Ryzen 7 4700U: Weitere Benchmark-Ergebnisse geleakt
Auf Twitter wurden weitere Benchmark-Ergebnisse zum Ryzen 7 4700U veröffentlicht. Diese attestieren der Renoir-APU eine deutlich höhere CPU- und auch eine gestiegene GPU-Leistung. Die Resultate sind aber nur wenig belastbar: Ein Ergebnis wurde offenbar durch einen Fehler beeinflusst und der Speichertakt des Testsystems war zu niedrig.
Nachdem der Release von AMDs neuen Renoir APUs kurz bevorstehen dürfte, lassen sich immer mehr geleakte Informationen und Vorab-Benchmarks finden. Ebensolche hat der Twitter-Nutzer _rogame ausfindig gemacht: Er hat den 3DMark-Eintrag eines Ryzen 7 4700U entdeckt und vergleicht diesen mit den Prozessoren Ryzen 3 3200G, Ryzen 5 3550H, i7-1065G7 und i7-1068G7.
Sprung bei GPU- und CPU-Leistung
Als Teil der Renoir-Familie wird der Ryzen 7 4700U auf Zen 2 und die 7-nm-Fertigung von TSMC setzen. Gegenüber der Vorgängergeneration wird außerdem die Kernzahl verdoppelt: Der 4700U soll über acht Kerne verfügen und diese ohne SMT betreiben - das bleibt den neuen Ryzen-9-APUs vorbehalten.
Laut den veröffentlichten Werten kann sich der Ryzen 7 4700U vor allem im Physiktest vom Ryzen 3 3200G absetzen: Hier hat der Neuling 25,9 Prozent mehr Leistung als die zum Vergleich herangezogene Desktop-APU. Laut 3D Center soll außerdem der Graphics-Score noch brauchbare Ergebnisse liefern: Hier unterscheiden sich die beiden Modelle um 4,5 Prozent zugunsten des Ryzen 3 3200G, was angesichts der deutlich höheren TDP des Ryzen 3 durchaus als Gewinn für die Renour-APU gewertet werden kann. Gegenüber der GPU des Ryzen 5 3550H (Notebook) liegt der 4700U deutlich vorne.
Die von _rogame veröffentlichten Benchmarks sind Vorabwerte und dementsprechend mit Vorsicht zu genießen: Über das restliche System, das gerade in Notebooks entscheidend ist, ist kaum etwas bekannt. Zum Speicher vermutet _rogame, dass es sich um zwei Module mit 1866 MHz handelt. Das wäre wesentlich weniger als die APU eigentlich unterstützt, was insbesondere die Grafikleistung im Benchmark stark verzerren würde. Diese ist somit nur als grober Anhaltspunkt nutzbar.
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Bei den geleakten Benchmarks scheint es außerdem noch Probleme zu geben: Im Combined-Test schneidet der Ryzen 7 4700U katastrophal schlecht ab, was nur durch einen Fehler begründet werden kann. Zudem sind, wie gesagt, die fehlenden Informationen zum System ein großes Problem. Laut 3D Center sind die Werte aber so schon wegweisend: Wenn die Ergebnisse stimmen, wäre die APU bereits deutlich schneller als Intels aktuelle Flaggschiff-CPU im Notebook, obwohl der Ryzen 7 4700U nicht einmal AMDs Topmodell ist.
Quelle: 3DCenter, 3DCenter (Forum)
