Nvidia-GPUs in Intel-CPUs: Noch ein sehr langer Weg?

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Nvidia-GPUs in Intel-CPUs: Noch ein sehr langer Weg?
Quelle: Nvidia

Ein bekannter Leaker erwartet die ersten Nvidia-GPUs in Intel-Prozessoren frühestens 2028 mit Titan Lake - eher sogar erst 2029 mit Hammer Lake. Außerdem soll die Kooperation angeblich Intels GPU-Entwicklung abschnüren.

Nachdem Intel und Nvidia letzten Donnerstag eine milliardenschwere Kooperation verkündet haben, reagiert die Gerüchteküche nun mit aktualisierten Einschätzungen. Eine ebensolche gibt es auch vom bekannten Leaker Moore's Law Is Dead. Demnach sieht er im Einsatz von Nvidia-GPUs in Intel-Prozessoren eine große Chance für den CPU‑Hersteller - vor allem im Notebook-Segment. Für die Arc-Grafikkarten soll das aber das Aus bedeuten. In seinem Video behauptet Moore's Law Is Dead, dass mindestens die nächste GPU-Architektur Celestial zwar noch erscheinen, die Entwicklung aber langfristig zugunsten von Nvidia eingestellt werden soll.

Lange Wartezeit

Wann genau das erfolgen wird, wurde nicht genannt. Falls Moore's Law Is Dead mit seinen Aussagen recht behält, wäre aber der Wechsel auf Nvidia-GPUs ein passender Zeitpunkt. Dieser soll laut den Informationen des Leakers angeblich frühestens mit Intels Generation Titan Lake erfolgen, die für 2028 geplant ist. Hier ist der Einsatz aber wohl noch nicht sicher. Zumindest für den Nachfolger Hammer Lake ist aber angeblich eine besonders starke GPU im Gespräch. Das würde zum Einsatz eines Nvidia-Chips passen, der dann aber erst 2029 erfolgen würde. In beiden Fällen müssten sich Spieler noch lange gedulden, bis sie erste entsprechende Produkte kaufen können.

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Eine derart lange Wartezeit ist aber auch nicht komplett auszuschließen. Sowohl bei Intel als auch bei Nvidia laufen schließlich langfristige Entwicklungen an den kommenden Generationen, die sich nicht einfach so umstoßen lassen. Ein Release ab 2028 dürfte sich hier recht gut einfügen. Denn in diesem Jahr wird voraussichtlich Nvidias übernächste GPU-Generation erscheinen, deren Entwicklung noch nicht allzu weit fortgeschritten ist. So könnte man entsprechende Chips schon recht früh in der Entwicklung einplanen.

Passend dazu: Intel und Nvidia: Core-CPUs mit RTX-GPUs werden Realität

Abseits der Kooperation hat Moore's Law Is Dead außerdem noch eine allgemeine Einschätzung zu Intels Vorgehen parat. Demnach hatte das Unternehmen angeblich geplant, ab Nova Lake wieder jede Architektur sowohl im Desktop als auch im Notebook auf den Markt zu bringen. Angeblich soll hier nun aber ein Rückschritt erfolgen: Nach Nova Lake soll zwar wie geplant Razor Lake erscheinen, der weitere Nachfolger Titan Lake soll aber angeblich wieder nur im Notebook-Segment auf den Markt kommen, bevor Hammer Lake erneut für beide Segmente kommt. Ob daran wirklich etwas dran ist, ist allerdings unklar. Zuletzt erschienen Intels Desktop-Architekturen nur alle zwei Jahre. Bei diesem Schema wären entsprechende Produkte nur 2026 (Nova Lake) und 2028 (Titan Lake) zu erwarten.

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Quelle: Moore's Law Is Dead (Youtube) via 3D Center

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    • Kommentare (12)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von belle
        Das wäre echt schade, wird aber leider wahrscheinlich so werden. Ich bin mit der Leistung meiner B580 sehr zufrieden für das Geld.
        XeSS 2.0 Frame Generation bietet echten Mehrwert und wird nun wohl auch im Treiber implementiert.

        Am Ende bekommen wir eine CPU mit iGPU, die alle wegen des Namens Nvidia kaufen und Intel mit späteren Arc Generationen vielleicht ähnlich hinbekommen hätte.
        Mir stellt sich gerade die
        Frage, ob Nvidia nun zweigleisig mit eigener ARM-CPU und Intel-Kooperation fährt oder ob ARM enttäuscht.

        Nvidia hat gesagt, dass die ARM-Entwicklung unverändert weiterläuft.
        Aber machen wir uns nichts vor: Wenn sich sämtliche Kunden mit Begeisterung auf Grace stürzen würden, dann hätte Nvidia gar kein Interesse an Kooperation mit einem x86-Hersteller. Vermutlich hat ein Teil der auf AMD Instinct wechselnden Kunden klargestellt, dass es ARM-Trainingsumgebungen nicht optimal sind, wenn man KI-Anwendungen für x86-Notebooks, x86-Edge, x86-Server und ähnliches entwickelt. Also sucht Nvidia ein neues Standbein, ohne das alte absägen zu wollen. Da es umgekehrt aber wenig Überlappungen zwischen Grace und Smartphone-Technik gibt, stellt sich bei einem Angebot gleichwertiger x86-Lösungen irgendwann die Frage, warum außerhalb des weiterhin sehr kleinen, fragmentierten und flexiblen Automotive-Sektors überhaupt jemand gezielt nach Nvidia-CPUs fragen sollte? Möglicherweise laufen die weiter, aber dann mittelfristig mangels Nachfrage aus.

        Zitat von Dulindor
        Allerdings wird die Entwicklung solcher Produkte aufwendig sein, logistisch erstmal aufgebaut werden müssen und nicht zuletzt werden andere Märkte den Consumern vorgezogen werden. Zudem weiß die Gerüchteküche fast nix, da klingt 2028 wie in diesem Leak hier schon nicht unwahrscheinlich.
        Nvidia will wohl eine x86-Ausgabe des DGX-Sparc bringen, also noch in dieser Generation angepasste Intel-Chips verbauen (wenn auch eher 2026). Bei Intel gibt es seit längerem das Gerücht zu einem "Halo"-Ableger von Nova Lake und bis dato keine Spuren von/Kompetenzen für eine Halo-IGP-Entwicklung. Punktuell könnte Nvidia also schon in der (über-)nächsten Generation Einzug halten (2027?). Da die Verhandlungen wohl schon ein Jahr laufen und beide Hersteller frische Erfahrung mit dem Austausch von Schnittstellenblöcken unter Beibehaltung des Rests haben (Nvidia mit DDR7 statt HBM bei den jüngsten KI-Lösungen, Intel mit diversen Interconnects bei Xeons und beim Wechsel von Raptor Lake auf Metor Lake, der de facto eine Kombination aus Shrink und MCM-Einführung war), sehe ich hier keine unlösbaren technischen Probleme. Kaby Lake G kam damals auch ziemlich kurzfristig aus dem nichts und verschwand genauso schnell wieder, war also kein Teil einer langfristigen Strategie.

        Nur die Massenproduktion wird dauern. Dafür braucht man schließlich auch garantierte Fertigungskapazitäten und man muss die Fertigstellung der jeweils neuen Architektur-Generationen zeitlich abstimmen. Zum Beispiel Panther Lake noch mit Blackwell zu bringen wäre, selbst wenn die Umstellung technisch leicht möglich wäre, fragwürdig, denn inklusive Low-End-Verwertung dürfte dieser bis weit in die 2030er hinein verkauft werden, wenn Nvidia längst Rubin durch Feynmann ersetzt. (Oder was auch immer man Gamern als Ableger gnädigerweise im Austausch für drei Nieren anbieten wird.)
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von belle
        Das wäre echt schade, wird aber leider wahrscheinlich so werden. Ich bin mit der Leistung meiner B580 sehr zufrieden für das Geld.
        XeSS 2.0 Frame Generation bietet echten Mehrwert und wird nun wohl auch im Treiber implementiert.

        Am Ende bekommen wir eine CPU mit iGPU, die alle wegen des Namens Nvidia kaufen und Intel mit späteren Arc Generationen vielleicht ähnlich hinbekommen hätte.
        Mir stellt sich gerade die
        Frage, ob Nvidia nun zweigleisig mit eigener ARM-CPU und Intel-Kooperation fährt oder ob ARM enttäuscht.

        Nvidia hat gesagt, dass die ARM-Entwicklung unverändert weiterläuft.
        Aber machen wir uns nichts vor: Wenn sich sämtliche Kunden mit Begeisterung auf Grace stürzen würden, dann hätte Nvidia gar kein Interesse an Kooperation mit einem x86-Hersteller. Vermutlich hat ein Teil der auf AMD Instinct wechselnden Kunden klargestellt, dass es ARM-Trainingsumgebungen nicht optimal sind, wenn man KI-Anwendungen für x86-Notebooks, x86-Edge, x86-Server und ähnliches entwickelt. Also sucht Nvidia ein neues Standbein, ohne das alte absägen zu wollen. Da es umgekehrt aber wenig Überlappungen zwischen Grace und Smartphone-Technik gibt, stellt sich bei einem Angebot gleichwertiger x86-Lösungen irgendwann die Frage, warum außerhalb des weiterhin sehr kleinen, fragmentierten und flexiblen Automotive-Sektors überhaupt jemand gezielt nach Nvidia-CPUs fragen sollte? Möglicherweise laufen die weiter, aber dann mittelfristig mangels Nachfrage aus.

        Zitat von Dulindor
        Allerdings wird die Entwicklung solcher Produkte aufwendig sein, logistisch erstmal aufgebaut werden müssen und nicht zuletzt werden andere Märkte den Consumern vorgezogen werden. Zudem weiß die Gerüchteküche fast nix, da klingt 2028 wie in diesem Leak hier schon nicht unwahrscheinlich.
        Nvidia will wohl eine x86-Ausgabe des DGX-Sparc bringen, also noch in dieser Generation angepasste Intel-Chips verbauen (wenn auch eher 2026). Bei Intel gibt es seit längerem das Gerücht zu einem "Halo"-Ableger von Nova Lake und bis dato keine Spuren von/Kompetenzen für eine Halo-IGP-Entwicklung. Punktuell könnte Nvidia also schon in der (über-)nächsten Generation Einzug halten (2027?). Da die Verhandlungen wohl schon ein Jahr laufen und beide Hersteller frische Erfahrung mit dem Austausch von Schnittstellenblöcken unter Beibehaltung des Rests haben (Nvidia mit DDR7 statt HBM bei den jüngsten KI-Lösungen, Intel mit diversen Interconnects bei Xeons und beim Wechsel von Raptor Lake auf Metor Lake, der de facto eine Kombination aus Shrink und MCM-Einführung war), sehe ich hier keine unlösbaren technischen Probleme. Kaby Lake G kam damals auch ziemlich kurzfristig aus dem nichts und verschwand genauso schnell wieder, war also kein Teil einer langfristigen Strategie.

        Nur die Massenproduktion wird dauern. Dafür braucht man schließlich auch garantierte Fertigungskapazitäten und man muss die Fertigstellung der jeweils neuen Architektur-Generationen zeitlich abstimmen. Zum Beispiel Panther Lake noch mit Blackwell zu bringen wäre, selbst wenn die Umstellung technisch leicht möglich wäre, fragwürdig, denn inklusive Low-End-Verwertung dürfte dieser bis weit in die 2030er hinein verkauft werden, wenn Nvidia längst Rubin durch Feynmann ersetzt. (Oder was auch immer man Gamern als Ableger gnädigerweise im Austausch für drei Nieren anbieten wird.)
      • Von lorsch525 Schraubenverwechsler(in)
        MLID hatte in der Vergangenheit schon häufiger berichtet, dass Arc bereits eingestellt wurde, bin weiterhin skeptisch, was das angeht.
      • Von Ellina BIOS-Overclocker(in)
        Finde es schade dass das passiert, Kann man aber aus unternehmerischer wirtschaftlichkeit nachfolziehen. Dass die Intel GPU keine richtigen anklang gefunden haben is naja gelinde gesagt schade.

        Warte noch aufs den Nachfolger von A770 GPU von intel weil ich mir vorstellen könnte das die wenn der preis und test stimmt ne gute karte für projekte ist z.b. mit unter anderem video bearbeitung.

        Bin mir nicht sicher wie was ich mache wenn es nächstes jahr konkretere infos gibt und der nachfolger aufen markt ist.
        so fern ja vor 2028 sehe ich es auch nicht eher so 2029 oder so.
      • Von DarkWing13 BIOS-Overclocker(in)
        Solche "Joint Venture" haben meist eine lange Vorlaufzeit bis ein entsprechendes Produkt erscheint.
        2028 sehe ich als nicht realistisch an.
        Außerdem ist dann immer noch die Frage welche GPU-Generation in so einer Intel-CPU integriert wird.
        Erfahrungsgemäß wird es nicht die neueste dann verfügbare sein.
      • Von cryon1c Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Dulindor
        Warum sollte Nvidia das tun? Man wird bei dieser Zusammenarbeit sehr genau darauf achten, sich eben keine neue Konkurrenz aufzubauen und ich sehe bei der aktuellen Lage von Intel sowieso Nvidia am deutlich längeren Hebel. Wenn man etwas fast mit Sicherheit ausschließen kann, dann das diese Kooperation irgendeinen positiven Effekt auf Intels dGPU's haben wird.
        Sag niemals nie. Es könnte einen ähnlichen Effekt geben wie bei den Autos - ähnliche bis gleiche Technik drunter, 2 verschiedene Logos und Firmennamen druff - mehr scheinbare Konkurrenz mit minimalen Ausgaben. Also was Toyota halt mit Lexus macht usw.
        Könnte man sich vorstellen, dabei wird Intel im Bereich der Einsteiger&Mittelklasse als die billigere Option mit weniger von allem als die billigere Marke laufen. Wäre doch denkbar? Dann klatscht Nvidia ihren Kram drauf wie DLSS (statt XeSS) und CUDA etc. und das wird laufen.
        Würde Ich nicht sagen das Nvidia sich hier komplett quer stellen wird - anstatt das zu vergraben kann man damit Geld scheffeln.

        Und was APU angeht, mal sehen. AMD hat da durch Konsolen einen massiven Vorteil. Nvidia hat den Konsolenmarkt und Handheld praktisch aufgegeben, Intel hatte da nie wirklich was zu melden in den 10 Jahren.

        Was Desktop-Prozessoren angeht - glaube nicht das Intel da so nah dran ist. Die AMD CPUs zerlegen Intel richtig, in allen Bereichen was Desktop angeht. Prosumer (obwohl Threadripper tot ist) und Server/Workstation auch, da wo Intel wirklich mal einen massiven Vorsprung hatte - dieser ist nu weg.
        Klar, aktuell wurde Intel halt richtig Geld in alle möglichen Löcher geschoben, das sollte R&D für einige Jahre gut finanzieren. Aber das sie wirklich eine Gaming-CPU bringen die schneller ist und gleichzeitig kühler, sparsamer und günstiger ist - glaube nicht dran. Intel ist immer noch auf dem komischen Kurs, mit der Brechstange die Leistung rausholen zu wollen anstatt eine neue Architektur vorzustellen (wie AMD das halt getan hat - die haben gesehen das Bulldozer etc. absolut nicht mithalten konnten und haben pausiert bis Zen rauskam).

        Abwarten und Tee trinken. Ich kann mir vorstellen das sich Nvidia da richtig in alle Bereiche reinquetschen wird und alles quer lizensieren wird was geht, um aus jedem Produkt ordentlich Profit zu pressen. Macht mehr Sinn als einfach alles zu vergraben was mit eigenen Produkten konkurrieren könnte.
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