Neuer Sandy Bridge im Testlabor: Intel Xeon E3-1230 für die PCGH 11/2011
Für die kommende Ausgabe PCGH 11/2011 planen wir einen Test von Server-CPUs im Desktop-Einsatz, hierzu haben wir unter anderem den Intel Xeon E3-1230 angefordert. Der Sandy-Bridge-Chip passt in alle 1155-Mainboards und bietet 3,2 GHz sowie SMT plus volle 8 MiByte L3-Cache für etwas über 180 Euro - ein tolles Angebot.
Frisch im Testlabor der PC Games Hardware eingetroffen ist der Intel Xeon E3-1230, genauer gesagt ist er auf dem Tisch des CPU-Resorts gelandet. Was machen wir mit einer Server-CPU werden Sie sich vielleicht fragen? Nun, der E3-1230 basiert auf der genau der gleichen Architektur wie beispielsweise der Core i7-2600K (PCGH-Test) und passt auch in den Sockel 1155. Aus genau diesem Grund haben wir den Xeon angefordert - danke an Alternate - und werden testen, ob der Chip (und andere) eine Alternative zu den Core i5/i7 für den Desktop-Markt ist.
Geht es um die technischen Spezifikationen des Intel Xeon E3-1230, so reiht sich dieser zwischen dem Core i5-2500K und dem Core i7-2600K ein - auch preislich: Im PCGH-Preisvergleich ist der Sandy Bridge für rund 180 Euro gelistet. Er bietet 3,2 GHz sowie SMT plus volle 8 MiByte L3-Cache, die TDP beträgt nur 80 Watt. Letzteres ist der abgeschalteten Grafikeinheit geschuldet, die beiden K-Chips verfügen über eine integrierte HD Graphics 3000 und daher 95 Watt TDP; da die iGPU aber bei der Nutzung einer dedizierten Grafikkarte deaktiviert wird, kommen so gesehen der Core i5-2500K und der Core i7-2600K auch auf 80 statt 95 Watt TDP. Die CPUs im Vergleich:
| Modell | Takt | Turbo | Kerne/Threads | L3-Cache | Grafikeinheit | TDP | ca.Preis * |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Core i5-2500K | 3,30 GHz | 3,70 GHz | 4/4 | 6 MiByte | HD Graphics 3000 | 95 Watt | 170 Euro |
| Xeon E3-1230 | 3,20 GHz | 3,60 GHz | 4/8 | 8 MiByte | - | 80 Watt | 180 Euro |
| Core i7-2600K | 3,40 GHz | 3,80 GHz | 4/8 | 8 MiByte | HD Graphics 3000 | 95 Watt | 250 Euro |
* Stand: 07.09.2011; boxed-Versionen

Aber kein SMT
Richtige Sparfüchse könnten doch den E3-1220 nehmen, der kostet nochmal 20 Euro weniger und hat 100 Mhz weniger Takt.
Ich habe die iGPU im EFI extra ausgeknipst, damit es nicht geht. Ich hatte keine Lust auf eine zweite Grafikkarte im System.
So, jetzt habe ich IGD Multimonitor im Boardsetup mal wieder angeknipst und siehe da:
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Das mit dem Abschalten war also Nonsens.
Für die Nutzung der Intel-HD-Grafik braucht es keine besonderen Voraussetzungen. Einfach nicht abschalten.
Später Nachtrag:
Doch - eine besondere Voraussetzung gibt es: Der Boardhersteller muss die Option im Board-Setup anbieten.
Ich sehe zwar keinen Grund, das nicht zu tun, auch wenn ein Board keine Lizenz von Lucid für VIRTU hat - zumindest keinen technischen, aber vielleicht gibt es da politische Gründe, falls unbedingt die VIRTU-Technologie gehyped werden soll -, denn ohne Virtu hat man zusammen mit einer diskreten Grafikkarte einfach ein nettes multimonitortaugliches System.
Man kann also im Grunde nicht pauschal behaupten, dass es immer geht - wer auf Nummer sicher setzen will, muss darauf achten, dass der Boardhersteller mit VIRTU wirbt, dann geht es auf jeden Fall. Da es (noch) keine echten Low-cost-Boards mit Z68 gibt, ist es in der Regel dabei. Wer die iGP zusätzlich nutzen möchte, sollte aber trotzdem vor dem Kauf genau hinschauen.