AMD-CEO Lisa Su: Moore's Law gilt weiterhin, aber mit Problemen
Laut AMD-CEO Lisa Su gilt das viel zitierte "Moore's Law" auch weiterhin. Bei der kontinuierlichen Erhöhung der Transistor-Anzahl gibt es aber Probleme, die neue Lösungen erfordern.
Seit Jahrzehnten gilt das vom Intel-Mitgründer Gordon Moore aufgestellte "Moore's Law" als Leitlinie der Halbleiterentwicklung. 1965 sagte dieser eine periodische Verdopplung der Transistoranzahl in Chips voraus, die bis heute grob eingehalten wurde. Gleichzeitig wird seit vielen Jahren aber auch immer wieder behauptet, dass Moore's Law tot sei oder unmittelbar vor dem Ende stehe.
Fortschritt mit Problemen
Dieser Ansicht widersprach AMD-CEO Lisa Su kürzlich in einem Interview mit der Finanzzeitschrift Barron's. Demnach ist Su der Ansicht, dass die Verdopplungsprognose weiterhin gültig ist, sich aber verlangsamt hat. Es werden immer wieder neue Ansätze benötigt, um Fortschritte bei der Leistung und der Energieeffizienz zu erzielen. Als Beispiel nennt sie die bei den Ryzen-Prozessoren eingesetzten Chiplets und die 2022 vorgestellten X3D-Prozessoren, bei denen erstmals ein zusätzlicher Cache auf einem x86-Prozessor untergebracht wurde. Zudem sieht Su auch bei der Software-Optimierung noch viel Potenzial.
Statt Leistungsgewinnen durch Software sind für Moore's Law aber die Transistoren wichtig, und auch hier erwartet die AMD-Chefin weiterhin Verbesserungen. Angeblich arbeitet AMD bereits intensiv an 3-nm-Produkten, und auch die nachfolgende 2-nm-Fertigung hat man offenbar bereits im Fokus. Gleichzeitig bestätigt Su aber auch den Eindruck, dass die Sprünge mit neueren Fertigungen kleiner werden:
"Die Transistorkosten und die Verbesserungen bei der Dichte und der gesamten Energieeffizienz werden mit jeder Generation geringer. Aber wir bewegen uns immer noch von Generation zu Generation. Wir arbeiten heute viel im 3-Nanometer-Bereich, und wir denken auch über 2 nm nach. Aber wir werden weiterhin Chiplets und diese Art von Konstruktionen verwenden, um einige der Herausforderungen des Moore'schen Gesetzes zu umgehen."
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Zumindest vorerst ist also auch weiterhin eine immer höhere Komplexität von Halbleitern zu erwarten. Schon vergangenen Dezember stellte AMD-CTO Mark Papermaster aber fest, dass dieser Fortschritt immer kostspieliger wird. Die Ingenieure bei AMD und natürlich auch den anderen Unternehmen der Branche müssen also weiterhin kreativ bleiben, damit der technisch mögliche Fortschritt in Zukunft nicht durch zu hohe Kosten ausgebremst wird.
Quelle: via Wccftech

Damals war es ja schon Intel mit "3D-Tri-Gate" jetzt AMD mit "3D Cache".
Aber beliebig lässt sich das nicht fortführen. Weil die Kosten ja auch noch im Griff bleiben müssen.
Dann irgendwann, wenn bei den x86 CPUs kein Fortschritt mehr zu erzielen ist, muß man sich gänzlich was neues einfallen lassen.