Silicon Lottery macht zu: Das Ende einer Ära
Das Angebot von Silicon Lottery wird geschlossen und damit endet auch eine Ära. Prozessoren sind heute ab Werk stark selektiert, bieten immer weniger OC-Freiheiten und sind auch kaum in den Stückzahlen zu bekommen, die man für eine sinnvolle Selektion braucht. Das Ende war schon im April absehbar.
Schon im April war konkret absehbar, dass eine Ära zu Ende gehen wird - Silicon Lottery hatte bestätigt, dass man keine Ryzen 5000 mehr anbieten wird. Damit reduzierte sich das Angebot auf einige wenige Intel-Prozessoren, die aktuell aber nicht unbedingt immer die erste Wahl für Systembauer sind. Als der Verkauf von Vermeer eingestellt wurde, machte die Begründung bereits deutlich, dass dem Binning zunehmend die Geschäftsgrundlage entzogen wird.
Der Support des Händlers ließ damals auf Anfrage wissen, dass die Verfügbarkeit der Vermeer-CPUs zu schlecht ist, um eine ausreichend interessante Selektion durchzuführen. Man habe sich zwar bemüht, die notwendigen Stückzahlen zu beschaffen, sei damit aber gescheitert. Und letztendlich war als Kunde auch festzustellen, dass der Mehrwert immer geringer wurde.
Bei Silicon Lottery wurden selektierte Prozessoren mit garantierten Taktraten angeboten. Das Geschäftsmodell hat aber nicht nur unter der teils schlechten Verfügbarkeit der großen Mengen an CPUs zu leiden, die man für die Selektion braucht, sondern auch an der zunehmenden Selektion bei den Herstellern, die immer weniger Spielraum lassen. Im Falle von Ryzen 5000 wurde auch von Kundenseite durchaus die Sinnhaftigkeit der Selektion hinterfragt, weil man eigentlich Prozessoren nach ihrem Verhalten im Curve Optimizer selektieren müsste, anstatt nach garantierten Spitzentaktraten. Das aber würde den Aufwand und damit die Preise weiter explodieren lassen. Manche forderten eine Umstellung der Selektion bei Ryzen auf den Fabric-Takt, aber auch dafür müsste erst einmal die notwendigen Stückzahlen bekommen.
Bei Rocket Lake konnte man oft froh sein, wenn durch Selektion noch 100-200 MHz gefunden wurden, ohne grobe Gewalt bei Spannung und Kühlung anwenden zu müssen. Und so war das nun verkündete Ende wohl absehbar. Am 31. Oktober ist Schluss. Der Köpf-Service wird bis 30. November abgewickelt. Garantiesachen werden per E-Mail weitergeführt.
"Wir hatten eine fantastische Zeit in den letzten sieben Jahren bei Silicon Lottery. Dieses Geschäft ist gewachsen und hat so viele Menschen beeinflusst, mehr als ich jemals für möglich gehalten hätte. Ich persönlich schätze alle, mit denen ich in diesen Jahren sprechen konnte, von der Fehlersuche über allgemeine Fragen bis hin zu Spekulationen. Es war so einfach, mit so vielen durch unser gemeinsames Hobby in Kontakt zu kommen."
Die ausgeführten Gründe liegen auf der Hand. Selbst der Köpf-Service wurde zuletzt immer weniger in Anspruch genommen, weil Intel teils wieder auf verlötete Heatspreader umgestellt hat, die thermisch effizienter arbeiten und den Nutzen einer geköpften CPU reduzieren. Dazu kam die immer stärkere Selektion der Hersteller und die schlechte Versorgungslage. Am Ende waren die Verkaufszahlen wohl so niedrig, dass der Shop nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden kann. Immerhin schließt man eine Rückkehr nicht aus. Sollte sich am Horizont ein Geschäftsmodell abzeichnen.

Du kannst ja ruhig mal auf dein eigenes FAQ verweisen:
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Da sind auch geeignete Szenen zum vergleichen zu finden
Geringere Auflösung und die Fps steigen? ---> GPU-Limit
Geringere Auflösung und die Fps steigen nicht? ---> CPU-Limit
Dann das entsprechende aufrüsten und fertig. RAM-OC bringt mehr Leistung im CPU-Limit, du konntest also dank Dual Channel (zwei statt einem Riegel in den richtigen Controllern) mehr CPU-Leistung erhalten, was bei dir für ein CPU-Limit spricht. Teste das aber in exakt der gleichen Szene, sonst bekommst du keine Werte, mit denen du etwas anfangen kannst
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