[12/07/2019] Intels Verzug bei 10 nm... Ist ein Armutszeugnis für den Chip-Giganten. Vor allem im Mobilbereich ist die Umstellung auf 10 nm-Strukturbreite längst überfällig, da die Laufzeiten besser werden müssen. Gefühlt hat sich dort nämlich jahrelang nichts getan. Immerhin hat Microsoft ja mit „Windows on ARM“ und der Partnerschaft mit Qualcomm ein Warnsignal ausgesendet: Wenn Ihr, liebes Intel, nicht mit 10 nm kommt, dann holen wir uns eben die sehr effizient arbeitenden Prozessoren von Qualcomm. Obwohl man durch den anderen Befehlssatz namens ARM – den „Konkurrent“ x86 verwenden ja Intel und AMD gleichermaßen – ja Microsoft mehr Arbeit hat, weil Programme erst dafür optimiert werden müssen. Dank AMDs Ryzen-Prozessoren ist Intel auch im Desktop-Markt endlich unter Druck geraten. Das kann dem Kunden nur Recht sein. Und ich freue mich darüber, weil es viele spannende Neuheiten zu testen gibt und nicht endend wollende Geschichten. Apropos: Was gluabt Ihr? Wird zuerst Berlins Flughafen BER eröffnet oder bringt Intel einen Desktop 10 nm-Prozessor auf den Markt, den man tatsächlich kaufen kann? Ich befürchte, dass Intel die 10nm-Strukturbreite auf dem Desktop komplett auslassen könnte, um gleich mit 7 nm-Strukturbreite auf den Massenmarkt zu kommen. Schließlich gab es ja schon seit letztem Jahr einen 10 nm-Intel-CPU im Mobilbereich – den Core i3-8121U. Nur dumm, dass dieser Prozessor zwar auf dem Papier existiert, aber ein kaufbares Endgerät halt wohl kaum jemand je in freier Wildbahn gesehen. Mit diesem Trick konnte Intel aber immerhin behaupten, man habe ja einen 10 nm-Prozessor produziert und biete diesen prinzipiell seinen OEM-Partnern an. Nur leider könne man aktuell nicht liefern…So etwas könnte ich mir im Desktop-Bereich auch vorstellen.“