Intel: Probleme mit 10-nm-Fertigung kosten laut Analyst viele Jahre und Marktanteile
Intels Kampf mit den 10 Nanometern habe in den Augen eines Analysten in den kommenden Jahren weitreichende Folgen. Die Vormachtsstellung Intels gerade im Bereich des Servers-Markts hält dieser für beendet. Bis der Rückstand aufgeholt sei, werde nicht nur viel Zeit vergehen, auch der Marktanteil werde deutlich schrumpfen.
Intel verliert zunehmend die Gunst von Analysten aufgrund der ewig währenden Verzögerungen der Massenfertigung von Chips im 10-nm-Fertigungsprozess. Zuletzt stufte die Investmentbank Goldman Sachs die Aktie des Unternehmen deutlich herunter und rät mittlerweile zum Verkauf. Derweil stieg die Wertungen der AMD-Aktie, die offenbar nur noch eine Richtung und zwar nach oben kennt. Wall Street-Analyst Hans Mosesmann, seins Zeichens Managing Director bei Rosenblatt Securities, tritt nun nochmals nach. Auch er sieht schwarz für Intel.
Rückstand ist auf Dauer kein funktionierendes Geschäftsmodell
Der mittlerweile entstandene Rückstand hinsichtlich der Chip-Fertigung werde Intel noch viele Jahre zu schaffen machen, so seine Einschätzung. Von Intels Vorstoß in andere Märkte abseits von Prozessoren solle man sich nicht täuschen lassen. Diese können in seinen Augen die Verluste im Hauptgeschäftsfeld nicht ausgleichen, wie es von ihm gegenüber CNBC heißt. "Machen sie keinen Fehler. Intel muss das Problem beheben und das wird viele, viele, viele Jahre dauern. Der Nachteil hinsichtlich der Prozess-Technologie, welche meiner Meinung nach kaputt ist, wird fünf, sechs, sieben Jahre anhalten", so Mosesmann.
Ein bis zwei Jahre hinsichtlich des Technologieknotens hinterherzuhinken, sei auf Dauer kein funktionierendes Geschäftsmodell. Gerade deshalb schätzt er, dass AMD zunächst insgesamt 25 Prozent der Marktanteile im lukrativen Server-Markt von Intel abgraben könne. In Zeitraum danach könne der AMD-Anteil noch weiter steigen. Zum Vergleich: Goldman Sachs schätzt den aktuellen Marktanteil AMDs in diesem Bereich auf rund 2,2 Prozent. Für 2019 werden 5,1 Prozent prognostiziert, 2020 könnten es 9,4 Prozent werden. "Wir befinden uns in den sehr, sehr frühen Stadien einer mehrjährigen Dynamik des Marktanteilwachstums", so der Analyst.
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Intel hält derweil dagegen. Navin Shenoy, Executive Vice President der Datencenter-Gruppe, betrachtet die Argumentation von Mosesmann als haltlos. "Ich spreche mit Kunden nicht über Nanometer. Sie interessieren sich für die abgelieferte Leistung des Systems. Unser Job ist es, ein konstantes Level an Verbesserungen hinsichtlich der Performance von Jahr zu Jahr zu Jahr abzuliefern." Aktuell plant Intel die Auslieferung von Prozessoren in 10 nm in Masse für das Weihnachtsgeschäft 2019. Die kommende CPU -Generation wird hingegen im nochmals verbesserten 14-nm-Fertigungsprozess gefertigt.
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