Tiger Lake im Sommer: Intel will 10-nm-Prozess deutlich verbessert haben

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Tiger Lake im Sommer: Intel will 10-nm-Prozess deutlich verbessert haben (1)
Quelle: Intel

Ungeachtet der Coronakrise will Intel Tiger-Lake-Prozessoren Mitte 2020 veröffentlichen. Im ersten Quartal 2020 habe man bereits doppelt so viele CPUs produziert wie seinerzeit Ice-Lake-Chips. Das belegt, sagt Intel, wie wir sehr man das 10-nm-Verfahren verbessern konnte.

Intel hat neue Geschäftszahlen veröffentlicht und in diesem Zuge enthüllt, Tiger Lake noch Mitte des Jahres veröffentlichen zu wollen. Die Rede ist von "Client-CPUs", was in dem Kontext aber nur die mobilen Chips meint, nicht etwaige Desktop-Ableger. Laut Intels Finanzchef George Davis habe man im ersten Quartal 2020 bereits doppelt so viele Tiger-Lake-Prozessoren produziert wie Ice-Lake-Chips im Vorjahreszeitraum. "Ich denke, das zeigt Ihnen, wie sehr wir den 10-nm-Prozess verbessert haben."

Tiger Lake setzt auf Intels neue Willow-Cove-Kerne und kombiniert sie mit einem Grafikkern der vielbeschworenen Xe-Serie. Mitte 2020 heißt vermutlich, dass die mobilen Chips beziehungsweise entsprechende Notebooks irgendwann zwischen Juni und August auf den Markt kommen. Ob die Geräte im Angesicht der Coronakrise auch direkt breit verfügbar sind, bleibt natürlich abzuwarten. Bis zum Weihnachtsgeschäft stellt man jedenfalls 50 Notebook-Designs in Aussicht. Schon zum Release sollen es mehr als seinerzeit bei Ice Lake sein.

Ice Lake-SP in der Sampling-Phase

Ice Lake für Server befindet sich offenbar ebenfalls im Zeitplan. Laut Folie werden Samples bereits ausgeliefert. Ice Lake-SP erscheint ebenso wie Cooper Lake-SP für die Whitley-Plattform, wird sich von Cooper Lake-SP allerdings durch die 10-nm-Fertigung absetzen. Zuletzt hatte Intel noch zahlreiche Cooper Lake-Modelle aus dem Fahrplan gestrichen. Die CPUs erscheinen nur noch für Server mit vier und acht Prozessoren pro Node.

Ebenfalls interessant: Comet Lake-S mit Sockel 1200: Noctua erklärt CPU-Kühler-Kompatibilität

Neuigkeiten zum Launch von Comet Lake-S bleiben die Amerikaner schuldig. Gerüchten nach könnten die Desktop-CPUs mit bis zu zehn Kernen Ende April präsentiert und in den darauffolgenden Wochen veröffentlicht werden. Aufrüster, die auf Comet Lake-S umsteigen wollen, benötigen trotz erneutem Festhalten am 14-nm-Prozess neue Mainboards mit Chips der 400er-Serie. PCI-Express 4.0 könnten die Platinen "eingeschränkt" unterstützen.

Quelle: Intel

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    • Kommentare (12)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von sterreich
        Hmm, warum hab ich das Gefühl, dass das eine präventive Meldung ist, da Intel nach den überaus positiven Tests zu den 4000ern seine Felle davonschwimmen sieht?

        Na gut, ich bin gespannt. Ein neues Notebook juckt mich eh schon eine Zeit in den Fingern, mehr Auswahl ist da immer gut?

        Da stellt sich halt die Frage, wie groß die Nachfrage nach Ice Lake ist/war?
        Sind ja trotz allem nur ein paar 2 und 4 Kerner bei denen die bessere IPC durch den gerineren Takt im Vergleich zu Comet Lake aufgrefressen wird.
        Und nach der besseren Intel-Grafik kräht ja sowieso kein Hahn.

        Insgesamt war der Fortschritt zur 9000er Gen ja doch überschaubar.
        Soweit ich das mitbekomme (ist nicht gerade mein Fachbereich), verkaufen die sich sehr gut. Vier Kerne sind für 90 Prozent der Anwender mehr als genug Leistung, mobile-Workstations und High-End-Gaming-Lapops eher die Ausnahme. Ice Lake bringt also die gleiche, angemessen Leistung bei weniger Kühlungsbedarf und mit leichteren, dünneren günstigeren Akkus. Im Desktop wäre das alles wenig mehr, aber mobile schlägt er sich ziemlich gut – Intel hat 10 nm da eingeführt, wo der mangelhafte Prozess seine Stärken ausfahren kann. Deswegen ist es auch plausibel, dass als nächstes Server folgen (niedriger Takt okay, hohe Effizienz wichtig, viele Einheiten müssen auf beschränkter Chipgröße untergebracht werden) und danach eher mit GPUs (sehr viele Recheneinheiten, anderes Aspekte als Verbrauch/Transistor und Kosten/Transistor sind praktisch egal) denn mit High-End-Desktop-CPUs gerechnet wird.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von sterreich
        Hmm, warum hab ich das Gefühl, dass das eine präventive Meldung ist, da Intel nach den überaus positiven Tests zu den 4000ern seine Felle davonschwimmen sieht?

        Na gut, ich bin gespannt. Ein neues Notebook juckt mich eh schon eine Zeit in den Fingern, mehr Auswahl ist da immer gut?

        Da stellt sich halt die Frage, wie groß die Nachfrage nach Ice Lake ist/war?
        Sind ja trotz allem nur ein paar 2 und 4 Kerner bei denen die bessere IPC durch den gerineren Takt im Vergleich zu Comet Lake aufgrefressen wird.
        Und nach der besseren Intel-Grafik kräht ja sowieso kein Hahn.

        Insgesamt war der Fortschritt zur 9000er Gen ja doch überschaubar.
        Soweit ich das mitbekomme (ist nicht gerade mein Fachbereich), verkaufen die sich sehr gut. Vier Kerne sind für 90 Prozent der Anwender mehr als genug Leistung, mobile-Workstations und High-End-Gaming-Lapops eher die Ausnahme. Ice Lake bringt also die gleiche, angemessen Leistung bei weniger Kühlungsbedarf und mit leichteren, dünneren günstigeren Akkus. Im Desktop wäre das alles wenig mehr, aber mobile schlägt er sich ziemlich gut – Intel hat 10 nm da eingeführt, wo der mangelhafte Prozess seine Stärken ausfahren kann. Deswegen ist es auch plausibel, dass als nächstes Server folgen (niedriger Takt okay, hohe Effizienz wichtig, viele Einheiten müssen auf beschränkter Chipgröße untergebracht werden) und danach eher mit GPUs (sehr viele Recheneinheiten, anderes Aspekte als Verbrauch/Transistor und Kosten/Transistor sind praktisch egal) denn mit High-End-Desktop-CPUs gerechnet wird.
      • Von plusminus BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von tom_111
        Womöglich weil viele Leute aus Gewohnheit bei Intel bleiben.
        Hoffentlich werden bald mehr zu AMD wechseln.
        Werden wir sehen wie sich 10 Jahre Amd Billighardware Gewurschtel auf das Wechselverhalten Auswirkt

        Momentan treten Amd,s nagelne 7nm !! Ryzen noch gegen die steinalten 14nm Intel Cores an und liegen beim Gaming trotzdem immer noch hinten
      • Von sterreich BIOS-Overclocker(in)
        Hmm, warum hab ich das Gefühl, dass das eine präventive Meldung ist, da Intel nach den überaus positiven Tests zu den 4000ern seine Felle davonschwimmen sieht?

        Na gut, ich bin gespannt. Ein neues Notebook juckt mich eh schon eine Zeit in den Fingern, mehr Auswahl ist da immer gut?

        Zitat von PCGH_Torsten
        Immerhin Serie!
        Wobei Ice Lake mittlerweile gut verfügbar ist. Das Problem niedriger Yields hatte Intel schon vor einem Jahr als zu den Akten gelegt erklärt (wieviel Wahrheit darin steckte, sieht man jetzt), als größeres Ärgerniss gilt der maximale Takt. Dazu wurde leider wieder nichts gesagt.
        Da stellt sich halt die Frage, wie groß die Nachfrage nach Ice Lake ist/war?
        Sind ja trotz allem nur ein paar 2 und 4 Kerner bei denen die bessere IPC durch den gerineren Takt im Vergleich zu Comet Lake aufgrefressen wird.
        Und nach der besseren Intel-Grafik kräht ja sowieso kein Hahn.

        Insgesamt war der Fortschritt zur 9000er Gen ja doch überschaubar.
      • Von tom_111 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Palmdale
        Und doch scheffeln sie trotz aller Probleme Kohle ohne Ende


        Womöglich weil viele Leute aus Gewohnheit bei Intel bleiben.
        Hoffentlich werden bald mehr zu AMD wechseln.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Immerhin Serie!
        Wobei Ice Lake mittlerweile gut verfügbar ist. Das Problem niedriger Yields hatte Intel schon vor einem Jahr als zu den Akten gelegt erklärt (wieviel Wahrheit darin steckte, sieht man jetzt), als größeres Ärgerniss gilt der maximale Takt. Dazu wurde leider wieder nichts gesagt.
        Und Effizienz pro Takt. Sonst würde man ja wohl mit höherem Takt antreten.

        "Ungeachtet der Coronakrise will Intel Tiger-Lake-Prozessoren Mitte 2020 veröffentlichen. Im ersten Quartal 2020 habe man bereits doppelt so viele CPUs produziert wie seinerzeit Ice-Lake-Chips. Das belegt, sagt Intel, wie wir sehr man das 10-nm-Verfahren verbessern konnte. "
        Ja, es sagt einiges aus, wie der für 2016 prognostizierte Prozäss läuft
        Zitat von Don-71
        Was der Ankündigungsweltmeister seit 2017 halt vierteljährlich so verkündet und selbst wenn es diesmal stimmt, trifft der gute Tigerlake auf Renoir, was nicht wirklich gesund für ihn ist.
        Aber wann immer Intel in den letzten 2-3 Jahren angekündigt hat ihre Probleme "überwunden" zu haben, kam halt ein Flopp in 10nm nach dem anderen. Man darf gespannt sein, aber erstens glaube ich Intel nur soweit ich sie werfen kann und die Renoir U Prozessoren, dürften Tigerlake mehr als einheizen.
        Technisch gesehen ist Intel seit 2016 eigentlich eine Enttäuschung. Und dennoch: 2016 bzw eigentlich 2017 kam erstmals seit 10 Jahreen endlich ein Gegenwind.
        Und gerade hier im Forum hieß es immer wieder: intel Wird sich noch wundern usw.
        Was kaum jemand mitgekriegt hat: sowohll AMD als auch Intel haben seither die Preise einfach nach oben gezogen. Dadurch ergeben sich auch bessere Margen, höhere Gewinne.

        Das war halt das Wunschdenken (Intel müsse dank AMD Verluste hinnehmen): Realität: Intel hat seit 2016 welche Umsatz und Gewinnzahlen? Die Intel-Geschaeftsergebnisse im ersten Quartal 2020 | 3DCenter.org
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