AMDs Zen: Neue Architekturdetails sprechen für deutlich höhere Integer-Leistung
Nachdem handfeste Informationen lange Zeit nur rar gesät waren, sind vor Kurzem halbwegs handfeste Architekturdetails zu AMDs CPU-Hoffnung Zen an die Öffentlichkeit gedrungen. Sie legen nahe, dass AMD insbesondere den Integer-Teil der Kerne deutlich aufgebohrt hat.
Kaum eine CPU-Architektur erregt die Gemüter aktuell so sehr wie AMDs Zen. Das verwundert kaum, wenn man bedenkt, dass nicht weniger als AMDs Zukunft von ihrem Erfolg abhängt. Handfeste Informationen über die für 2016 erwartete Architektur sind bis dato jedoch kaum bekannt, vieles ist nach wie vor rein spekulativ. Mit einem von AMD eingesendeten Compiler Patch für die GNU-Compiler Collection, der erste Optimierungen für Zen einpflegt, wurden kürzlich jedoch verwertbare Informationen offenbart.
Demnach setzt Zen auf einen 32 KByte großen L1- und einen 512 KByte großen L2-Cache, vier Decoder sowie jeweils vier Integer-Pipelines, zwei AGUs und vier Floating-Point-Piplines, wobei es sich bei deren zwei um ADD-Pipes und um zwei MUL-Pipelines handeln soll, die mit 128 Bit angebunden sind. Zumindest Integer-seitig macht die CPU damit einen großen Schritt nach vorn. Vier Pipelines bedeuten eine Verdoppelung gegenüber Bulldozer und Jaguar. Erstmals zöge AMD damit wieder mit Intel gleich, die seit Haswell diese Ausbaustufe anbieten.
Auf Seiten der Gleitkommaeinheiten scheint AMD - zumindest in der Theorie - mit Zen immer noch hinten anzustehen. Hier stehen 128 Bit gegen 256 Bit, die sich Intel schon seit Sandy Bridge zunutze macht. Ab Haswell unterstützt Intel überdies FMA3, womit eine weitere Verdoppelung des Durchsatzes erreicht werden konnte. Allerdings kommen AVX-Instruktionen und FMA im Alltag bisher kaum vor - im Unternehmensbereich sieht das jedoch anders aus.
Das PCGHX-Mitglied Locuza, bei dem wir uns an der Stelle für seine ausführliche User-News bedanken, vermutet dahinter einen ähnlichen Ansatz, wie ihn Intel bei Skylake verfolgt. Seiner Auffassung nach gibt es für Enterprise-Kunden möglicherweise eine CPU-Version mit deutlich größerer Gleitkommaeinheit. Dafür sprächen auch ältere Informationen aus der Gerüchteküche.
Der Aufbau der CPU legt außerdem nahe, dass es sich bei Zen um kein auf hohe Taktraten ausgelegtes Design mehr handelt. Allerdings sollten Frequenzen von 3,5 bis 4,0 GHz beim mutmaßlich zum Einsatz kommenden Fertigungsverfahren problemlos möglich sein, wie Matthias Waldhauer aka Dresdenboy in einem Blog-Eintrag feststellt. Von ihm stammt auch das Schema, das Sie oben in der News finden. Es zeigt, wie Zen auf Basis der durchgesickerten Informationen aussehen könnte.

Anscheinend ist das Team das für Spiele verantwortlich ist so klein. John Carmack hat mal von seiner Zusammenarbeit mit Intel berichtet: er hat ihnen Tips gegeben, wie man da und dort die Darstellung deutlich beschleunigen könnte, aber auch gleichzeitig gesehen, dass die das noch lange nicht umsetzen können, weil die einfach zu wenig Leute haben.
Kaveri usw. ist mittlerweile aber schon recht ausgereift. Intel hatte ja früher auch nicht viel an den Grafiktreibern gemacht.
Einer der ersten Schritte in dieser Richtung war die Beschleunigung von LibreOffice.
Aber es muss natürlich viel weitflächiger ausfallen.
Aber wir sind leider nicht in einer idealen Welt, schon allein nicht, weil der großteil der verwendeten Bürosoftware MS Office ist.
Relativ vielleicht, auch um für Laptops/Desktops als einziger Prozessor besser geeignet zu sein, aber primär rührt der krasse Unterschied aufgrund der schwachen Bulldozer Architektur.
Zumal ich ein dummer Early Adopter von Ilano war und massivste Treiber, Bios usw Schwierigkeiten hatte. Extrem nervig und nie wieder.
Ich denke auch, das sich das mit ZEN ändert. Aktuell ist einfach die IPC im CPU-Teil zu schlecht.
Im Bürobereich braucht man keine so hohe GPU Leistung, wenn dann eher manchmal die CPU Leistung oder effiziente Prozessoren.
Das ist ja das, was mich an AMDS APU Ansatz stört: es gibt keinen Markt für schwache CPUs+starke GPUs.
Einer der ersten Schritte in dieser Richtung war die Beschleunigung von LibreOffice.
Aber es muss natürlich viel weitflächiger ausfallen.
Ich denke es ist auch klar, dass AMDs Ansatz es nicht ist, eine schwache CPU mit einer starken GPU zu kombinieren.
Relativ vielleicht, auch um für Laptops/Desktops als einziger Prozessor besser geeignet zu sein, aber primär rührt der krasse Unterschied aufgrund der schwachen Bulldozer Architektur.
Viel schöner und mit einer besseren Leistungsbalance sind die Kabini/Beema APUs ausgefallen vs. Atom-Angebote von Intel.
Leider war ein Erfolg damit nicht gegönnt.