Monopolmissbrauch: Intel von New York verklagt
Nachdem die Europäische Union Intel bereits wegen Monopolmissbrauch verklagt hatte, zieht nun der Generalstaatsanwalt von New York gegen Intel vor Gericht. Die Vorwürfe sind die Gleichen.
Quelle: Intel
Monopolmissbrauch: Intel von New York verklagt
Die Generalstaatsanwaltschaft von New York hat Intel wegen Monopolmissbrauch verklagt. Die Schrift gleicht in groben Zügen den Vorwürfen, die bereits die Europäische Union erhoben hat und die im Juli 2009 zu einer Rekordstrafe von 1,06 Milliarden US-Dollar geführt hat. Im Kern geht es wieder um die Gelder, die Intel Kunden anbot, wenn diese Prozessoren des blauen Chip-Giganten einsetzten.
Andrew Cuomo erläutert weiter, dass Intel mit Sanktionen gedroht habe, wenn sich die PC-Hersteller nicht an die Absprachen gehalten hätten. Bestechung und Nötigung hatte Intel genutzt, um seine Vormachtstellung am Markt weiter auszubauen. Der Kunde sei so um bessere Produkte und Preise gebracht worden. Mittels sogenannter Rabatte habe sich Intel bei den PC-Herstellern eingekauft. Im Fokus stehen die Anbieter Dell, HP und IBM. Zwischen 2001 und 2006 habe Dell Intel bevorzugt behandelt, da Intel Rabatte im Rahmen von 2 Milliarden US-Dollar verteilt habe. AMD-Systeme waren in dieser Zeit bei Dell nicht oder kaum erhältlich. Bei HP sah der Deal anders aus: Gelder flossen, damit HP maximal 5 Prozent seiner Systeme mit AMD-Prozessoren ausstattet. 925 Millionen US-Dollar sollen im Spiel gewesen sein. Bei IBM sollen 130 Millionen US-Dollar geflossen sein, um die Verwendung von AMD-Server-Prozessoren zu verhindern.
Die Klage von Andrew Cuomo stützt sich auf Emails und Schriften, die zwischen Intel und den Herstellern Dell, HP und IBM verschickt wurden. Die Klage soll Intel daran hindern, nochmals entsprechende Machenschaften an den Tag zu legen. Darüber hinaus sollen Strafen kassiert werden, sodass der Schaden, der der Verwaltung von New York entstanden ist, kompensiert wird.
Interessantre Links zum Thema Intel:
• EU-Kommision: Einzelheiten zum Kartellverfahren gegen Intel veröffentlicht
• EU-Kartellverfahren: Intel droht Milliardenstrafe - Update: Intel verweigert Zahlung der 1,06 Mrd. Euro Strafe
• Intel wehrt sich gegen Monopol-Verfahren der EU-Kommission


Strafe muß sein, selbstverständlich. Nur wer zahlt die Strafe? Unterm Strich doch der Kunde (wir), oder nicht? Ergo wird ein Unternehmen (Intel) wegen etwas bestraft (Preise) was die Strafe selbst erneut zur Folge hat (Preise). Nur als Beispiel: Würde man Intel dahingehend bestrafen temporär Produkte günstiger verkaufen zu müssen, dann würde der (geschädigte) Kunde (und um den geht es ja eigentlich) zumindest tlw. entschädigt und vom Urteil profitieren.
Denn: Einizig die Konkurenz belebt das geschäfft, so dass es im Interesse ALLER ist, dass mindesten 2 Konkurenten (und ich meine damit ECHTE Konkuirenten, und nicht so ein gemauschel, wie es z.Zt. auf dem dt. Energiemakrt der Fall ist) um die Gunst der Kunden buhlen. Eines ist mal klar: Sollte AMD aus wlchen Gründen auch immer "ausfallen" und Intel der einzige x86er-CPU anbieter werden, stehen uns Endverbrauchern harte Zeiten bevor: CPUs zu Höchstpreisen, deutlich lansamere Innovationszyklen, und Haarsträbende Klauseln in Bezug auf Garantie u.ä....
Just my 2 cents
So lang es keine Milliarden sind,ist es ihnen egal
IBM/Lenovo, HP, Dell, Acer, Toshiba, Nec, Gateway, Sony, Samsung, Fujitsu/Fujitsu-Siemens, Hitachi, Compaq, MediaMarkt-Saturn-Holding, Packard Bell
Hier ne PDF der Klageschrift dazu.
http://www.amd.com/us-en/assets/content_type/DownloadableAssets/MDL_No._1717_JJF_final.pdf
Hier ne Zusammenfassung auf deutsch.
http://www.amd.com/us-en/assets/content_type/DownloadableAssets/Complaint_Summary_German.pdf
Und das hier wird sicher fast kein MM,Staurn ... -Käufer wißen.
Ich habe mal einen interessanten Post über Microsoft gelesen,das passt hier auch.
So lang es keine Milliarden sind,ist es ihnen egal