Larrabee verwendet original Pentium-Technik
Quelle: (Bild: Tech.co.uk)
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Wie die Webseite Tech.co.uk berichtet, setzt Intels kommender Many-Core-Prozessor Larrabee auf Techniken, die bereits im originalen Pentium MMX zum Einsatz kamen. Quellen seitens Intel sollen bestätigt haben, dass es sich um ein ähnliches - wenn auch extrem modifiziertes - Design handelt.
Larrabee wird zum Start 2009/2010 mit seinen 32 Kernen besonders hohe Gleitkomma-Performance zur Verfügung stellen können. Intel-Dokumenten zufolge wird eine Rechenleistung von einem Teraflop angestrebt.
Die Verwendung von alter Technik scheint zunächst nicht schlüssig zu sein, aber Intel bestätigte bereits, das es sich bei den Larrabee-Kernen um relativ einfache In-Order-Architektur handelt. Die aktuellen Prozessoren von Intel und AMD sind komplexe Out-Of-Order-Designs. So war es logisch auf alte Technik zurückzugreifen, da der Pentium MMX die naheliegende In-Order-Architektur war. Erst der unglückliche Pentium Pro war die erste Out-Of-Order-CPU von Intel.
Out-Of-Order-Prozessoren erlauben es, Aufgaben mit weniger Wartezeiten zu erledigen. Jedoch sind solche CPUs größer, komplexer und benötigen wesentlich mehr Transistoren, als die In-Order-Varianten.
Wie nahe Larrabee an der Architektur des Pentium MMX angesiedelt ist, ist zur Zeit nicht klar. Dennoch kann man sagen, dass die klassische Architektur auch heute noch in angepasster Form eine enorme Leistung bei der Gleitkommaberechnung erbringen kann.
Tech.co.uk berichtet weiter, dass die integrierte GPU von Larrabee im Gegebsatz zu normalen Grafikprozessoren nicht auf Rasterschaltkreisen basieren wird. Stattdessen wird Larrabee Instruktionen in einfache Basic-Sprache umwandeln, um sie zu verarbeiten. Das ist nicht ganz so effizient, wie die nativen Rasterchips von AMD und Nvidia, aber die hohe Rechenleistung von Larrabee kann dies zu einer akzeptablen Lösung machen. Einen Vorteil hat die Sache dennoch: Larrabee kann sowohl Raster-Grafiken als auch Ray-Tracing-Grafiken bearbeiten. Ray-Tracing bietet wesentlich realistischere Beleuchtung und Intel geht davon aus, dass es Raster-Grafik in Zukunft ersetzen wird.
