Intel Core i9-11900: Lastzustand PL2 der Rocket-Lake-S-CPU wohl wieder bei 224 Watt
Es hat sich mal wieder das Engineering Sample einer Rocket-Lake-S-CPU gezeigt. Neben den Benchmarks stechen dabei auch andere Details ins Auge, etwa die TDP von 65 Watt und der PL2-Lastzustand des Core i9-11900, der wie schon beim Core i9-10900 bei 224 Watt liegt. Zum Einsatz kam wohl ein Mainboard mit B560-PCH.
Rocket Lake-S zeigt sich wieder einmal in freier Wildbahn. Dieses Mal geht es um den Core i9-11900, also die etwas abgespeckte Non-K-Variante. Als Engineering Sample taktet die CPU lediglich mit 1,8 GHz (Basis), 3,8 GHz (All Core Turbo) und 4,4 GHz (Turbo Boost Max 3.0 oder Thermal Velocity Boost), insofern sind die neuen Benchmark-Ergebnisse sicherlich nur eingeschränkt aussagekräftig. Mutmaßlich gehandicapt landet der Core i9-11900 im Cinebench R15 und R20 jedenfalls auf dem Niveau eines Core i7-10700 beziehungsweise Core i9-9900K.
Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass die Tester offenbar ein B560-Motherboard beschaffen konnten. PCI-Express 4.0 ließ sich anscheinend noch nicht aktivieren, was man dem BIOS zuschreibt. Wie schon beim Core i9-10900 (wohlgemerkt ohne K) nennt das BIOS eine TDP von 65 Watt und 224 Watt als PL2-Lastzustand. Wie lange PL2 anliegt, verraten die Daten nicht, aber es könnten abermals 28 Sekunden sein. Sofern Intel auch beim Core i9-11900K das Schema des Core i9-10900K übernimmt, würde es dort auf einen PL2-Wert von 250 Watt hinauslaufen und 56 Sekunden (Tau).
Abschied von Skylake
TDP-Klassen sagen nicht unbedingt etwas über den Realverbrauch aus, aber man könnte die Zahlen durchaus so deuten, dass Rocket Lake-S gegenüber Comet Lake-S an Effizienz einbüßt. Schließlich bieten die Topmodelle nur noch acht statt zehn Kerne. In den als anspruchsvoll geltenden AVX512- und AVX2-Tests von AIDA ermittelten die Leaker einen Package-Verbrauch von 123 bis 161 Watt.
Mehr zum Thema: Rocket Lake: CPU-Z-Benchmarks mit IPC-Zuwachs, Modelle und TDP
Berichten nach stellt Intel Rocket Lake-S zusammen mit den 500er-Platinen Anfang 2021 im Rahmen der CES vor. Es könnte, Gerüchten zufolge, aber erst im März Verfügbarkeit gegeben sein. Rocket Lake-S soll zwar noch auf Intels altgedientem 14-nm-Prozess basieren, aber nicht länger auf der Skylake-Architektur. Bei den zum Einsatz kommenden Cypress Cove-Kernen handelt es sich anscheinend um eine Abwandlung der mobilen Ice Lake-Architektur. Cypress Cove bietet dem Vernehmen nach neue AVX512- (AVX3) und SHA-Instruktionen und einen gegenüber Skylake verdoppelten L2-Cache.
Quelle: Bilibili via Videocardz

Ende 2021 soll endlich der 10nm Prozess für den Desktop kommen, das ist 5 Jahre über Zeitplan!
Das sind doch keine "normalen" Probleme mehr, dass ist totales Versagen...
Bei 2 Kernern begrenzt der Takt alleine schon die Leistungsaufnahme und die Spannung, bei 2 Kernern mit SMT und FIVR Fully Integrated Voltage Regulator (22nm Haswell) weiß ich von einem Fall, in dem ohne vorhandenem Turbotakt der eigentlich auf 100MHz begrenzte Basistakt um 24% überschritten und damit 4 GHz locker übertroffen wurde vor der Installation von Service Pack 1 für Windows 7.
220 Watt dürfte dem 4 Kern i3-8100 unter keinen Umständen reingedrückt werden (bzw. der CPU vom Mainboard erlaubt sein, 220 Watt zu ziehen), es sei denn er hat eine Art Druckablassventil.