CPU: Microsoft baut eigene Prozessoren - Intel-Aktie knickt ein

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CPU: Microsoft baut eigene Prozessoren - Intel-Aktie knickt ein (1)
Quelle: Microsoft

Einem aktuellen Bericht zufolge soll Microsoft planen, eigene Prozessoren auf Basis der ARM-Architektur zu fertigen. Diese sollen vor allem für Server sowie für die hauseigene Cloud Computing Einheit Azure gedacht sein. Das sind keine guten Nachrichten für die Konkurrenz: die Aktie von Intel knickt nachbörslich deutlich ein.

Auf dem Markt der großen Chip-Hersteller gibt es mittlerweile nur noch wenige Unternehmen, die sich bis heute etablieren konnte. Dazu zählen Samsung, TSMC sowie Intel. Letzterer war bislang vor allem im CPU-Markt vorzufinden, musste jedoch immer mehr Marktanteile an TSMC abgeben, da AMD in den letzten Jahren deutlich konkurrenzfähiger geworden ist. Nachdem Amazon und Apple bereits angekündigt hatten, ebenfalls ein Stück vom Kuchen zu wollen, soll es nun auch Microsoft an den Prozessoren-Markt zu ziehen.

Microsoft: ARM-CPUs im Eigenbau

Einem aktuellen Bericht des Online-Magazins Bloomberg zufolge, soll Microsoft damit planen, eigene CPUs auf Basis der ARM-Architektur zu fertigen. Diese sollen die hauseigenen Server ausrüsten, damit man nicht mehr so stark abhängig von den Lieferanten ist. Ebenfalls zum Einsatz kommen diese Prozessoren dann beim Cloud Computing in Form von Azure. Auch in diversen Surface-Endprodukten könnten letztlich eigene Microsoft-CPUs zum Einsatz kommen.

Microsoft soll dem Bericht zufolge die letzten Jahre damit verbracht haben, Ingenieure von Intel, AMD und Nvidia abzuwerben, um sich auf diese neue Sparte zu konzentrieren. Das sind für die Konkurrenz keine sonderlich guten Nachrichten, was sich im direkten Vergleich an der Börse zeigt. Während AMD einen Tagesverlust von gut einem Prozent zu verzeichnen hat, ist es bei Intel noch gravierender ausgefallen. Die Aktie verliert nachbörslich so viel, dass sich der Tagesverlust auf über sechs Prozent beläuft. Nachdem Anleger bei Intel in diesem Jahr schon extrem volatile Phasen erdulden mussten, es bisher noch kein Umkehrpunkt in Sicht.

Quelle: Bloomberg via Planet3DNow!

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    • Kommentare (93)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von AchtBit Software-Overclocker(in)
        Zitat von Olstyle
        Der Cortex-A8 ist bereits Superskalar, den gibt es seit 2005.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Ja, hast recht, ich hab die Entwicklung auch schon lange nicht verfolgt. 2014 wurde die ARM v7 M Architektur mit einer mehrstufigen Pipeline vorgestellt. Die Cortex Lizenz, bzw. deren Profile, sind rein für die benutzerspezifische Entwicklung gedacht. Es existiert aber noch immer die Bedingung, dass alle Entwicklungen mit dem ARM Instruction Set compliant sein mmüssen. Ich sag ja, ARM kommt immer näher an Intel. Technisch gesehen ist aktuell der ARM zwar als Superskalar zu verstehen aber tatsächlich liegen Welten zw. Intel u. ARM was die Umsetzung angeht. ARM nutzt vielleicht 5 % des Dies für Verwaltungsaufgaben, wobei Intel bestimmt 70 % des Dies für die Verwaltung benötigt. Die haben seit dem Pentium wie die Irren Codeoptimierung betrieben. Deshalb wird ARM auch diese Prozessoren mit der Zeit aus dem Markt werfen.

        Ich will auch eine coole leise CPU und keinen Röstchip. Wenn ichs warm haben will, dann dreh ich die Heizung auf.

        Gruss Acht
      • Von AchtBit Software-Overclocker(in)
        Zitat von Olstyle
        Der Cortex-A8 ist bereits Superskalar, den gibt es seit 2005.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Ja, hast recht, ich hab die Entwicklung auch schon lange nicht verfolgt. 2014 wurde die ARM v7 M Architektur mit einer mehrstufigen Pipeline vorgestellt. Die Cortex Lizenz, bzw. deren Profile, sind rein für die benutzerspezifische Entwicklung gedacht. Es existiert aber noch immer die Bedingung, dass alle Entwicklungen mit dem ARM Instruction Set compliant sein mmüssen. Ich sag ja, ARM kommt immer näher an Intel. Technisch gesehen ist aktuell der ARM zwar als Superskalar zu verstehen aber tatsächlich liegen Welten zw. Intel u. ARM was die Umsetzung angeht. ARM nutzt vielleicht 5 % des Dies für Verwaltungsaufgaben, wobei Intel bestimmt 70 % des Dies für die Verwaltung benötigt. Die haben seit dem Pentium wie die Irren Codeoptimierung betrieben. Deshalb wird ARM auch diese Prozessoren mit der Zeit aus dem Markt werfen.

        Ich will auch eine coole leise CPU und keinen Röstchip. Wenn ichs warm haben will, dann dreh ich die Heizung auf.

        Gruss Acht
      • Von Technologie_Texter BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von AchtBit
        ARM ist vom Aufbau her mit Ethernet zu vergleichen. Die Basis ist die v1.0 Kernarchitektur. Auch die aktuellste Version ist kein Superscalar. ARM bietet Lizenzen für Superscalar ähnliche Erweiterungen oder Lizenzen die Eigenentwicklungen erlauben. Man braucht aber nur das Termal - und Powerdesign zu vergleichen, um zu erkennen, das ARM Kerne keine Superskalare sind. Der Energiebedarf ist bei SSk 10-20 mal höher und ebenso die Abwärme bzw. Hotspotbildung.

        Wie gesagt, es gibt so was wie Streaming Extentions, die superskalare Funktionen beinhalten aber der Kern selbst ist kein Superskalar.
        Damit liegst du falsch!
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        Der Cortex-A8 ist bereits Superskalar, den gibt es seit 2005.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von AchtBit Software-Overclocker(in)
        Zitat von Olstyle
        Die meisten ARM Architekturen sind bereits seit längerer Zeit Superskalar(= schaffen mehr als einen Befehl pro Takt). ARM hat allerdings deutlich mehr als eine Architektur, da gibt es vom Microcontroller bis zur Server CPU verschiedene Designs und man darf auch nicht den Verbrauch ersterer mit der Leistung letzterer in einen Topf werfen.
        ARM ist vom Aufbau her mit Ethernet zu vergleichen. Die Basis ist die v1.0 Kernarchitektur. Auch die aktuellste Version ist kein Superscalar. ARM bietet Lizenzen für Superscalar ähnliche Erweiterungen oder Lizenzen die Eigenentwicklungen erlauben. Man braucht aber nur das Termal - und Powerdesign zu vergleichen, um zu erkennen, das ARM Kerne keine Superskalare sind. Der Energiebedarf ist bei SSk 10-20 mal höher und ebenso die Abwärme bzw. Hotspotbildung.

        Wie gesagt, es gibt so was wie Streaming Extentions, die superskalare Funktionen beinhalten aber der Kern selbst ist kein Superskalar.
      • Von Nebulus07
        Zitat von sterreich
        So ziemlich alles, was Richtung Machine Learning geht, ob jetzt bei Firmen oder im Uni-Bereich, setzt auf Python als treibende Kraft.
        Machine Learning heißt Shader Programmierung! Das kann man in Cuda oder GLSL oder OPENCL machen. Alle haben eins gemein, es ist C ähnliches Programmieren!
      Direkt zum Diskussionsende
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