Ryzen 7 9800X3D: Zauberei durch CCD-Deaktivierung? [Update]
Obwohl die Ryzen 9000X3D ("Granite Ridge-X") und die erste CPU dieser Serie, der Ryzen 7 9800X3D, inzwischen ein offenes Geheimnis sind, so hat Gigabyte der Ankündigung jetzt doch vorgegriffen und verspricht bis zu 35 Prozent mehr Leistung.
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Originalmeldung vom 18. Oktober 2024:
Das Release der neuen Gaming-CPUs von AMD könnte schon bald bevorstehen, denn wenngleich die Ryzen 9000X3D ("Granite Ridge-X") und die erste CPU dieser Serie, der designierte Gaming-König Ryzen 7 9800X3D, inzwischen ein offenes Geheimnis sind, so hat Gigabyte der Ankündigung durch AMD jetzt doch vorgegriffen. Der Hersteller aus Taiwan hat einen neuen sogenannten "X3D Turbo Mode" angekündigt, der die Leistung der Ryzen 9000X3D um bis zu 35 Prozent anheben soll und auch die Prozessoren der Serie Ryzen 9000 um bis zu 20 Prozent beschleunigt.
Quelle: Gigabyte
In seiner offiziellen Pressemitteilung beschreibt der taiwanische Hersteller den neuen "X3D Turbo Mode", welcher sowohl auf den AM5-Mainboards mit den neuen Chipsätzen X870E und X870 als auch den älteren PCHs ("Platform Controller Hubs") der 600er-Generation die Performance von Ryzen 7000(X3D) und Ryzen 9000(X3D) wortwörtlich dank "BIOS-Zauberei" steigern soll, folgendermaßen.
Gigabyte freut sich, die Einführung des X3D Turbo Mode bekannt zu geben.
Diese revolutionäre BIOS-Funktion wurde entwickelt, um die Gaming-Performance auf den Mainboards der Serien X870E, X870 und 600 mit Ryzen 7000 X3D und Ryzen 9000 Prozessoren zu maximieren.
Der Gigabyte X3D Turbo Mode ist eine hochmoderne BIOS-Funktion, die die Grenzen der Gaming-Performance erweitert. Empirische Tests zeigen, dass diese innovative BIOS-Funktion den Gamern greifbare Vorteile bietet, mit Leistungssteigerungen von bis zu 35 Prozent für die kommenden AMD Ryzen 9000 X3D Prozessoren und beeindruckenden 20 Prozent für AMD Ryzen 9000 Prozessoren ohne X3D*.
Darüber hinaus ermöglichen die einzigartigen Optimierungsparameter des X3D Turbo Mode, dass auch die AMD Ryzen 9000 Prozessoren ohne X3D ein ähnliches Gaming-Performance-Niveau wie ihre Ryzen X3D-Pendants erreichen.
Erleben Sie flüssigeres Gameplay, höhere Bildraten und reduzierte Latenzzeiten durch die BIOS-Zauberei von Gigabyte - den X3D Turbo Mode.
*Die Leistungsverbesserung kann je nach Prozessormodell und DRAM-Bedingungen variieren.
- Gigabyte -
Da der Hersteller schreibt, dass der "X3D Turbo Mode" gemeinsam mit "AMD AGESA 1.2.0.2a in die neueste BETA-BIOS-Version integriert und in naher Zukunft mit Aorus AI SNATCH synchronisiert" wird, ist davon auszugehen, dass dieses Feature nicht exklusiv Gigabyte vorbehalten sein wird. Die Funktion könnte eines der neuen Optimierungsfeatures sein, welche für Ryzen 9000X3D eingeführt werden, entsprechend aber von Ryzen-CPUs ohne 3D V-Cache nutzbar sind.
Aktualisierung vom 19. Oktober 2024:
BIOS-Zauberei durch CCD-Deaktivierung?
Während Gigabyte wortwörtlich von flüssigerem Gameplay, höheren Bildraten und reduzierten Latenzzeiten durch "BIOS-Zauberei" spricht und explizit betont, dass die AMD Ryzen 9000 ohne 3D V-Cache durch den ominösen "X3D Turbo Mode" eine "ähnliche Gaming-Performance" wie Ryzen 9000X3D erreichen soll, hat sich Softwareentwickler Yuri ("1usmus") Bubliy ebenfalls zu Wort gemeldet.
Die Marketingabteilung lebt in einem Paralleluniversum. Diese Funktion ist nur für die Prozessoren mit zwei CCDs vorgesehen. Es ist auch wichtig zu beachten, dass dieser Leistungsgewinn nur bei Spielen möglich ist, die nicht viele Threads verwenden. - Yuri ("1usmus") Bubliy -
Demnach werde das Feature lediglich einen CCD ("Core Complex Die") auf CPUs mit zwei CCDs abschalten, was aber weiterhin nicht erklärt, wie Gigabyte Ryzen 9000 ohne 3D V-Cache auf eine ähnliche Gaming-Performance wie Ryzen 9000X3D beschleunigen möchte. Hinzu kommt der beinahe schon abenteuerliche Leistungssprung von bis zu 35 Prozent bei Ryzen 9000X3D.
Die Abschaltung eines CCDs, die Übertaktung des anderen CCDs, der aggressive Einsatz von PBO und PBO Overdrive oder eine Erhöhung der TDP, wie zuletzt beim Ryzen 7 9700X und Ryzen 5 9600X, sind noch in der Verlosung. Erstmals könnte Ryzen 9000X3D das vollständige OC-Featureset besitzen, aber all das würde Leistungssprünge dieser Größenordnung nicht möglich machen.
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Quelle: Gigabyte via VideoCardz


Qualität des IMC und FCLK/IF auszuloten sollte automatisiert kein Problem sein. Eine KI die entsprechende Stresstests selbstständig durchführt, sich die Ergebnisse merkt, zugriff aufs BIOS hat, Spannungen hoch/runter setzt und anschließend erneut testet und die Ergebnisse vergleicht... machbar.
Widerstände genauso.
RAM Timings? Sicherlich auch machbar. Entweder indem der Benutzer seine ICs selbst eingibt, z.B. H16A, und darauf basierend mit einem "laschen Preset" (hier kommt der OCler zum Einsatz) die KI anfängt und Timing für Timing weiter auslotet und jedesmal einen (odere mehrere) Stresstest(s) laufen lässt, oder ohne Kenntnis der ICs halt ausgehend vom XMP/EXPO Profil die Timings reduziert.
Gewisse Timing abhängigkeiten, z.B. 4xtRRDS = tFAW, können auch in die KI Programmiert werden
Also ich bin überzeugt, dass das gehen würde. Auch Rockstable, denn die KI kann theoretisch auch dazu genutzt werden automatisiert, nach den Synthetischen Stresstests, Spieletests durchzuführen
"Problem" ist nur, dass kein Mainboardhersteller so einen derartigen Aufwand betreiben wollen wird. Bringt ja kein Geld.
Außerdem wird, auch wenn es eine KI erledigt, viel Wasser den Nil runterlaufen bis das OC fertig ist. Da haben viele auch keine Lust drauf. Insofern wird es wohl bei "1 Click OC" Funktionen mit bekannten Problemen bleiben.
Doppelt hält besser
(Ryzen 9000 hat diese allerdings nicht.)
Hmm, ich denke, das kommt schon hin mit neuem Benchmark-Modus 640x480
Vobis hatte früher auch Turbo-Knöpfe.....