Prominenter Abgang bei Intel: Jim Keller verlässt Intel mit sofortiger Wirkung
Intel hat mitgeteilt, dass Jim Keller den Konzern mit sofortiger Wirkung verlässt. Sein Rücktritt von der Systems Architecture and Client Group sei aus persönlichen Gründen erfolgt, heißt es in der Mitteilung. Allerdings soll Keller noch sechs Monate als Berater zur Verfügung stehen und seine Nachfolger einarbeiten.
Jim Keller, Leiter der "Systems Architecture and Client Group" bei Intel, ist zum 11. Juni überraschend von seinem Posten zurückgetreten. Wie Intel mitteilt, sind die Gründe dafür persönlicher Art. Keller soll zudem nicht gleich von der Bildfläche verschwinden, sondern noch sechs Monate lang als Berater für den Chip-Giganten tätig sein. In dieser Funktion hilft er seinen Nachfolgern bei der Einarbeitung.
"Intel ist für die Arbeit, die Mr. Keller in den letzten zwei Jahren geleistet hat, sehr dankbar." Er habe erfolgreich daran mitgewirkt, dass Intel führende Produkte anbietet. Ihm und und seiner Familie wünsche man für die Zukunft nur das Beste. "Intel ist zudem erfreut, dass Mr. Keller zugestimmt hat, sechs Monate als Berater zu fungieren, um den Übergang zu erleichtern."
Intel verteilt Posten neu
Mit dem Ausscheiden Kellers verkündet Intel zudem verschiedene Umstrukturierungen. Sundari Mitra, ehemaliger CEO und Gründer von NetSpeed Systems und bei Intel aktuell Leiter der "Configurable Intellectual Property and Chassis Group", soll einer neue "IP Engineering Group" vorstehen. Die "Xeon and Networking Group" übernimmt Gene Scuteri.
Daaman Hejmadi soll zurück an die Spitze der auf System-on-Chips (SoC) fokussierten Engineering Group wechseln, einem Gebiet, auf dem er mit zwei Jahrzehnten Erfahrung punkten könne; außer- und innerhalb Intels. Für die "Manufacturing and Product Engineering Group" zeichne weiterhin Navid Shahriari verantwortlich.
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Keller gilt als einer der profiliertesten Vertreter seiner Zunft. Der Ingenieur hatte bereits an AMDs K7 mitgewirkt und leitete als Chefarchitekt die Entwicklung von AMDs K8 (Sledgehammer). Später arbeitete er bei Apple an iPhone-ARM-Prozessoren, kehrte 2012 aber zu AMD zurück und beaufsichtigte, zumindest zu Beginn, die Entwicklung der Zen-Architektur. Keller war erst im April 2018 zu Intel gewechselt. Zuvor trieb er bei Tesla die Entwicklung von Autopiloten voran.
Quelle: Intel

Sehe ich auch so.
6 Monate Beraterzeit hat bzgl. eines Disputes zwischen ihm und Intel nichts zu bedeuten...könnte sogar in seinem Arbeitsvertrag stehen, und gut bezahlt wird diese Zeit meist auch noch.
Und vielleicht war er es auch irgendwann einmal leid, immer wieder ein "+" hinter die nächste CPU zu schreiben...
Bei AMD, Apple, Tesla,... ging er immer erst wenn seine Arbeit getan war, er war aber nie danach noch ein halbes Jahr als Berater für diese Firmen tätig.
Ich weis nicht. Keller hatte ich immer mit CPU Architektur verknüpft. Ob er so einfach auf GPU Entwicklung umsteigen kann/will? Finde ich eher Fragwürdig.
Fakt ist schlicht, dass man es nicht weiß und da scheinen wohl weder Intel noch Keller selbst was dran ändern zu wollen und Fakt ist ebenso, dass es ihn in den letzten Jahren nie übermäßig lange irgendwo gehalten hat, weder bei AMD, Apple noch Tesla ...
Alles in allem mäßig spektakulär, vor allem wenn man bedenkt, dass er schon seit Jahren nur noch im Management unterwegs ist.