Ryzen AI 9 HX 370 überzeugt mit 65 Watt im Spiele-Test [Bericht]
Die Zen-5-APUs der Serie Ryzen AI 300 besitzen ein integrierte Grafikeinheit auf Basis von RDNA 3.5 und arbeiten mit einer Standard-TDP von 28 Watt. Im Desktop(!) und Mini-PC sind bis zu 65 Watt möglich, doch profitieren auch Spiele davon?
Ryzen AI 300 ("Strix Point") im Mini-PC
Die eigentlich mobilen Zen-5-APUs der Serie Ryzen AI 300 ("Strix Point") besitzen ein integrierte Grafikeinheit auf Basis von RDNA 3.5 und arbeiten mit einer Standard-TDP von 28 Watt. Im Desktop(!) und Mini-PC sind jedoch auch Konfigurationen mit einer deutlich höheren TDP von bis zu 65 Watt möglich, doch inwiefern profitiert auch Spiele davon? Wie reagiert die integrierte GPU mit bis zu 16 Compute Units?
Diese Frage stellte sich auch der für seine Tests von ausgefallenen Produkten bekannte YouTube-Kanal ETA Prime und schaute sich mit dem Soyo S9 einen winzigen Mini-PC im NUC-Format an, welcher mit dem aktuellen Spitzenmodell der mobilen Zen-5(c)-APUs, dem AMD Ryzen AI 9 HX 370 (12C/24T) mit Radeon 890M, ausgerüstet ist. So weit, so unspektakulär, wäre da nicht die "hohe" TDP, welche werkseitig 65 Watt beträgt, während der Mobilprozessor eigentlich mit einer Leistungsaufnahme von 28 Watt und einer cTDP von bis zu 54 Watt laut Herstellerangaben spezifiziert wurde. Doch dahintersteckt System.
Hintergrund: AMD hat bereits vor dem Release der Serie Ryzen AI 300 bestätigt, dass es anders als bei APUs der Serien Ryzen 7000 ("Phoenix") und 8000 ("Hawk Point") keine Unterteilung mehr in die U-Serie und H-Serie geben wird. Damit entfallen gleichsam die TDP-Klassen von 15 bis 28 und 35 bis 54 Watt weg, sodass Mobilprozessoren der neuesten Generation von 15 bis 54 Watt sowie herstellerabhängig sogar mit bis zu 65 Watt angeboten werden.
Von dieser Neuerung macht jetzt auch das chinesische Unternehmen Soyo mit dem gleichnamigen Soyo S9 entsprechend Gebrauch und schickt den Mini-PC mit einer auf 65 Watt konfigurierten cTDP ins Rennen. Ob der Ryzen AI 9 HX 370 mit 4× Zen 5 und 8× Zen 5c und vor allem die integrierte Radeon 890M mit 16 Compute Units sowie insgesamt 1.024 Shadereinheiten davon profitieren kann, wollte ETA Prime mit verschiedenen Spiele-Benchmarks herausfinden. Sieben Spiele sowie drei synthetische Benchmarks kamen hierfür zum Einsatz. Die gewählte Bildschirmauflösung hierfür betrug derweil Full HD ("1080p").
Ryzen AI 9 HX 370 mit 65 Watt in Spiele-Benchmarks
In den insgesamt sieben Spielen, welche teilweise mit FSR und Frame Generation getestet wurden, zeigt die mobile APU, dass sie sich auch in Desktops und Mini-PCs behaupten kann und mit 65 Watt durchaus beeindruckende Leistungswerte von ihrer Radeon 890M abruft. Das beste Beispiel dafür ist wohl das äußerst anspruchsvolle Open-World-Action-Rollenspiel Ghost of Tsushima, welches in Full HD sowie mit mittleren Grafikeinstellungen dank FSR 3.1 und Frame Generation auf eine durchschnittliche Framerate von mehr als 65 Fps auf der IGP kommt.
Ein weiterer absoluter Grafik-Showcase, das dystopische Action-Rollenspiel Cyberpunk 2077, wird in Full HD mit niedrigen Details sowie dank der Unterstützung von FSR 2 ("Balanced") durchschnittlich mit 80 Fps auf der Radeon 890M wiedergegeben. Der Chiptakt beträgt je nach Spiel bis zu 2,9 GHz.
Auch die durchschnittlichen Frameraten in Starfield (78 Fps), die mit Frame Generation erreicht wurden, und Hogwarts Legacy (72 Fps), bei dem Upscaling per FSR 2 ("Balanced") zum Einsatz kam, sowie Red Dead Redemption (76 Fps) und Horizon Forbidden West (65 Fps), können sich so absolut sehen lassen.
Das PPT ("Package Power Tracking") betrug bei den Spiele-Benchmarks mit wenigen Ausreißern auf kurzzeitig bis zu 69 Watt stets maximal 65 Watt. In Hogwarts Legacy und Red Dead Redemption wurden sogar nur 48 bis 52 Watt erreicht, weshalb hier durchweg hohe 2,9 GHz beim Chiptakt des Grafikprozessors anlagen.
Ryzen AI 9 HX 370 mit 65 Watt in synthetischen Benchmarks
Bereits der erste synthetische Benchmark, der 3DMark Time Spy zeigt, dass sich die vergleichsweise hohe TDP von 65 Watt in einem rund 12 Prozent höheren GPU-Score widerspiegelt. Während die PCGH-Redaktion beim Test des Ryzen AI 9 HX 370 rund 3.400 Punkte erreichen konnte, erzielte ETA Prime rund 3.800 Punkte. Auch das Gesamtergebnis steigt im Vergleich zur Standard-TDP von 28 Watt um sehr respektable 15 Prozent von rund 3.600 auf jetzt rund 4.200 Punkte.
Im deutlich moderneren 3DMark Steel Nomade kann der Ryzen AI 9 370 HX mit 65 Watt im Vergleich zu der von PCGH getesteten Konfiguration von 480 auf 625 Punkte und damit um satte 30 Prozent zulegen.
Ryzen AI 300 ab Oktober auch in Handheld-PCs und Mini-PCs
Wie aus Industriekreisen auch im Rahmen der Gamescom zu hören war, sollen im Oktober voraussichtlich auch hierzulande die ersten Handheld-PCs und Mini-PCs mit Ryzen AI 300 ("Strix Point") vorgestellt und bis spätestens zum Jahresende in den Handel gebracht werden. Während die Zen-5-APUs mit 15 bis 28 Watt wohl in effizienten Gaming-Handhelds zum Einsatz kommen werden, werden die Kleinstcomputer auf 35 bis 54 Watt und in Einzelfällen wohl auch mit Leistungsaufnahmen von bis zu 65 Watt eingesetzt werden.
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Quelle: ETA Prime via VideoCardz

Dieser hat "lediglich" 332,50 € (mit 5% Rabatt) gekostet. Mit 16 GB RAM, SSD, und Windows 11. Fand ich jetzt o.k.
RAM hat einen grossen einfluss auf den idle verbrauch. Auch die stromspartechniken des Mainboards. Mein 8700g mit B650board ist bei 27-30watt im idle inkl. Dgpu 7800xt de hybrid grafik. Eine chiplet cpu braucht 15-20watt mehr. wie das mit Zen6 aussieht weiss man noch nicht.
Die brauchbaren AMD Modelle kosten immer so zwischen 500 und 800€ was dann viel zu teuer ist leider.
Dieser hat "lediglich" 332,50 € (mit 5% Rabatt) gekostet. Mit 16 GB RAM, SSD, und Windows 11. Fand ich jetzt o.k.
So Teuer sind die APU/CPU´s nicht, es gibt auch günstigere AMD Angebote, das sind aber alles Chinaböller.
Die OEM haben wohl immer noch Knebel von Intel.