Für 40 Milliarden US-Dollar: Nvidia kauft ARM
Das seit Wochen durchs Netz schwirrende Gerücht, dass Nvidia den britischen Chipentwickler ARM übernehmen wird, hat sich bewahrheitet. Der Deal ist Nvidia bis zu 40 Milliarden Dollar wert. Dabei soll ARM als Marke erhalten bleiben - so auch das bisherige Geschäfts- beziehungsweise Lizenzmodell.
Nvidia hat den britischen Chipentwickler ARM übernommen. Das machte Nvidia nun selbst offiziell, nachdem das seit Wochen immer wieder aufwallende Gerücht am Wochenende noch einmal die Runde gemachte hatte. Wie Nvidia mitteilt, zahlt man dem bisherigen Besitzer, der japanischen Softbank Group, 12 Milliarden US-Dollar in bar und weitere 21,5 Milliarden US-Dollar in Form von Nvidia-Stammaktien. Bei Abschluss wechseln dann 44,3 Millionen Aktien der Amerikaner den Besitzer, wobei der durchschnittliche Schlusskurs der letzten 30 Handelstage die Grundlage bildet.
Der bisherige Besitzer hatte ARM selbst erst im Jahr 2016 für 32 Milliarden Dollar eingekauft. Trotz Übernahme wollen sich die Japaner nun weiterhin für den Erfolg ARMs einsetzen. Das ist durchaus naheliegend, wenn man die von Softbank an Land gezogenen Wertpapiere bedenkt. Mehrheitseigner wird Softbank jedoch nicht: Nvidia zufolge bleibt die Aktien-Beteiligung bei voraussichtlich unter zehn Prozent.
Bei Erfüllung bestimmter finanzieller Leistungsziele winken Softbank weitere fünf Milliarden Dollar in Form von Stammaktien oder in bar. Gleichzeitig will Nvidia Aktien im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar an die Mitarbeiter ARMs ausgeben. Ebenfalls erwähnenswert ist, dass Softbank einen einstelligen Anteil an ARM behält. Nicht Teil des Deals ist die "Internet-der-Dinge-Sparte" (IoT) ARMs. Diese verbleibt anscheinend bei Softbank.
Marke und Lizenzmodell bleiben erhalten
Offiziell abzuwickeln plant Nvidia ARM nicht. Das geistige Eigentum soll weiterhin in Großbritannien registriert bleiben, die Basis in Cambridge werde ausgebaut. Nvidia stellt den Briten darüber hinaus den Bau eines globalen Exzellenzzentrums für KI-Forschung in Aussicht. Ebenso erhalten bleibt der Markennamen des Chipentwicklers und die offene Lizenzvergabe ARMs.
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Nun müssen nur noch die zuständigen Behörden der Vereinigten Staaten, der Europäischen Union, Großbritanniens sowie Chinas der Übernahme zustimmen. Nvidia geht davon aus, dass der Prozess innerhalb von 18 Monaten abgeschlossen sein wird. Wie sich die Zukunft ARMs mit neuem Eigentümer entwickelt, bleibt gleichwohl abzuwarten. Die von ARM entwickelte Architektur kommt mittlerweile in unzähligen Prozessoren zum Einsatz, allen voran in mobilen Geräten. ARM designt dabei auch eigene CPU-Kerne - die Palette reich vom Cortex-M0+ für Microcontroller bis zum Cortex-A78 für Smartphones.

Ich mache es zum Teil an Apple fest. Denn wenn Apple auf ARM umsteigt, wird immer mehr Software für ARM entwickelt werden
Ich glaub ne Schweizer Uni hat das sogar mal relativ gut zusammengefaßt. 147 Unternehmen kontrollieren die derzeit zusammenbrechende Kinderwelt. Aus der Frankfurter Rundschau:
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64b ARM geht!
U.U. wird es sogar Dank Apple jetzt eine Schub erleben. Dort müssen die Entwickler den (für Windows-Kunden bisher völlig nutzlosen) Aufwand treiben, ihre Software für ARM 64 zu kompilieren und optimieren.