Nvidia mit Ex-Transmeta-Ingenieuren vor Expansion in x86-Bereich? CEO dementiert vage
Nvidia baut x86-CPUs - diese Gerüchte tauchten bereits mehrfach auf und sind nach der Vorstellung der Fermi-Architektur natürlich wieder hochgespült worden. Analysten heizen diese nun wieder an, nachdem Nvidia mehrere ehemalige Transmeta-Ingenieure eingestellt hat, Nvidia-CEO Huang dementiert halbherzig.
Quelle: unbekannt
Transmetas Crusoe-Prozessoren (hier das Modell TM5600): x86-Kompatibilität durch Software.
Der x86-CPU-Markt wäre für Nvidia eine ideale aber auch wichtige Ergänzung, um das eigene Chipsatzgeschäft zu stützen, welches für kommende CPU-Generationen von AMD und Intel eher schlecht aufgestellt ist, obwohl man eine Aufgabe des Chipsatzgeschäftes offiziell weit von sich weist. Da beide CPU-Hersteller Grafikkerne in die CPU oder zumindest auf deren Package integrieren wollen, hat Nvidia hier nur die Chance, über einen erheblichen Mehrwert den Kosten- und Integrationsnachteil insbesondere in OEM-Rechnern aufwiegen zu können. Zudem benötigen die Kalifornier entsprechende Lizenzen, welche bei AMD und deren Bekenntnis zu offenen Standards wie Hypertransport kein Problem darstellen, aber von Intel wohl nur für entsprechende Gegenleistungen wie Lizenzgebühren oder Lizenzen für Nvidia-eigene Techniken gewährt werden.
Dass Nvidia gern selbst in den Markt x86-kompatibler CPUs einsteigen würde, wäre naheliegend. Allerdings ist dieser durch diverse Lizenzierungshürden nur schwer zugänglich und die andauernden Streitigkeiten über das Chipsatz-Geschäft für QPI- und DMI-basierende Intel-CPUs machen einen direkten Einstieg eher schwierig. Da passt die von EETimes unter Berufung auf Analysten von Broadpoint Amtech berichtete, mögliche Entwicklung von x86-CPUs durch Nvidia ins Bild. Demnach habe Nvidia nämlich mehrere ehemalige Transmeta-Ingenieure angeworben - natürlich ohne explizite Erwähnung der neuen Tätigkeitsfelder.
Die inzwischen insolvente Firma Transmeta hatte die x86-Kompatibilität ihrer Prozessoren durch eine Software-Schicht (Codemorphing) sichergestellt, konnte bei der Leistungsfähigkeit allerdings bei weitem nicht mit den CPUs von AMD und Intel mithalten. Hier könnte Nvidia mit seiner Fermi- oder der Nachfolge-Architektur ansetzen: Durch die hohe Anzahl an Kernen könnte, insbesondere im Supercomputing- und HPC-Bereich, eine mangelnde Geschwindigkeit der einzelnen Einheiten ausgeglichen werden. Bereits im August 2008 hatte sich Nvidia die Nutzungsrechte an Transmetas Stromspar-Techniken Long Run und Long Run 2 gesichert (PC Games Hardware berichtete).
Derweil dementierte Nvidias Chef Jen-Hsun-Huang gegenüber Cnet.com das Gerücht, Nvidia wolle "intel-kompatible" CPUs bauen. Leider ist der genaue Wortlaut der Frage nicht bekannt, denn seine Antwort lautete: "Nein, Nvidias Strategie ist ganz klar. Ich sage das auch ganz direkt: Mehr denn je müssen wir uns auf Visual- und Parallel-Computing konzentrieren." (engl.:"No," he said when asked if there was any truth to the rumor. "Nvidia's strategy is very, very clear. I'm very straightforward about it. Right now, more than ever, we have to focus on visual and parallel computing". )
Weiter sagt Huang jedoch auf die Frage nach den besten Wachstumschancen für seine Firma gefragt, dass man die GPU in allen möglichen Plattformen verbreiten müsse, um Wachstum zu erzeugen. GPUs in Servern für paralleles Computing, GPUs in Supercomputern und GPUs im neuen Feld des Cloud-Computing sowie für Video-Streaming seien fabelhafte Wachstumsmöglichkeiten - ebenso die Eroberung von Feldern in Niedrigenergie- und mobilen Plattformen wie portable Medienplayer (MS Zune HD).
All das klingt nun nicht gerade nach einem Dementi, wie CNet.com es darstellt - lediglich die wie oben angesprochene, schwierige x86-Lizenz für künftige Nvidia-Prozessoren dürfte damit ad acta gelegt sein.

edit : schonmal an gewisse programmierer nachgedacht die ein paar mio zeilen code deswegen ändern müssten ? du kannst nicht sagen das alle devs gleich zu doff oder sonst was sind ! ich selber bin programmierer und sehe immer noch ne menge vorteile an x86 ...
x86-kompatibel braucht eigentlich auch keiner mehr. das wird nur noch benötigt, weil einige devs zu faul/blöd/dumm (zutreffendes unterstreichen) sind ihre Programme amd64-kompatibel zu machen. Von daher kann sich nVidia die x86-Lizenz auch sparen. Bis die ne CPU raubringen hat sich amd64 hoffentlich endlich durchgesetzt und genug Leute begriffen, dass amd64 mehr Vorteile als >4GB RAM hat.
und nv muss erst mal nen richtigen prozessor haben damit die wirklich ne gefahr werden können für amd intel und via ...
mein traum wäre aber trotzdem : keine grafikkarte mehr sondern eine art cpu mit dem aufbau einer gpu und dafür dann auf alles spezialisiert egal was es ist so dass das ding auch komplexeste grafiken für spiele erstellen kann ...
gesunder wettbewerb, das ist kapitalismus!
win 7 nutzt ja schon die gpu für die video konvertierung warum sollte man das nicht ausbauen können und darauf auch ein ganzes os laufen lassen ?
auf jedenfall wäre es der richtige weg, denn amd hat hier einen vorteil durch den kauf von ati errungen : perfekte gpus und dazu noch cpus. da muss beides nur noch zusammen kommen ...