Unified Memory für Gaming-Ryzen? AMDs CPU-Chef sieht "eine Welt voller Möglichkeiten"

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Unified Memory für Gaming-Ryzen? AMDs CPU-Chef sieht "eine Welt voller Möglichkeiten"
Quelle: AMD

AMDs David McAfee lobt Unified Memory als Zukunftsarchitektur - auf die Frage nach konkreten Gaming-Ryzen- oder Desktop-UMA-Produkten folgt statt eines konkreten Plans aber lediglich Optimismus.

In einer Journalisten-Runde stellte sich David McAfee - seines Zeichens AMD-Vizepräsident und Geschäftsführer der Abteilungen Ryzen und Radeon - einigen Fragen und ließ dabei im Kontext der "Unified Memory Architecture" (UMA) ein wenig aufhorchen.

So wurde McAfee (via WCCF Tech) gefragt, ob es eine auf Gaming ausgelegte Ryzen-CPU mit dieser UMA oder einen Strix-Halo-Chip mit 3D-V-Cache geben wird. Seine Antwort fiel auf ersten Blick ziemlich lapidar aus: "Ich habe keine Ahnung" - was aber weniger an tatsächlicher Ahnungslosigkeit seinerseits und vielmehr an der "Welt voller Möglichkeiten" liege, die die Unified Memory Architecture bereitstellt.

Nvidia RTX Spark als stützendes Argument

In diesem Kontext bezog McAfee auch die Konkurrenz in Form des jüngst zur Computex 2026 angekündigten Nvidia RTX Spark ein. Deren Entscheidung, auf dynamische Speicherzuweisung zwischen CPU und GPU zu setzen, sehe der Ryzen-Boss als Bestätigung der UMA-Ausrichtung. Wenn auch Nvidia diesen Weg einschlage, zeige das, dass die AMD-Richtung grundsätzlich richtig sei.

UMA - dabei handelt es sich um eine Architektur, bei der CPU, GPU und Arbeitsspeicher auf einem einzigen Chip einen gemeinsamen Speicherpool teilen - setzt AMD derzeit vor allem in APUs um. Der kommende Ryzen AI MAX 400 soll laut AMD bis zu 192 GiB Gesamtspeicher bieten, von denen bis zu 160 GiB der GPU zugutekommen können.

Das geplante Spitzenmodell in Form des Ryzen AI MAX+ 495, der in ersten Geräten im dritten Quartal 2026 kommen soll, bietet bis zu 128 GiB, von denen 112 GiB für die GPU reservierbar sind.


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    • Kommentare (20)

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      • Von Hatuja Software-Overclocker(in)
        Zitat von dudellino
        der M5 Max hat quasi ein Octo-Channel (512 Bit). Strix Halo hat Quad-Channel (256 Bit) wie der M5 Pro. AM5/4 hat Dual Channel -> 128 Bit.

        LPCAMM2 ist sicher interessant. Aber du musst dann auch 512 Leitungen von Sockel dahin routen, was schon sehr komplex wird.

        Ja die Latenz ist ein wenig höher, vor allem weil die Spannung auch tiefer ist.
        Ein einzelnes LPCAMM2 nutzt ja bereits ein "Dual Channel".
        Wenn der Speichercontroller aber auch Quad- oder Octa-Channel unterstützt, können ohne Probleme auch mehrere LPCAMM2 verwendet werden.

        Ein einzelnes LPCAMM2 hat 644 Kontakte mit zwei Modulen also 1288.
        Ein Quad Channel mit regulärem DDR5 hat 1152 Kontakte. Das wären also nicht so viele mehr, die Routing-Komplexität wäre also nicht arg höher ...denke ich.

        Bei Quad Channel Workstation-Mainboards hast du in der Regel ja auch auf jeder Seite der CPU Ram-Slots.
        Das könnte man bei LPCAMM2 eben so machen, auf jeder Seite ein Modul. Vom der Bandbreite würde das dann schon in etwa einem M5 Pro entsprechen, allerdings mit modularem Aufbau.

        Die Latenzen von LPCAMM2/LPDDR5X sind, soweit ich mich entsinne, rund doppelt so hoch wie bei schnellem DDR5.
      • Von Hatuja Software-Overclocker(in)
        Zitat von dudellino
        der M5 Max hat quasi ein Octo-Channel (512 Bit). Strix Halo hat Quad-Channel (256 Bit) wie der M5 Pro. AM5/4 hat Dual Channel -> 128 Bit.

        LPCAMM2 ist sicher interessant. Aber du musst dann auch 512 Leitungen von Sockel dahin routen, was schon sehr komplex wird.

        Ja die Latenz ist ein wenig höher, vor allem weil die Spannung auch tiefer ist.
        Ein einzelnes LPCAMM2 nutzt ja bereits ein "Dual Channel".
        Wenn der Speichercontroller aber auch Quad- oder Octa-Channel unterstützt, können ohne Probleme auch mehrere LPCAMM2 verwendet werden.

        Ein einzelnes LPCAMM2 hat 644 Kontakte mit zwei Modulen also 1288.
        Ein Quad Channel mit regulärem DDR5 hat 1152 Kontakte. Das wären also nicht so viele mehr, die Routing-Komplexität wäre also nicht arg höher ...denke ich.

        Bei Quad Channel Workstation-Mainboards hast du in der Regel ja auch auf jeder Seite der CPU Ram-Slots.
        Das könnte man bei LPCAMM2 eben so machen, auf jeder Seite ein Modul. Vom der Bandbreite würde das dann schon in etwa einem M5 Pro entsprechen, allerdings mit modularem Aufbau.

        Die Latenzen von LPCAMM2/LPDDR5X sind, soweit ich mich entsinne, rund doppelt so hoch wie bei schnellem DDR5.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Hatuja
        Ich denke aber, dass ein "normaler" PC oder eine Workstation bei CPU-Lastigen Aufgaben deutlich von den geringeren Latenzen von normalen DDR5 profitieren würde.
        Vermutlich. In so einem Fall wäre normaler DDR-RAM vermutlich schon aus Kostengründen eine bessere Wahl.
        Zitat von Hatuja
        Ich würde mal davon ausgehen, dass solche Wollmilchsau-Chips immer teurer sein werden. Es wäre aber halt ein Rechenbeispiel, weil insgesamt ggf. weniger Speicher nötig ist. Aber das ist Glaskugel-Schauen...
        Ja, davon würde ich auch ausgehen. Wenn Speicher so teuer ist wie jetzt, ist es halt günstiger, möglichst wenig möglichst günstigen Speicher zu nutzen, auch wenn die Recheneinheiten dann suboptimal versorgt sind, als sonst, wenn es günstiger ist, die Recheneinheiten möglichst optimal zu versorgen. Oder man weicht halt auf komplexere PCBs aus und verschaltet paralleler, wie [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] sagt.
      • Von dudellino Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Hatuja
        Ich stecke da nicht ganz so tief drin. Aber baut, vereinfacht gesagt, Apple bei einem M5 Max nicht einen Quad Channel aus LPDDR5X? Außerdem hat LPDDR5X noch immer rund doppelt so hohe Latenzen wie normaler DDR5.

        Interessant wären da aber die LPCAMM2. Die wäre immerhin aufrüst-/tauschbar.
        der M5 Max hat quasi ein Octo-Channel (512 Bit). Strix Halo hat Quad-Channel (256 Bit) wie der M5 Pro. AM5/4 hat Dual Channel -> 128 Bit.

        LPCAMM2 ist sicher interessant. Aber du musst dann auch 512 Leitungen von Sockel dahin routen, was schon sehr komplex wird.

        Ja die Latenz ist ein wenig höher, vor allem weil die Spannung auch tiefer ist.
      • Von Hatuja Software-Overclocker(in)
        Zitat von empy
        Letzteres passiert doch wie gesagt in Konsolen schon längst. Gut, es ist aktuell maximal GDDR6, aber im Endeffekt geht man doch genau diesen Trade-Off ein und vermutlich so rum, weil CPUs besser mit hohen Latenzen zurechtkommen als GPUs mit niedrigen Transferraten.
        Ich denke aber, dass ein "normaler" PC oder eine Workstation bei CPU-Lastigen Aufgaben deutlich von den geringeren Latenzen von normalen DDR5 profitieren würde.
        Zitat von empy
        Kommt halt drauf an, wie sich die Preise für Speicher und Rechenleistung entwickeln. Auf absehbare Zeit wird man wohl an den meisten Stellen günstigen Speicher stärker bevorzugen.
        Ich würde mal davon ausgehen, dass solche Wollmilchsau-Chips immer teurer sein werden. Es wäre aber halt ein Rechenbeispiel, weil insgesamt ggf. weniger Speicher nötig ist. Aber das ist Glaskugel-Schauen...

        Zitat von dudellino
        M5 Max benutzt LPDDR5X 9600 MT/s mit 512 Bit Busbreite und kommt so auf 614 GByte/s.
        Im Vergleich eine RX 9070 XT hat ca. 640 GByte/s.
        Wenn man mit LPDDR5X genug breit geht, kann man auf Geschwindigkeiten von Grafikkarten kommen, aber dann kann man die Module nicht mehr einfach so austauschen.
        Ich stecke da nicht ganz so tief drin. Aber baut, vereinfacht gesagt, Apple bei einem M5 Max nicht einen Quad Channel aus LPDDR5X? Außerdem hat LPDDR5X noch immer rund doppelt so hohe Latenzen wie normaler DDR5.

        Interessant wären da aber die LPCAMM2. Die wäre immerhin aufrüst-/tauschbar.
      • Von dudellino Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Hatuja
        Man bräuchte einen neuen Speichertyp, der die geringen Latenzen von normalen DDR bietet, aber gleichzeitig die hohe Bandbreite von GDDR bereitstellen kann.
        M5 Max benutzt LPDDR5X 9600 MT/s mit 512 Bit Busbreite und kommt so auf 614 GByte/s.
        Im Vergleich eine RX 9070 XT hat ca. 640 GByte/s.
        Wenn man mit LPDDR5X genug breit geht, kann man auf Geschwindigkeiten von Grafikkarten kommen, aber dann kann man die Module nicht mehr einfach so austauschen.
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