Intel will im Zweifel gegen x86-Emulation vorgehen
Der Prozessor-Marktführer Intel hat bereits vor einigen Tagen das 39. Jubiläum der x86-Architektur gefeiert, denn am 8. Juni 1978 wurde der Intel-8086-Prozessor veröffentlicht. Im Rahmen eines Blog-Eintrages zu den Vorzügen der hauseigenen Technik hat der Hersteller aber auch gegen Microsoft gestichelt; die Redmonder wollen mit Qualcomm einen x86-Emulator in die neue ARM-Version von Windows einbauen.
Am 8. Juni 1978, also vor rund 39 Jahren, wurde der erste IBM Personal Computer mit Intel-8086-Prozessor veröffentlicht. Der Chiphersteller Intel nutzt diese Gelegenheit, um im Firmenblog über die Vorteile der x86-Architektur, welche bei dem Intel 8086 erstmals verwendet wurde, zu sprechen. Die x86-Architektur werde dank Intels Disziplin und Vorstellungskraft sowie den stetigen Fortschrittes beim mooreschen Gesetz mit jeder neuen Prozessorgeneration weiterentwickelt. Einer der ersten großen Fortschritte war die Einführung der MMX-Technologie im Jahr 1996, welche insbesondere bei Multimedia-Anwendungen (Audio, Grafik, Spracherkennung, usw.) Vorteile brachte.
Auch die seit 1999 eingeführten Varianten der Streaming SIMD Extension (SSE) sowie die AVX-Erweiterungen des Befehlssatzes nennt Intel als Meilensteine der x86-Entwicklung. Dank der Intel Virtual-Machine Extensions (VMX) können mehrere virtuelle Systeme laufen, je mit einem eigenen Betriebssystem und eigenen Anwendungen in separaten Partitionen. Für Firmenkunden relevant sind die Fortschritte in Bezug auf Verschlüsselungstechnik mit dem AES-NI-Befehlssatz und die verbesserte Sicherheit mit der Memory Protection Extension, SMX und SGX.
Ein auffallend großer Teil des Blog-Eintrags beschäftigt sich allerdings mit dem Schutz des geistigen Eigentums des Herstellers. Laut Eigenaussage investiert der Prozessorentwickler "enorme Ressourcen" in die Weiterentwicklung der x86-Befehlssatzarchitektur und muss die eigenen Investitionen und Patente schützen. Weltweit beschäftigen sich mehr als 1.600 Intel-Patente allein mit der Implementierung von Instruction-Set-Architekturen. Intel musste die eigenen Patentrechte schon gegen viele Firmen durchsetzen, darunter United Microelectronics Corporation, AMD, Cyrix, Chips and Technologies, Via Technologies und Transmeta.
Intel habe durch Berichte davon erfahren, dass einige, nicht näher genannte, Firmen an der Emulation von x86-Technik arbeiten. Dies sei kein neuer Ansatz, schon Transmeta hatte dies getan und trotzdem gegen Intels Patentansprüche verloren. Die Firma Transmeta verabschiedete sich vor zehn Jahren aus der Mikroprozessor-Branche und verschwand vollends nach der Übernahme durch die Firma Novafora. Intel selber gibt nicht an, worauf sich die Berichte bezüglich Emulation beziehen. Die Kollegen von Ars Technica und Computerbase gehen davon aus, dass sich Intel hierbei auf Microsofts Versuche bezieht, eine vollständige Windows-10-Alternative basierend auf Qualcomm-Prozessoren mit ARM-Technik zu ermöglichen. Während das Microsoft-Betriebssystem selbst für ARM kompiliert werden kann, wie schon das eingestellte Windows RT zeigt, sind leider die meisten Windows-Programme nur als x86-Version erhältlich. Microsoft hat deswegen mit Qualcomm einen Emulator entwickelt, womit die meisten 32-Bit- und 64-Bit-x86-Programme auch auf den Snapdragon-Prozessoren laufen sollen. Noch dieses Jahr sollen laut Ars Technica erste Windows-Laptops mit den Snapdragon-835-Prozessor von Asus, HP und Lenovo veröffentlicht werden. Intel begrüßt Wettbewerb im gesetzlichen Rahmen, wird aber trotzdem gegen Emulation mit rechtlichen Schritten vorgehen. Ob Microsofts Emulation Intel-Patente verletzt oder nicht, wird sich erst in der Zukunft zeigen.


In der Tat sitzt hinter mir kein Kobold, auch will ich hier niemand trollen... mir geht es schlicht um die Qualität. Eine Nachricht die ich nun schon zum xten mal gelesen habe, über einen längeren Zeitraum, erwarte ich dann eigtl. nicht mehr als "news" ... PCGH macht das echt oft und bei 50% denke ich mir: kenne ich schon, alt
Das ganze hat zur Folge, dass ich weniger auf PCGH lese, da ich mich gelangweilt fühle. Das kann man als Redaktion machen wenn einem egal ist ob die User wiederkommen oder gar mehr werden.
Auch aus Sicht der Effizienz.
der 8086er ist ja auch der beste Beweis wie die VHS Kassette das sich der groesste scheiss immer durchsetzt
allein schon das MMX der erste groesste wurf sein soll , also ehrlich das ist arm ...
Aber wenn bei dingen wie FPU im Chip oder Cache komplett ist Chip andere schneller waren bleibt eben nicht viel .