N1X: Nvidias erster Desktop-Prozessor stolpert erneut [Bericht]
Nvidia N1X kämpft wohl mit weiteren Verzögerungen. Nach bereits erfolgter Verschiebung auf Anfang 2026 wird das Projekt nun bis Ende 2026 aufgeschoben.
Der mutmaßlich in Entwicklung befindliche Nvidia N1X, der den ersten Desktop-Prozessor des Unternehmens darstellt, steckt weiter in der Klemme. Wie Insider gegenüber dem Portal SemiAccurate erklären, steht die in Kooperation mit Mediatek entwickelte ARM-CPU vor einer weiteren Verzögerung - konkret heißt es, der Release-Zeitpunkt hat sich auf Ende 2026 verschoben.
Laut den Quellen soll das Ausmaß der Probleme etwas größer als beim ersten "Schluckauf" sein, den Nvidia N1X Anfang des Jahres hinter sich brachte. Damals wurden in einer ersten Validierungsphase nicht näher genannte Probleme identifiziert, die aber ohne eine Änderung des Zeitplans behoben wurden.
Die neuerlichen Probleme deuten indes darauf hin, dass Nvidia den tatsächlichen Chip modifizieren muss. Allerdings nennt der Artikel auch hier nicht die konkreten Details, die eine solche Kurskorrektur notwendig machen.
Nvidia selbst spricht weiterhin davon, dass sich N1X auf einem guten Weg befindet. Darauf deuteten zumindest auch die ersten Benchmark-Leaks hin, die dem ARM-Prozessor eine Geekbench-Leistung oberhalb des Intel Core Ultra 9 285HX sowie des AMD Ryzen AI MAX+ 395 bescheinigten. Möglich machen dies bis zu 12 ARM-Kerne, maximal 32 GiB LPDDR5X-Arbeitsspeicher sowie eine integrierte Blackwell-Grafikeinheit.
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Ausserdem muss der gesamte Devicetree korrekt über UEFI exportiert werden. Genau das hat Qualcomm beim Snapdragon X nicht geschafft, weshalb es kaum Linux-Unterstützung dafür gibt.
N1X ist eine neue Plattform, die sowohl für Laptops als auch leistungsstarke Desktop-APUs gedacht ist. Letzteres stellt eine neue Nische dar, die AMD erkannt und begonnen hat zu erschliessen. Nvidia möchte dieses Segment nicht kampflos AMD überlassen, da es auch in den Bereich der professionellen Grafikkarten hineinreicht – insbesondere weil dort Workloads mit mehr als 32 GB GPU-RAM möglich sind.
Software läuft entweder auf ARM oder x86-64, aber ohne jeweilige Anpassungen oder einer Übersetzungsschicht bzw. Emulation dazwischen, nicht auf der jeweils anderen Hardware.
Alles (CPU und GPU samt I/O) in ein enges Power Budget zu packen und mehr als 2 große Kerne unterzubringen ist noch nicht wirklich Nvidias Stärke.
Grace selbst hat keinen GPU Teil. Der steckt als Hopper Chip separat auf der (ziemlich großen) Trägerplatine.
Die kleine Grace Hopper Konfiguration läuft mit Power Budgets von 450W bis 1000W - je nachdem, wie man es konfiguriert.
Die Desktop APU dürfte da auf maximal ein Drittel kommen, um als halbwegs effizient im großen ARM Meer zu gelten.
NIX
was habt ihr erwartet?
woran hakt es eigentlich? schmort der 4/8-Pin Mainboard Stecker noch nicht oft genug durch? lol
^^ ;-P
Sehr wahrscheinlich wird dieser Chip dann mit dem Nachfolger Medusa Halo? konkurrieren.
Leider hatte Strix Halo extrem Verspätung. Der Nachfolger war doch ursprünglich auf Ende 2025 geplant.
Strix Halo ist ein 2025er x86er-Prozessor für High-End-(mobile-)Workstations mit GPU-compute-Fokus.
N1X soll wohl eine ~2026er ARM-APU für günstige Desktops und Mini-PCs sowie ggf. Notebooks werden.
Ich würde nicht erwarten, dass die jemals miteinander konkurrieren. Die einzige Gemeinsamkeit ist "AI", aber das steht ja mittlerweile schon an Monitoren und Headsets dran.