Intel in der Krise: Eilt AMD als Kunde zur Hilfe?
Wird AMD einen Teil seiner Chips zukünftig bei Intel fertigen lassen? Das ist durchaus möglich, zumindest wenn sich Informationen des Journalisten Rohan Goswami von Semafor bestätigen sollten. Demnach laufen hierzu bereits erste Gespräche.
Wie der bekannte US-Journalist Rohan Goswami, der unter anderem für die Nachrichtensender CNBC tätig ist, aus anonymen Quellen, welche demnach mit der Angelegenheit vertraut sein sollen, erfahren haben möchte, befinden sich die beiden US-Unternehmen in ersten Gesprächen, um AMD als Kunden an Intel Foundry zu binden und zumindest Teile dessen Chips bei Intel fertigen zu lassen.
Es ist unklar, wie viel ihrer Produktion zu Intel verlagert werden würde, wenn die beiden Unternehmen eine Vereinbarung treffen, oder ob dies mit einer direkten Investition von AMD an Intel einhergehen würde, ähnlich den Vereinbarungen, die von anderen Unternehmen getroffen wurden. Es ist möglich, dass keine Einigung erzielt wird, sagten die Personen.
- Rohan Goswami -
Wie Rohan Goswami bestätigte, haben die Pressesprecher von Intel und AMD eine Stellungnahme abgelehnt und sich nicht zu diesem Gerücht geäußert. Möglicherweise handele es sich auch um eine finanzielle Beteiligung seitens AMD an Intel, ähnlich dem historischen Deal zwischen Nvidia und Intel, von dem letztlich beide Unternehmen langfristig profitieren könnten.
Neben Nvidia, das sich mit 5 Milliarden US-Dollar an Intel beteiligt hat, wurden auch vom japanischen Technologiekonzern Softbank in etwa rund 2 Milliarden US-Dollar in Intel-Aktien investiert. Im Verlauf dieses Jahres stieg das Wertpapier des in starke Schieflage geratenen US-Unternehmens um rund 77 Prozent. Ob aber AMD die Produktion, die aktuell voll auf TSMC zugeschnitten ist, zumindest teilweise umstrukturieren möchte und ob Intel wirklich liefern kann, ist ungewiss.
Ich persönlich kann mir nur vorstellen, dass, wenn sich das Gerüchte bewahrheiten und sich AMD und Intel tatsächlich in Gesprächen befinden sollten, es hierbei um I/O-Chiplets oder NPUs geht. Hier hatte AMD ja angeblich auch schon einmal vorsichtig bei Samsung angeklopft.
- Sven Bauduin, PCGH -
Für seine kommenden Ryzen-CPUs und Radeon-GPUs dürfte AMD mittelfristig wohl auch weiterhin auf den Weltmarktführer TSMC setzen.
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Quelle: Rohan Goswami via Semafor via ComputerBase

Aus dem gleichen Grund, weshalb es Intel vor über 20 Jahre getan hat.
Um zu verhindern, als Monopolist da zu stehen, und eine Aufspaltung riskieren.
TSMC verlangt für einen N2 Wafer 30.000
Samsung geht nach Verhandlungen auf 20.000 runter.
Intel ist vielleicht nochmal darunter (gezwungenermaßen).
Welches technische Wissen, das Intel nicht schon hätte?
Das wäre natürlich eine Alternative. GloFo fällt raus, die haben keinen Prozess unter 14nm
....
Zur Technik, wie du ebenfalls sagst, es ist bekannt. Es ist einfacher ein Patent zu lesen ( Und Ideen für sich zu gewinnen ), als ein Chip anhand der Maske "Reverse-zu-engineeren".
Aus dem gleichen Grund, weshalb es Intel vor über 20 Jahre getan hat.
Um zu verhindern, als Monopolist da zu stehen, und eine Aufspaltung riskieren.
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"Laut den Marktforschern von Mercury Research konnte AMD im vierten Quartal 2024 vor allem bei Desktop-PC- und Notebook-Prozessoren Boden gut machen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal Q4/23 konnte der CPU-Hersteller den Marktanteil bei x86-Mobilprozessoren um 55 Prozent beziehungsweise 8,4 Prozentpunkte zu Lasten von Intel auf nun 23,7 Prozent steigern.
Bei stationären Rechnern kletterte der Ryzen-Anteil um 7,3 Prozentpunkte auf nun 27,1 Prozent."
Sollte AMD mit Intel kooperieren, wie auch immer und im weitesten Sinn, dann wohl eher aus strategischen Gründen.