Plant Intel den Start von Sechs-Kern-CPUs noch in diesem Jahr?
Laut xbitlabs.com könnte Intel in der zweiten Jahreshälfte 2008 Mikroprozessoren mit sechs Kernen veröffentlichen.
Quelle: http://www.intel.com
Intel: Plant die Einführung einer Sechs-Kern-CPU? (Bild: Intel)
Sollten diese Angaben stimmen, bedeutet dies mit einem weiteren leistungsfähigen Prozessor in Reihen Intels eine Bedrohung für die Chips von AMD. Außerdem dürfte dies die Einführung der gemeinsamen Plattform für Intel Itanium- und Xeon-Prozessoren verzögern.
Intel benötigt offensichtlich einen Chip zur Aktualisierung ihrer Multi-Prozessor (MP) Enterprise-Server-Plattform in diesem Jahr, da scheinbar keine Nehalem-Mikroprozessoren für das MP-Marktsegment für 2008 geplant sind, während AMD mit seinen Quad-Core-Opterons in die Offensive geht. Weiterhin hat es den Anschein, dass die QPI-Plattform (Quick Pfad Interconnect), die sowohl Itanium- als auch Xeon-Prozessoren unterstützen soll, wohl doch nicht mehr wie geplant im Jahr 2008 erscheinen wird.
Nach Berichten der Webseiten PC Watch und Virtualization Journal will Intel Sechs-Kern-Xeon-Prozessoren in der zweiten Jahreshälfte 2008 auf den Markt bringen. Verschiedene Webseiten berichten über verschiedene, teilweise widersprüchliche Einzelheiten über das neue Produkt. Einige behaupten, der Intel Xeon MP "Dunnington" sei ein Chip aus mit drei Dual-Cores, während einige andere meinen, dass die bevorstehende Dunnington-CPU ein monolithisches Sechs-Kern-Produkt mit 16 MiByte Unified L2-Cache ist.
Der unter dem Codenamen Dunnington entwickelte Chip kehrte in Intels Roadmap 2005 zusammen mit dem "Whitefield"-Prozessor auf. Jedoch wurden beide kurzfristig durch den "Tigerton"-Chip für MP-Server ersetzt. Dunnington und Whitefield sollten angeblich beide Intels QPI-Bus nutzen. QPI soll der Bus sein, den viele kommende Intel-Prozessoren nutzen, sowohl Desktop- wie Serverorientierte Chips der Nehalem-Mikroarchitektur. Darüber hinaus sollen zukünftige Intel Itanium- und Intel Xeon-Prozessoren die gleiche Plattform sowie den QPI-Bus nutzen.
Theoretisch könne Intel die Sechs-Kern-CPUs auch für den Desktop-Bereich freigeben. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch nicht sonderlich hoch, da Intels Desktop-Pläne bezüglich des Nehalem noch sehr unklar sind. Eine offizielle Stellungnahme dazu gibt es von Intel nicht.
