Neue Intel-CPUs: "Rocket Lake" und "Tiger Lake-H" am 18. März auf GDC-Event
Intel wird seine neuen Desktop- und Mobilprozessoren der 11. Core-i-Generation in Kürze näher vorstellen und dabei offenbar das Augenmerk auf Gaming legen.
Nachdem Intels neue Desktop-Prozessoren mit Codenamen "Rocket Lake" bereits vor Release in Benchmarks sowie im Handel aufgetaucht sind und auch zu den mobilen "Tiger Lake-H"-CPUs für Notebooks immer mehr Details durchsickern, will Intel die 11. Core-i-Generation nun in Kürze auch offiziell näher vorstellen. Im Rahmen eines derzeit virtuell stattfindenden GDC-Showcase, das losgelöst von der eigentlich erst im Juli stattfindenden Game Developer Conference veranstaltet wird, soll es am 18. März so weit sein.
Dabei wird der bei Intel für die Gaming- und Esports-Client-Computing-Group sowie für Desktop-Workstation-Gaming zuständige General Manager Marcus Kennedy laut der GDC-Website einen "ersten Blick" auf die beiden neuen Prozessorreihen der 11. Core-i-Generation gewähren. Außerdem wird Intel auch Demos und Geschichten von kooperierenden Entwicklern präsentieren. Die Partner-Präsentation unter dem Titel "Gaming is Shaping the World" soll am 18. März von 22:40 Uhr bis 23:10 Uhr MEZ stattfinden. Dazu heißt es in der Ankündigung übersetzt:
"Unter Brancheninsidern bekannt, aber in der Außenwelt weniger bekannt, arbeitet Intel eng mit Spieleentwicklern zusammen, um sicherzustellen, dass wir die besten Spieleplattformen liefern. Dies geschieht u. a. durch die Entwicklung von Tools, die den Entwicklern helfen, den Spielern fantastische Erlebnisse zu bieten. Diese Bemühungen haben das Leben der Spieler durch Fortschritte bei der Spielleistung, der Grafiktreue, der KI und vielem mehr verbessert. Mit der Einführung der 11. Generation der Core-Prozessoren bringt Intel eine brandneue Architektur auf den Markt, die die Leistung sowohl von Notebooks als auch von Desktops verbessert. Intel bietet einen ersten Blick auf die neuen Notebook-Prozessoren der Tiger Lake H-Serie und die Rocket Lake-Desktop-Prozessoren, während Geschichten und Demos aus ihrer Zusammenarbeit mit Software-Anbietern geteilt werden."
Intel hat von seiner 11. Core-i-Generation bisher seine mobile U-Serie mit dem Codenamen "Tiger Lake-U" sowie die H35-Serie mit dem Codenamen "Tiger Lake-H35" veröffentlicht, die nun von Achtkernmodellen der 45-Watt-Klasse (gemeinhin als H45 bezeichnet) ergänzt werden. Mit "Rocket Lake" wird derweil der Desktop-Sockel 1200 bedient und die neuen CPUs sollen am 30. März auf den Markt kommen.


Klingt also danach, als sollte man bei Release Rocket Lake eher gegen die Tiger Lake H45-Modelle benchmarken anstatt gegen Comet Lake. Ok, ok, der beträchtliche (offizielle und freigegebene) TDP-Unterschied wird da dann doch keine Überraschungen aufkommen lassen.
Aber vielleicht bekommt man ja einen Vorgeschmack darauf, was dann mit Alder Lake in 10nm+++ in einigen Monaten zu erwarten ist. Ich würde vermuten dass die 10nm++ von TGL noch nicht ganz mit TSMCs aktuellem N7 mithalten können was zumindest die Effizienz angeht (und möglicherweise wird man sich im 2HJ21 auch mit TSMCs N6 in Form des Zen3-Refreshes messen müssen?), aber es wäre schön das auch mal mit handfesten, gut vergleichbaren Zahlen belegen zu können.
AnandTech und CB schreiben hier gar von bis zu 20 PCIe 4.0-Lanes, wäre in dem Falle ja glatt ein ausgewachsener APU-Konkurrent (und schreit förmlich nach einer Bestandsaufnahme zum Fertigungsprozess i. V. z. TSMCs N7).
Da stellt sich für Neukäufer, die auf Intel schielen glatt die Frage, ob es statt RKL nicht doch eher TGL sein sollte?
*) Das "spekuliert" hat sich auch erledigt, wie ich gerade auf einer Intel-Slide sehe, die explizit 20 Lanes ausweist.
Wenn man es will, geht es gar extrem klein:
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Als echter Desktop/Gaming-Ersatz dürften neue Chips jedoch vermutlich erst mit der kommenden Prozessiteration 10nm Enhanced SuperFin taugen. Die schnellsten Tiger Lake's takten nun bis zu 4,9 GHz, mit der nächsten Iteration dürfte noch ein klein wenig mehr drin sein und möglichweise auch noch etwas effizienter?