist zweiteres richtig, aber irgendwie peinlich