Rocket Lake-S: Achtkerner mit 16 Threads lässt sich abermals blicken, Angaben zur Xe-iGPU

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Rocket Lake-S: Achtkerner mit 16 Threads lässt sich abermals blicken, Angaben zur Xe-iGPU (2)
Quelle: Intel

Erneut wurde ein Rocket Lake-S Engineering Sample von Intel in freier Wildbahn gesichtet. Interessante Einsichten liefert der aktuelle Datenbankeintrag vor allem hinsichtlich der Xe-iGPU.

Bereits zu Monatsbeginn machte ein Rocket Lake-Prozessor von Intel mit 8 Kernen und 16 Threads auf sich aufmerksam. In einer Benchmark-Datenbank ließ sich die Mainstream-CPU blicken. Im Eintrag fanden sich auch Angaben zum Takt, der sich standardmäßig auf 3,2 GHz belaufe und in der Spitze bei 4,3 GHz im Boost lande. Allerdings dürfte es sich um vorläufige Kennzahlen handeln, da der Rocket Lake-S-Chip noch seine Runden als Engineering Sample dreht.

Xe-iGPU mit 32 Execution Units und 1.150 MHz Grafiktakt

Mittlerweile ist ein weiterer Eintrag zu besagter CPU im Umlauf. Der stammt nunmehr aus der Datensammlung von Geekbench (via videocardz.com). Hier ist das Engineering Sample abermals mit ähnlichen Taktraten unterwegs, auch wenn es leichte Abzüge in der B-Note gibt. So beläuft sich der Basis-Takt auf 3,19 GHz, während im Turbo 4,28 GHz das obere Ende bilden. Ferner listet die Tabelle auch die Cache-Größen.

Wahrscheinlich deutlich interessanter ist nach den vorangegangenen Leaks daher wohl der Teil des Eintrags, der sich mit der integrierten Grafikeinheit beschäftigt. Die stammt nämlich aus der Xe-Riege, die abseits des Abschieds der Skylake-basierten Kernarchitektur und dem Umstieg auf Willow Cove eine der größten Neuerungen darstellt.

Diesbezüglich gibt es Angaben zum Takt der integrierten Grafikeinheit, zur Ausstattung mit Execution Units (EUs) sowie auch ein Testergebnis aus dem Geekbench-Benchmark. So verfügt die iGPU des vorliegenden Engineering Samples über insgesamt 32 Execution Units, was in Summe 256 Shader-Einheiten bedeutet. Im Vergleich bietet Intels Xe DG1-SDV insgesamt 96 EUs und 768 Shader-Einheiten. Der Grafiktakt der iGPU des Rocket Laket-S-Chips belaufe sich indessen auf 1.150 MHz.

Leistungstechnisch sortiert sich die Grafikeinheit unterhalb der aktuellen Intel UHD 630 ein, wie sie beispielsweise aktuell im ebenfalls mit acht Kernen ausgestatteten Core i7-10700K vertreten ist. Die erzielt im selbigen Benchmark insgesamt 6.360 Punkte, wie wccftech.com beispielhaft erwähnt. Die iGPU des Rocket Lake-Achtkerners auf Xe-Basis landet hingegen bei einem OpenCL-Score von 6.266 Punkten.

Die Produktion von Rocket Lake-S soll laut Intel bereits im zweiten Halbjahr 2020 anlaufen. Ein zeitnah darauffolgender Marktstart ist denkbar. Im Fokus der Marketinganstrengungen sollen derweil Gamer stehen. Nachdem Intel hier in den vergangenen Jahren deutlich Federn lassen musste, will der Chiphersteller wieder Boden gut machen. Allerdings, so heißt es aus der Gerüchteküche, wolle Intel hinsichtlich der Kernbestückung wieder einen Schritt zurückgehen. Statt der aktuell maximalen 10 Kerne solle es bei Rocket Lake-S höchstens acht CPU-Kerne inklusive Hyperthreading und hohem Takt geben.

Rocket Lake-S: Achtkerner mit 16 Threads lässt sich abermals blicken, Angaben zur Xe-iGPU (1) Quelle: Geekbench Rocket Lake-S: Achtkerner mit 16 Threads lässt sich abermals blicken, Angaben zur Xe-iGPU (1)

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    • Kommentare (4)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Ich bin schon auf Intels Marketingfolien gespannt: jetzt will man ja mehr Real World Leistung messen, mit Rocket Lake kommt dann: 8 Cores are better than 10
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Ich bin schon auf Intels Marketingfolien gespannt: jetzt will man ja mehr Real World Leistung messen, mit Rocket Lake kommt dann: 8 Cores are better than 10
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Rocket Lake soll auch mindesten vier zusätzliche PCI-Express-Lanes erhalten, möglicherweise zusätzlich (oder stattdessen?) ein breiteres DMI-Interface. Darauf ist bislang nur ein Teil der Sockel-1200-Mainboards vorbereitet (mit weitaus zurückhaltenderen Angaben zur Funktionalität, verglichen mit PCI-Express 4.0), sodass es auch Anlass für neue Layouts geben wird. Aktuell sind nur einige Gigabyte-Boards physisch in der Lage, diese zusätzlichen Ressourcen auch tatsächlich zusätzlich zu nutzen. Asrock und MSI planen scheinbar mit einer Nutzung an Stelle von PCH-Lanes, was aber eine Ressourcenverschwendung darstellt und somit nur als Feature für Aufrüster, weniger aber für Neukäufer interessant ist und Biostar und Asus werden komplet neue Layouts brauchen. Letztere für PCI-Express 4.0 mutmaßlich sowieso, allerdings deuten die DMI-Gerüchte auch an, dass es neue PCHs geben wird und dann muss jeder Hersteller sein Portfolio neu auflegen. Die einen mit mehr, die anderen mit weniger Änderungen, aber definitiv mit neuen Markennamen.
        (Daher rechne ich auch nicht mit einem Markstart vor der Computex. Alle Industrievertreter waren _sehr_ ungehalten, als Intel die zweite Sockel-1151-(SKL)-Generation nach acht Monaten zu Elektronikschrott erklärte. Aber für Z490 wurden, obwohl die RKL-Pläne offensichtlich bekannt waren, trotzdem große Line-Ups und dicke Flaggschiffe aufgelegt.)

        https://www.pcgameshardwa...
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Infi1337
        Wenn der auf LGA 1200 kommt ist das aber kein neuer Sockel .
        Man kann davon ausgehen, dass es parallel dennoch auch neue Boards geben wird, denn bei den aktuellen 1200er-Boards ist/sind bestenfalls der/die primären PCIe-Slots an der CPU per PCIe4 angeschlossen. Der Chipsatz hatte Signalprobleme, sodass man PCIe4 deaktivierte, sodass den MB-Herstellern nichts anderes übrig blieb, als ihre Designs als "PCIe4-ready" zu bewerben.
        Hier kann man nun Rocket Lake einstecken, aber es wird daher natürlich kein PCIe4 über den Chipsatz geben. Diese Lücke wird man dann wohl mit einer neuen Chip-Revision schließen, die dann natürlicherweise auf neuen Boards daherkommt. *)
        Für die meisten Intel-Nutzer dürfte das jedoch kein Problem sein, da man annehmen kann, dass die von älteren Plattformen herkommen werden, denn ein Upgrade von Comet Lake auf Rocket Lake dürfte nur bedingt sinnvoll sein, insbesondere, da Rocket Lake wohl anscheinend schon bei 8 CPU-Kernen enden wird, d. h. die würden größtenteils so oder so ein neues Board kaufen.

        *) Im einfachsten Fall sind das sogar nur neue Board-Revisionen der bereits existierenden Boards. Ich könnte mir vorstellen, dass die Hersteller bzgl. dieser CPU-Iteration wenig Interesse haben werden, komplett neue Board-Designs aufzusetzen.
      • Von Infi1337 Freizeitschrauber(in)
        Wenn der auf LGA 1200 kommt ist das aber kein neuer Sockel .
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