Zeitreise: Entwicklung der CPU-Kerne von 2015 bis heute

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Zeitreise: Entwicklung der CPU-Kerne von 2015 bis heute
Quelle: AMD

Wie sich die historischen Marktanteile zwischen AMD und Intel im Forum von PCGH Extreme entwickelt haben, darüber haben wir bereits berichtet. Nun wollen wir analysieren, wie sich die Zahl der CPU-Kerne seit 2015 entwickelt hat. Stellen Vierkerner noch die Mehrheit oder zeigen sich Auswirkungen durch den "Krieg der Kerne" seit Ryzen?

Regelmäßig fragen wir die PCGH-Extreme-Community, wie viele Kerne bzw. Threads die Prozessoren der primär genutzten Spiele-PCs besitzen. In der aktuellen Umfrage zum Q3 2019 deutet sich nach knapp 800 Teilnehmern jetzt schon eine massive Verschiebung Richtung "(deutlich) mehr als vier Kerne" an.

8-Kern-CPUs die größte Einzelgruppe

Tatsächlich stellen 8-Kerner mit SMT die aktuell größte Einzelgruppe der Teilnehmer mit rund 30 Prozent dar. Hier schlägt eine Tendenz durch, die AMD im März 2017 durch den Ryzen 7 1800X eingeleitet hat und die Intel unter Zugzwang setzte. Durch AMDs Einführung von acht Kernen (plus SMT) im Mainstream musste der Chipriese nachziehen und selbst 8-Kerner auf den Markt bringen, wenn auch deutlich später. Mittlerweile sind Ryzen 2000 sowie Ryzen 3000 erschienen, der Desktopmarkt ist entsprechend also gut gefüllt mit 8-Kern-Angeboten, was sich nun auch deutlich in den Umfragen zeigt. Und auch der Bereich 6-Kerner sowie 10-Kerner (und mehr) wächst. Das sah vor vier Jahren noch ganz anders aus.

Geht man auf eine Zeitreise ins dritte Quartal 2015, so sehen die Kernanteile in der PCGH-Community noch ganz anders aus. 74 Prozent der Teilnehmer, also rund drei Viertel, haben da noch maximal vier Kerne, die übrigen 26 Prozent mit mehr als vier Kernen kommen durch ältere AMD-CPUs, bei denen die Integer-Einheiten als Kerne gezählt wurden, und High-End-CPUs (HEDT) von Intel. Der große Anteil von (maximal) Vierkernern schmilzt im Laufe der Jahre, 72,4 Prozent sind es im Q3 2016, 47,5 Prozent im Q3 2018 und im aktuellen Q3 2019 nur noch 35,3 Prozent. Von den ehemals rund drei Viertel Marktanteil für (bis zu) vier Kerne sind also nur noch etwas mehr ein Drittel übriggeblieben.
Amount of CPU cores Quelle: PC Games Hardware Amount of CPU cores

Der Anteil von mehr als vier Kernen wächst sukzessive, 26 % sind es im Q3 2015, 28 % im Q3 2016. 2017 gab es keine entsprechende Umfrage, daher ist die Änderung auf 53 Prozent im Q3 2018 besonders hoch. Im Q3 2019 stehen wir bei 65 Prozent, also knapp zwei Drittel. Interessant ist der Vergleich zur größten, öffentlich zugänglichen Hardware-Datenbank bei Steam, denn hier offenbaren sich massive Unterschiede. Auf Steam nutzen noch Stand Juli 2019 81,77 Prozent der Umfrageteilnehmer bis zu vier Kerne - mit 26,72 Prozent ist der Anteil der Zweikern-Nutzer auf den ersten Blick überraschend hoch. Nur 18,23 Prozent haben entsprechend mehr als vier Kerne - das ist von den 65 Prozent im Extreme-Forum doch weit entfernt. Hier kann man durchaus von zwei Welten sprechen.
Market Share: up to 4 cores / more than 4 cores Quelle: PC Games Hardware Market Share: up to 4 cores / more than 4 cores

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    • Kommentare (58)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von bofferbrauer Volt-Modder(in)
        Zitat von Verak
        Bis sich mehr als 4 Kerne+SMT im gaming etablieren, werden noch ein paar Jahre ins Land ziehen. Wer nur spielt, dem reichen für die nächsten 2-3 Jahre eine 4 Kerner+SMT CPU, noch vollkommen aus. Der einzige Unterschied wird die höhere pro Kern Leistung, sowie der höhere Core Takt sein und die für entsprechende CPU lastige Games von Vorteil sein wird. Wie man auch an den letzten Gens von Intel als auch AMD bis dato sehen kann.

        Werde wohl meinen Unterbau erst mit DDR5 und nem Zen3/4 in 2-3 Jahren aufrüsten.
        Was fie maximales FPS anbelangt, mag das stimmen. Aber die minimalen FPS kommen da schon so langsam mächtig ans stottern je nach Spiel. Vor allem Battlefield V stürzt da mal gerne auf unter 50 FPS ab von sonst eher um die 80. Bei 6-Kerner sind die drops schon nicht mehr vorhanden.
      • Von bofferbrauer Volt-Modder(in)
        Zitat von Verak
        Bis sich mehr als 4 Kerne+SMT im gaming etablieren, werden noch ein paar Jahre ins Land ziehen. Wer nur spielt, dem reichen für die nächsten 2-3 Jahre eine 4 Kerner+SMT CPU, noch vollkommen aus. Der einzige Unterschied wird die höhere pro Kern Leistung, sowie der höhere Core Takt sein und die für entsprechende CPU lastige Games von Vorteil sein wird. Wie man auch an den letzten Gens von Intel als auch AMD bis dato sehen kann.

        Werde wohl meinen Unterbau erst mit DDR5 und nem Zen3/4 in 2-3 Jahren aufrüsten.
        Was fie maximales FPS anbelangt, mag das stimmen. Aber die minimalen FPS kommen da schon so langsam mächtig ans stottern je nach Spiel. Vor allem Battlefield V stürzt da mal gerne auf unter 50 FPS ab von sonst eher um die 80. Bei 6-Kerner sind die drops schon nicht mehr vorhanden.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Grestorn
        Meine CPUs: Athlon 64 X2, i7-980x, 5960x und dann mal sehen (was vor dem Athlon war, weiß ich nicht mehr genau...). Es reicht also wirklich, alle 5-8 Jahre die CPU aufzurüsten.
        Ich hatte vor meinen Ryzen 2700X einen 2500K 7 Jahre lang.
        Aber da habe ich schon echt lange gewartet.
        Dennoch sollten 4-5 Jahre mit einer guten CPU drin sein.
        Kommt aber auch immer auf die jeweiligen Bedürfnisse/Ansprüche des Einzelnen an.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Grestorn
        Ich bleib beim 5960x. Ich sehe momentan schlicht keinen Grund, aufzurüsten. Nur ein haufen Arbeit und kein messbarer Gewinn.
        Wenn mir nicht das Board verreckt wäre hätte ich auch noch den 5960X - bis der 3950X erschienen wäre.
        Dass ich nen 8100er und jetzt den 3900er hatte war nicht der ursprüngliche Plan, ich wollte eigentlich von 8 auf 16 Kerne. Aber was solls, jetzt hab ich halt den 12er und warte mal ab was ein 4950X nächstes jahr so bringt.
      • Von Grestorn
        Zitat von Incredible Alk
        Oha da bin ich als Nerd dem ganzen aber WEIT voraus... mal sehen:

        erster 2-Kerner: 2006, AMD X2 4800+
        erster 4-Kerner: 2008, Core2 Quad 6600
        zweiter 4-Kerner: 2009, Core i7 920
        erster 6-Kerner: 2012, Core i7 3930K
        erster 8-Kerner: 2014, Core i7 5960X
        erster 12-Kerner: 2019, AMD Ryzen 9 3900X
        erster 16-Kerner (mutmaßlich): 2020, AMD Ryzen9 4950X
        Ich bleib beim 5960x. Ich sehe momentan schlicht keinen Grund, aufzurüsten. Nur ein haufen Arbeit und kein messbarer Gewinn.

        Der wird vermutlich noch seinen 6. und 7. Geburtstag bei mir erleben - wer weiß, vielleicht sogar noch mehr

        Meine CPUs: Athlon 64 X2, i7-980, 5960x und dann mal sehen (was vor dem Athlon war, weiß ich nicht mehr genau...). Es reicht also wirklich, alle 5-8 Jahre die CPU aufzurüsten.
      • Von Kaaruzo Volt-Modder(in)
        Zitat von Holindarn
        Das zeigt doch nur wie Intel die Entwicklung künstlich beschränkt hat...
        So kann man das sehen. Man kann es aber auch so sehen, dass man mit einem Intel 4C/8T Prozzi lange nicht aufrüsten musste und gut Geld gespart hat. Wer sich 2011 einen i7 2600k geholt hat, kann auch heute noch relativ gut damit spielen. Da waren die CPU Aufrüstzyklen früher deutlich kürzer.
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