Redaktion: AMDs 65-Nanometer-CPUs können kein DDR2-800
Wir haben mit dem Brisbane X2 5000+ den neuen X2 4000+ nachgestellt - dieser hat den CPU-Multiplikator 10,5.
Was wir schon im Vorfeld befürchtet haben, hat sich nun im Test bestätigt: Alle AMD-Prozessoren mit dem neuen Brisbane-Kern (65 Nanometer, 65 Watt TDP) können kein DDR2-800. Schuld ist der Speicherteiler.
CPU-Takt geteilt durch Multiplikator gleich Speichertakt in MHz DDR - so funktionierte das problemlos beim Athlon 64 für Sockel 939 und DDR400-Speicher. Bei DDR2-800 muss der Prozessortakt hingegen durch den halben CPU-Multiplikator geteilt werden um 400 MHz zu erreichen - etwa: 2.400 MHz durch sechs (Multi: 12) gleich 400 MHz. Verwendet die CPU jedoch einen ungeraden Multiplikator oder sogar einen Multi in 0,5er Schritten (erstmals beim Brisbane) kann kein korrekter Speicherteiler ausgewählt werden, da dieser immer nur ganzzahlige Schritte beherrscht. Bei 2.100 MHz CPU-Takt (Multi: 10,5) müsste der Teiler für 400 MHz RAM-Takt "CPU/5,25" lauten. Stattdessen wird der ganzzahlige Speicherteiler "CPU/6" gewählt und die Module takten nur mit 350 statt 400 MHz.
Erste Spiele-Benchmarks zeigen jedoch, dass sich der geringe Takt kaum auswirkt. Wie Sie die falschen Speicherteiler zu Ihrem Vorteil nutzen, erklären wir im Artikel der kommenden Ausgabe 03/2007 (ab 07.02 im Handel).
