Ryzen 6000: Erstes Foto und Blockschaltbild von AMDs Rembrandt-APU aufgetaucht
Im Netz wurde ein erstes Foto und ein Blockschaltbild von AMDs Ryzen-6000-APUs, alias Rembrandt, veröffentlicht. Demnach sind die neuen APUs deutlich größer als die aktuellen Generation. Der zusätzliche Platz dürfte dabei hauptsächlich der GPU zugute kommen, die gegenüber der aktuellen Generation eine deutlich modernere Architektur und 50 Prozent mehr Shader haben soll.
Passend zur CES 2022 will AMD am kommenden Dienstag einen Livestream veranstalten, auf dem das Unternehmen auch mehrere neue Produkte ankündigen und vorstellen wird. Zu diesen zählen dabei angeblich auch die Ryzen-6000-APUs aus der Rembrandt-Familie, die bald für den Notebook-Markt erscheinen sollen.
Deutlich mehr GPU-Leistung für Rembrandt?
Passend dazu hat die Website Videocardz nun ein erstes Bild veröffentlicht, das eine der neuen Rembrandt-APUs auf einem Notebook-Mainboard zeigt. Die Platine soll dabei von einem Alienware m17 R5 stammen, der in der entsprechenden Konfiguration wohl ebenso auf der CES vorgestellt wird. Angeblich soll dieser maximal auf einen Ryzen 9 6980HX und eine AMD Radeon RX 6850M XT setzen. Auf dem Bild ist aber eine Konfiguration mit Radeon RX 6700M zu sehen.
Quelle: Videocardz
AMD Ryzen 9 6980HX und AMD Radeon RX6700M auf dem Mainboard eines Alienware m17 R5.
Allzu viele Details über Rembrandt lassen sich aus dem Foto zwar nicht ablesen, doch mit ein bisschen Bildbearbeitung lässt sich dadurch zumindest die Größe der Ryzen-6000-APU abschätzen. Laut Videocardz und dem auf Twitter aktiven Patrick Schur soll diese bei ungefähr 206 bis 208 mm² liegen. Damit wäre Rembrandt, trotz des eigentlich kompakteren 6-nm-Prozesses, deutlich größer als der Vorgänger Cezanne (156 mm²).
Passend zum Thema: AMD auf der CES: Ryzen 9 6980HX, 6900HX sowie Ryzen 7 6800H und Radeon RX 6850M XT?
Eine Erklärung dafür kommt wiederum vom Leaker Executable Fix, der ein Blockschaltbild von Rembrandt veröffentlicht hat. Wenn dieses echt ist, dann setzen die Ryzen-6000-APUs nicht nur, wie bereits bekannt, auf eine neuere CPU - und GPU-Architektur, sondern auch auf deutlich mehr Shader.
In dem Blockschaltbild ist von sechs RDNA2-Work-Group-Processors (WGP) die Rede. Jeder WGP dürfte dabei zwei Compute Units (CU) und diese wiederum je 64 Shadern entsprechen. Insgesamt käme Ryzen 6000 somit auf 768 RDNA2-Shader, wohingegen die aktuellen Ryzen-5000-APUs nur auf 512 Vega-Shader setzen. Gleichzeitig steigt durch den Einsatz von DDR5-RAM außerdem auch die für die GPU kritische Bandbreite. Bei der Grafikleistung wird es mit der Generation also wohl einen deutlichen Sprung nach vorne geben.
| Produktname | Ryzen 6000 | Ryzen 5000 |
|---|---|---|
| Codename | Rembrandt | Cezanne |
| Fertigung | 6 nm | 7 nm |
| Chip-Größe | ~207 mm² | 156 mm² |
| CPU-Architektur | Zen 3+ | Zen 3 |
| GPU-Architektur | RDNA 2 | Vega++ |
| CPU-Kerne | 8 | 8 |
| Shader | 768 | 512 |
| Speicher | DDR5-4800 / (LPDDR5X?) | DDR4-3200 / LPDDR4-4266 |
Quelle: (via) Videocardz


Und ein 6700G wird eventuell nie kommen. Zumindest nicht auf Rembrandt Basis. Wenn Zen 4 nach bisherigen Gerüchten irgendwann Mitte 2022 an den Start gehen soll, dann macht das sowieso wenig Sinn. Raphael soll ja von Haus eine iGPU mitbringen.