Intel Rocket Lake: Das verraten Z490-Mainboards über Intels nächste CPU-Generation

Die Core-i-10000-Serie ist gerade erst erschienen, doch scheinbar sind Intels Partner in Gedanken schon längst beim Nachfolger. Wir haben Z490-Platinen genauer angeschaut und so einiges gefunden, das (noch) keinen Sinn ergibt - jedenfalls nicht offiziell.

18
Special Torsten Vogel Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Intel Rocket Lake: Das verraten Z490-Mainboards über Intels nächste CPU-Generation
Quelle: Intel

Was hat 20 freie PCI-Express-Lanes, unterstützt 4.0-Geschwindigkeit und wird mit DDR4-3200 spezifiziert? Nun: Comet Lake definitiv nicht; der i9-10900K wirbt mit 16 3.0-Lanes und DDR4-2933 um Kundschaft. Aber Asrock, Gigabyte und MSI bewerben ihre Z490-Platinen offen mit den Vorbereitungen für LGA1200-CPUs, die offensichtlich über diese Fähigkeiten hinausgehen. Wir tragen zusammen, was man schon heute zum Launch der ersten Sockel-1200-CPU-Generation über deren Nachfolger, der Gerüchteküche zufolge also über Rocket Lake, sagen kann.

Beobachtung 1: Gigabyte spezifiziert DDR4-3200

Das erste Indiz ist zugleich das schwächste. Im Handbuch des Gigabyte Z490 Aorus Pro AX finden wir den Eintrag "DDR4 3200", obwohl Comet Lake maximal mit DDR4-2933 spezifiziert ist. Nun ist es nicht unüblich, dass Mainboard-Hersteller mit größeren Speicherfreigaben werben, als die Plattform offiziell unterstützt - aber Gigabyte war bislang die Ausnahme von dieser Regel und gibt beispielsweise für Sockel-1151-Platinen maximal DDR4-2666 an, also die Grenze der Coffee-Lake-Spezifikation. Umgekehrt finden wir auch beim Z490 Aorus Pro AX keine noch höheren Einträge, dabei ist DDR4-4000 oder DDR4-4500 im übertakteten Betrieb jenseits der Spezifikationen sicherlich genauso gut möglich, wie in Intels letzter Mainstream-Generation. Asus und MSI versprechen für einzelne Platinen sogar DDR4-5000 mit ausgewählten RAM-Kits.

Sicherlich wird dafür auch Glück mit dem Speichercontroller der CPU benötigt, aber fest steht: Gigabytes Handbuchautor hat sich weder am technisch Möglichen noch an den Spezifikationen des Core i9-10900K oder seiner Brüder orientiert, sondern an denen einer bislang unbekannten CPU. Natürlich könnte es sich hierbei auch um einen aufgebohrten Comet Lake Refresh handeln - für unsere weiteren Entdeckungen wird das aber schwierig.

Beobachtung 2: Asrock, Gigabyte und MSI bewerben PCI-Express-4.0-Designs

An the Award 4 4warding of 4seeable In4mation on PCI-E 4.0 4 Z490 mainboards goes to: MSI. Vom Rest der 4 großen Mainboard-Hersteller beschränkt sich aber auch nur Asus auf offizielles PCI-E 3.0. Quelle: MSI An the Award 4 4warding of 4seeable In4mation on PCI-E 4.0 4 Z490 mainboards goes to: MSI. Vom Rest der 4 großen Mainboard-Hersteller beschränkt sich aber auch nur Asus auf offizielles PCI-E 3.0. In den Marketing-Materialien der neuen Z490 haben wir folgende Zeilen gefunden: "PCIe 4.0 Hardware ready!" (Asrock), "PCIe 4.0 Hardware Design" (Gigabyte) und "PCI-e Gen 4 Future Ready" (MSI). Während man günstigeren Platinen die 4.0-Tauglichkeit nicht ansieht, es sei an die letztlich von AMD unterbundenen Pläne erinnern, B450-Mainboards per UEFI-Update für Ryzen-3000-4.0-Betrieb freizuschalten, so können wir diese Versprechen zumindest für das bereits erwähnte Z490 Aorus Pro AX und für MSI Z490 Ace verifizieren. Beide tragen die bislang nur von X570-Modellen bekannten, 20-GBit/s-tauglichen Splitter und Redriver, die für so hohe Datenraten in einem Multi-GPU-tauglichen Design (×8/×8) nötig sind. Nur das Asus Maximus XII Hero scheint sich vornehm zurückzuhalten und zeigt die für PCI-Express-3.0-Einsatz bekannten "ASM1480", im mündlichen Gespräch wurden gegenüber PCGH aber weiterreichende Fähigkeiten angedeutet.

Spezifiziert werden die Steckplätze vorerst dennoch nur mit PCI-Express 3.0. Da der Z490 vermutlich nur ein Rebrand des PCI-Express-Modells Z390 ist und auch die Comet-Lake-CPUs den PCI-Express-3.0-Controller von Coffee Lake geerbt haben, können Z490-Mainboards aktuell eben keine PCI-Express-4.0-Geschwindigkeit erreichen. Dass zumindest ein Teil unter nicht unerheblichen Kostenaufwand trotzdem dafür fit gemacht wird, ist in unseren Augen ein eindeutiges Zeichen für LGA-1200-CPUs auf Basis eines neuen Chips, die per UEFI-Update in aktuellen Z490-Mainboards laufen und dort Grafikkarten über PCI-Express 4.0 anbinden können.

Beobachtung 3: Asrock und Gigabyte verbauen vorerst funktionslose M.2-Slots

Laut Handbuch sieht man hier links einen M.2-Slot mit PCH-Anbindung und rechts sieht man gar nichts. Dieses Nichts ähnelt auf dem Asrock Z490 Phantom Gaming Velocitá aber verdächtig einem an den CPU-Sockel angebunden M.2-Steckplatz. Quelle: PC Games Hardware Laut Handbuch sieht man hier links einen M.2-Slot mit PCH-Anbindung und rechts sieht man gar nichts. Dieses Nichts ähnelt auf dem Asrock Z490 Phantom Gaming Velocitá aber verdächtig einem an den CPU-Sockel angebunden M.2-Steckplatz. Sieht aus wie ein M.2, liegt in der Nähe der CPU und heißt auch noch Quelle: PC Games Hardware Sieht aus wie ein M.2, liegt in der Nähe der CPU und heißt auch noch "M2B_CPU", ist laut Gigabyte aber funktionslose Deko. Wer 's glaubt...

Aber nicht nur GPUs können mit Rocket Lake von 20-GBit/s-Lanes profitieren. Auf dem Z490 Aorus Pro AX und auf Asrocks Z490 Phantom Gaming Velocitá haben wir außerdem zwei mysteriöse Steckplätze entdeckt, die physisch einem M.2-m-Key-Steckplatz entsprechen. Aber bei Gigabyte hat dieser Slot "limited functionality" (Aufkleber auf der Platine) beziehungsweise er ist "reserved only. No functionalities" (Handbuch) und Asrock verschweigt ihn nicht nur komplett, sondern platziert ihn auch so, dass Platzkonflikte mit einem offiziellen, PCH-versorgten M.2 vorprogrammiert sind. Also Investitionen in zwei Slots, die gar keinen Nutzen haben? Zusätzlich noch Mehraufwand beim Leiterbahn-Routing, scheinbar in Richtung CPU-Sockel?

Was in Kombination mit Coffee Lake keinen Sinn ergibt, da dessen 20-fach-PCI-E-Controller mit dem DMI-Interface zum PCH und der Versorgung der Grafikkartenslots bereits voll ausgelastet ist, verspricht zusammen mit einem Rocket-Lake-Gerücht Aufrüstpotenzial: Ein leider nicht verifizierbarer Leak spekulierte über einen Verbreiterung des DMI-Interfaces von derzeit vier auf acht Lanes beim Z490-Nachfolger Z590. Die zugehörigen CPUs müssten dann ihrerseits neben 16 GPU-Lanes noch einen ×8-Controller bieten, und in einem Z490-Mainboard wäre dieser zur Hälfte arbeitslos. Aber DMI baut auf PCI-Express auf und im Xeon-Segment bietet Intel bereits seit Jahren die Wahl zwischen einem ×8-Link oder ×4-DMI und acht zusätzlichen Lanes für Erweiterungen (je vier frei werdende bei der CPU und am PCH). Werden die mutmaßlichen zusätzlichen DMI-Kontakte des Sockel 1200 schon auf einem Z490-Mainboard zu einem (M.2-)Slot geroutet, ergibt sich hier also die Chance auf zusätzliche Funktionalität, sobald CPUs mit entsprechenden Fähigkeiten in den Handel gelangen.

Fazit: Rocket Lake wird mit Ryzen 3000 gleich ziehen

Schöne neue Verpackung, aber nur bedingt neuer Inhalt: Comet Lake reizt den Sockel 1200 nicht aus. Quelle: Intel Schöne neue Verpackung, aber nur bedingt neuer Inhalt: Comet Lake reizt den Sockel 1200 nicht aus. Zusammengefasst erwarten die Mainboard-Hersteller von Rocket Lake also eine Abwärtskompatibilität zu Z490-Platinen, vier zusätzliche PCI-Express-Lanes und die offizielle Freigabe für DDR4-3200- und PCI-Express-4.0-Geschwindigkeit. Abgesehen vom offensichtlich anderen Sockelformat entspräche dies der Ausstattung von Ryzen 3000 (nur CPU-eigene USB-Ports fehlen noch) und könnte so den Kampf um die beste High-End-Plattform neu anfachen. Wir berichteten bereits letztes Jahr darüber, dass AMDs aktueller I/O-Chip- beziehungsweise -Hub-Bauplan ebenfalls noch acht Lanes in Reserve hält, mit denen man einen Intel-Angriff kontern könnte.

Offen bleiben derweil die inneren Werte von Rocket Lake (spekuliert wird über acht Sunny-Cove-Kerne) und der Veröffentlichungszeitpunkt. Bislang wurde von einem Start 2021, deutlich nach Ryzen 4000 ausgegangen. Die Unterstützungs-Maßnahmen der Mainboard-Hersteller sprechen allerdings für eine weit fortgeschrittene Planungssicherheit. Zum letzten und bislang einzigen Mal durften wir eine derartige Vorbereitung auf noch nicht erschienene CPUs in der Weihnachtssaison 2005 bewundern. Die damals zu Pentium-D-Zeiten erschienenen i975X-Mainboards unterstützten bereits die erst acht Monate später vorgestellten Core-2-Duo-Prozessoren und erhielten teilweise noch drei Jahre später UEFI-Updates für die finale Core-2-Quad-Generation.
Intels offizieller Comet-Lake-Die-Shot zeigt in der oberen linken Ecke und entlang der Oberkante weiterhin den seit Skylake bekannten 16+4-Lane-PCI-Express-Controller. Weiter rechts davon wäre zwar Platz für viele weitere Lanes, da das ursprüngliche Quad-Core-Design durch zusätzliche Kerne immer weiter in die Länge gewachsen ist, er wird aber nicht genutzt – noch nicht. Quelle: Intel Intels offizieller Comet-Lake-Die-Shot zeigt in der oberen linken Ecke und entlang der Oberkante weiterhin den seit Skylake bekannten 16+4-Lane-PCI-Express-Controller. Weiter rechts davon wäre zwar Platz für viele weitere Lanes, da das ursprüngliche Quad-Core-Design durch zusätzliche Kerne immer weiter in die Länge gewachsen ist, er wird aber nicht genutzt – noch nicht.

18
    • Kommentare (18)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von zotac2012
        Ja und mit ein bisschen Glück kann er mit Rocket Lake dann nicht alle Features nutzen, weil ein neues Z590 MB rausgekommen ist, so ähnlich wie es bei AMD mit X470 und dem neuen X570 ist. Eigentlich kann man von Comet Lake-S, wie auch dem neuen Z490 MB nur abraten, so lange Intel nicht klar darlegen kann, ob es nicht mit einer Rocket Lake CPU durch das Z490 zu irgendwelchen Einschränkungen kommt, sprich Funktionen die man nicht nutzen kann.

        Zudem ist ja noch nicht mal klar oder bestätigt, das der Sockel Z490 überhaupt kompatibel ist, was die Rocket Lake CPU`s betrifft. Denn das sind bisher alles Spekulationen, die man Aufgrund des Mainboard Designs vermutet. Von daher ist das weder eine Lösung noch ein guter Rat, es sei denn ihr habt Insider wissen, was wir noch nicht haben. Dann immer her mit den Informationen, vor allem wenn es um Lösungen oder Ratschläge geht, die den User wirkliches Geld kosten!
        Wie im unmittelbar auf den von dir zitierten Abschnitt folgenden Absatz geschrieben – aktuell ist ein deutliches Risiko dabei. Meine Spekulationen über die aktuellen Erwartungen der Mainboard-Hersteller habe ich zwar bestmöglich abgesichert, aber bei nicht offiziell angekündigten Produkten kann es immer zu Änderungen kommen und wenn Intel auf einmal einen auf AMD macht, hat man den Salat. Ich fürchte nur, dass es Intel noch lange nicht so schlecht geht, dass sie sich zu öffentlichen Vorabfestlegungen durchringen, obwohl dass die Plattform ungemein pushen könnte.

        Zitat von Ungenuss_SAW
        Ist überhaupt bestätigt, dass der Chipsatz PCI 4.0 schafft?
        Es gilt als sehr sicher, dass der PCH kein 4.0 schafft. Aber das ist keine Einschränkung für die von der CPU direkt versorgten Steckplätze. Intel hatte zwischen der zweiten Core-2- und der Skylake-Generation mit Ausnahme von Sandy Bridge (+E) ausschließlich Plattformen, bei denen der PCH/ICH der Grafik-Anbindung um eine Generation hinterherhinkte.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von zotac2012
        Ja und mit ein bisschen Glück kann er mit Rocket Lake dann nicht alle Features nutzen, weil ein neues Z590 MB rausgekommen ist, so ähnlich wie es bei AMD mit X470 und dem neuen X570 ist. Eigentlich kann man von Comet Lake-S, wie auch dem neuen Z490 MB nur abraten, so lange Intel nicht klar darlegen kann, ob es nicht mit einer Rocket Lake CPU durch das Z490 zu irgendwelchen Einschränkungen kommt, sprich Funktionen die man nicht nutzen kann.

        Zudem ist ja noch nicht mal klar oder bestätigt, das der Sockel Z490 überhaupt kompatibel ist, was die Rocket Lake CPU`s betrifft. Denn das sind bisher alles Spekulationen, die man Aufgrund des Mainboard Designs vermutet. Von daher ist das weder eine Lösung noch ein guter Rat, es sei denn ihr habt Insider wissen, was wir noch nicht haben. Dann immer her mit den Informationen, vor allem wenn es um Lösungen oder Ratschläge geht, die den User wirkliches Geld kosten!
        Wie im unmittelbar auf den von dir zitierten Abschnitt folgenden Absatz geschrieben – aktuell ist ein deutliches Risiko dabei. Meine Spekulationen über die aktuellen Erwartungen der Mainboard-Hersteller habe ich zwar bestmöglich abgesichert, aber bei nicht offiziell angekündigten Produkten kann es immer zu Änderungen kommen und wenn Intel auf einmal einen auf AMD macht, hat man den Salat. Ich fürchte nur, dass es Intel noch lange nicht so schlecht geht, dass sie sich zu öffentlichen Vorabfestlegungen durchringen, obwohl dass die Plattform ungemein pushen könnte.

        Zitat von Ungenuss_SAW
        Ist überhaupt bestätigt, dass der Chipsatz PCI 4.0 schafft?
        Es gilt als sehr sicher, dass der PCH kein 4.0 schafft. Aber das ist keine Einschränkung für die von der CPU direkt versorgten Steckplätze. Intel hatte zwischen der zweiten Core-2- und der Skylake-Generation mit Ausnahme von Sandy Bridge (+E) ausschließlich Plattformen, bei denen der PCH/ICH der Grafik-Anbindung um eine Generation hinterherhinkte.
      • Von plusminus BIOS-Overclocker(in)
        Rocket Lake werde ich auslassen

        Mein aktueller 14 nm i9 ist immer noch die schnellste Gaming CPU

        Damit kann ich entspannt auf die ersten 10 nm Desktop Intels warten
      • Von Ungenuss_SAW Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Ist überhaupt bestätigt, dass der Chipsatz PCI 4.0 schafft?
      • Von zotac2012 Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Einfaches Beispiel: Du willst Rocket Lake haben, aber nicht noch ein weiteres Jahr mit einem 2500K/FX/960 dahinvegetieren. Lösung: Jetzt ein Z490 mit der gewünschten Ausstattung und einen günstigen i3 oder i5 kaufen. Ähnlich wie im Sockel AM4, wo viele Käufer der kleineren Modelle jetzt auf Ryzen 3000 aufrüsten, könnte es bei Intel endlich mal wieder eine Plattform geben, innerhalb der sich ein CPU-Wechsel lohnt. (Vorausgesetzt, Comet Lake => Rocket Lake wird nicht so eine Lachnummer wie Haswell => Broadwell)
        Ja und mit ein bisschen Glück kann er mit Rocket Lake dann nicht alle Features nutzen, weil ein neues Z590 MB rausgekommen ist, so ähnlich wie es bei AMD mit X470 und dem neuen X570 ist. Eigentlich kann man von Comet Lake-S, wie auch dem neuen Z490 MB nur abraten, so lange Intel nicht klar darlegen kann, ob es nicht mit einer Rocket Lake CPU durch das Z490 zu irgendwelchen Einschränkungen kommt, sprich Funktionen die man nicht nutzen kann.

        Zudem ist ja noch nicht mal klar oder bestätigt, das der Sockel Z490 überhaupt kompatibel ist, was die Rocket Lake CPU`s betrifft. Denn das sind bisher alles Spekulationen, die man Aufgrund des Mainboard Designs vermutet. Von daher ist das weder eine Lösung noch ein guter Rat, es sei denn ihr habt Insider wissen, was wir noch nicht haben. Dann immer her mit den Informationen, vor allem wenn es um Lösungen oder Ratschläge geht, die den User wirkliches Geld kosten!
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von tom_111
        Mein AORUS Z390 Master wird beworben mit "Support for DDR4 to 4400MHz and Beyond".
        Beworben – ja. Aber steht es auch in der Spezifikationstabelle im Handbuch?

        Zitat von Silverfalcon
        Ich sehe hier bei den Herstellern nicht ganz die Strategie, warum sollte man jetzt ein Mainboard samt CPU kaufen nur um dann in einem Jahr die CPU wieder zu wechseln? Zusätzlich gibt es in einem Jahr bestimmt auch wieder neue Mainboards, da müssten die Hersteller ja die alten so lange lagern und zu günstigen Preisen verhökern.
        Einfaches Beispiel: Du willst Rocket Lake haben, aber nicht noch ein weiteres Jahr mit einem 2500K/FX/960 dahinvegetieren. Lösung: Jetzt ein Z490 mit der gewünschten Ausstattung und einen günstigen i3 oder i5 kaufen. Ähnlich wie im Sockel AM4, wo viele Käufer der kleineren Modelle jetzt auf Ryzen 3000 aufrüsten, könnte es bei Intel endlich mal wieder eine Plattform geben, innerhalb der sich ein CPU-Wechsel lohnt. (Vorausgesetzt, Comet Lake => Rocket Lake wird nicht so eine Lachnummer wie Haswell => Broadwell)

        Leider gibt es derzeit keine offiziellen Ansagen, was kommt und welche Eigenschaften es mitbringt, sonst würde ich solche Strategien sogar denjenigen (okay: "denjenigem" ) empfehlen, für den AM4 aus bestimmten Gründen nicht die besser Wahl ist. Aber bis auf weiteres ist natürlich ein gewisses Risiko dabei – ich bin mir zwar sehr sicher, dass Rocket Lake die genannten Eigenschaften mitbringen und im LGA 1200 laufen wird. Aber das heißt nicht automatisch, dass alle Funktionen auch auf Z490-Mainboards verfügbar sind. Intel war da zwar in der Vergangenheit liberal, aber das galt für AMD bis letztes Jahr ja auch und dann änderten sich die Zeiten.

        Zitat von Linmoum
        Es kann nicht weiter vorwärts gehen, da DDR4 offiziell nur bis 3200 spezifiziert ist. Daher geben AMD und Intel auch nur maximal bis dahin frei, alles andere ist nämlich OC und nicht garantiert.
        Intel gibt es eben nicht frei.

        Zitat von ChrisMK72
        Ach so. Dachte das geht auch noch höher.
        Dann muss wohl doch erst DDR5 her.
        Die DDR4-Spezifikationen wurden schon mehrfach erweitert, zum Start ging es meiner Erinnerung nach bis DDR4-2666 oder sogar nur -2400. Das kann man auch nochmal machen, wenn die Hersteller Druck aufbauen. Aber die Mühlen der JEDEC mahlen langsam und aktuelle ist -3200 unter Preis-Leistungsgesichtspunkten sowie die beste Wahl. Würde DDR4-3600 spezifiziert werden, was für Prozessoren aus der Skylake-Linie technisch realistisch erscheint, dann wären Komplett-PCs entweder teurer oder mit RAM deutlich unterhalb der Spezifikationen bestückt.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 07/2026 play5 08/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk