Renoir: Kommende AMD-APUs abermals mit Vega-Grafik
Auch die nächste APU-Generation von AMD wird wohl mit einer integrierten Vega-Grafikeinheit und nicht mit Navi daherkommen. Das bestätigt zumindest ein aktueller Linux-Patch.
Navi ist in dedizierter Form bereits auf dem Desktop durchgestartet, eine integrierte Grafikeinheit auf Basis der neuen GPU-Architektur lässt aber wohl noch länger auf sich warten. Die ursprünglich erhoffte Navi-iGPU für die kommenden AMD Renoir-APUs bleibt nämlich aus, wie ein aktueller Linux-Patch deutlich macht.
Der dient als Vorbereitung für Renoir und nennt diesbezüglich explizit eine Vega-10-Grafikeinheit. Unterstrichen wird das vom Kürzel "GFX9", das bekanntlich für Vega steht, während sich Navi hinter "GFX10" verbirgt. Damit dürfte es mehr vom Alten geben, doch auch Neuerungen scheinen mit von der Partie, sofern man einen genaueren Blick in die Code-Zeilen wirft.
Darin findet sich nämlich auch "VCN 2.0". VCN steht für Video Core Next. Eine Einheit, die Video-Encoder und -Decoder beinhaltet und bei den aktuellen Picasso-APUs sowie auch der Vorgängergeneration Raven Ridge in Version 1.0 integriert war.
Erwartet wird der Marktstart der Renoir-APUs aktuell für Anfang 2020. Der Picasso-Launch wäre dann ein gutes Jahr her. Sofern AMD nicht von alten Gewohnheiten abweicht, dürfte die nächste APU-Generation, dann auf Basis von Zen 2, abermals zuerst im Mobile-Segment und damit in Notebooks durchstarten, während Desktop-Pendants etwa im Sommer folgen.
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Zunächst würde so die Schlacht gegen Intel Ice Lake geschlagen. Mit den ersten 10nm-Chips in Masse macht Intel wieder einiges an Boden gut. Eine deutlich gesteigerte IPC sowie die stark verbesserte Gen11-Grafik soll die Konkurrenz in die Schranken weisen. Ob das vollends gelingen wird und wie sich dagegen Renoir behauptet, bleibt abzuwarten. Immerhin ließ Intel erste unabhängige Benchmarks zu, wenn auch unter teils kontrollierten Bedingungen und gewürzt mit aufgebohrter TDP. Wie sich die Realität gestaltet, wird sich in Richtung Weihnachtsgeschäft zeigen, wenn Hersteller ihre ersten entsprechenden Geräte auf den Markt bringen.
Quelle: via phoronix.com
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Mittlerweile kann man auch als Laptopuser wieder die Treiber von AMD direkt nutzen. Eine Zeit lang musste man die vom Laptophersteller nehmen, welche bekanntmaßen fast nie Updates bereitstellen.
Zu den Linuxtreibern kann ich als Windowsuser nichts sagen, habe aber gehört, dass die mittlerweile auch besser geworden sein sollen.
Hat sich da so viel getan? Bei meinem letzten Laptop mit AMD GPU und Intel CPU mit iGPU habe ich die AMD Karte irgendwann komplett ignoriert, weil die Treiber sowohl unter Windows als auch Linux auf Intel Seite gefühlt problemfreier waren. Gut Laptops werden generell auch nicht so gut versorgt.. Aber wäre mir dennoch neu, dass die Intel Treiber jetzt so mies wären.
Ich würde mir eher einen 6 oder 8 Kerner mit iGPU kaufen, als einen 4 Kerner mit evtl stärkerer GPU. Genau da hat AMD IMHO noch eine Lücke, die Intel noch abdeckt.
Ob die iGPU ansatzweise zum Zocken taugt, wäre mir da komplett egal. Wenn ich mir nen 6 oder 8 Kerner kaufe, will ich den beim Zocken nicht durch ne iGPU ausbremsen und hole ich mir eh ne Graka.
Es sei denn iGPUs werden zukünftig noch deutlich stärker und reichen bei aktuellen Games auf hohen Details.
Umgekehrt wäre es mir aber wichtig ne Display Ausgabe schon on Board zu haben, wenn ich einfach nur nen Arbeitsrechner baue, da ich mir dann die Anschaffung und die weiteren Nachteile einer dedizierten GPU erspare (Kosten, Lautstärke, Platz, Verbrauch...)
=> Wer keine iGPU-Leistung braucht, weil er kein 3D oder aber eine dedizierte GPU nutzt, der bekommt bei Intel bis auf weiteres die besseren Mobile-Angebote. Und wer Ultra-kompakte 3D-Leistung möchte, kann es mit Coffee Lake G und integrierter Vega versuchen.
Ob man das alles auch zu einem guten Preis bekommt, steht auf einem anderen Blatt – wir reden von Intel. Allerdings treten die verfügbaren Zen+-APUs gar nicht gegen teure Intel-CPUs an, sodass sich rein aus dem Wechsel des Prozessor-Herstellers keine großen Einsparungen ergeben. Viele "günstige" AMD-basierte Laptops sind eher billig, vor allem unzureichender RAM und/oder Kühlung sind immer wieder ein Problem. Je nach Verbrauchsklasse gibt es aber einen Übergangsbereich, wo Intel Dualcores gegen AMD Quadcores antreten.
Das ganze ist ideal für Multimedianutzer und Laptops, bei beidem ist auch 3D Leistung gefragt, je mehr umso besser. Das Problem ist eben, dass das ganze verschenkte Siliziumfläche ist, wenn eine Dedizierte GPU ins Spiel kommt. Intel rückt AMD immer mehr auf die Pelle, von daher zeigt es, dass das Konzept richtig war.
Man bekommt übrigend darauf die meisten neuen Spiele zum laufen (darauf wird bei der Entwicklung durchaus geachtet). Allerdings sollte man bei einigen mit den sehr niedrigen Details und einer geringen Auflösung (unterhalb von Full HD) per du sein.